Spondylitis / axiale Spondylarthritis – HLA-B27-assoziierte Entzündung der Wirbelsäule "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Spondylitis / axiale Spondylarthritis – HLA-B27-assoziierte Entzündung der Wirbelsäule
Die axiale Spondylarthritis (axSpA) ist eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke (Kreuz-Darmbein-Gelenke) betrifft. Die klassische fortgeschrittene Form wird als Morbus Bechterew beziehungsweise anglisierende Spondylitis bezeichnet.
Der genetische Marker HLA-B27 ist bei vielen Betroffenen nachweisbar und spielt bei der Krankheitsentstehung eine wichtige Rolle. Ein positiver HLA-B27-Befund allein bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Spondylarthritis vorliegt.
Was ist entzündet?
Bei der Erkrankung können insbesondere die Iliosakralgelenke, Wirbelgelenke sowie Sehnen- und Bandansätze an der Wirbelsäule entzündet sein. Der Begriff „Entzündung der Wirbelkörper“ beschreibt die Erkrankung daher nur teilweise.
Im Verlauf können chronische Entzündungen zu knöchernen Veränderungen und bei fortgeschrittener Erkrankung zu einer zunehmenden Versteifung der Wirbelsäule führen.
Welche Symptome sind typisch?
Charakteristisch sind entzündliche Rückenschmerzen, häufig beginnend im jüngeren Erwachsenenalter.
Typische Beschwerden sind:
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tief sitzende Rücken- oder Kreuzschmerzen
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Schmerzen im Bereich von Gesäß und Iliosakralgelenken
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ausgeprägte Morgensteifigkeit
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nächtliche Rückenschmerzen
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Aufwachen in der zweiten Nachthälfte wegen Schmerzen
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Besserung durch Bewegung
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häufig keine oder geringere Besserung durch Ruhe
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zunehmende Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit
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Müdigkeit und Erschöpfung
HLA-B27 positiv
HLA-B27 ist ein erblich bestimmtes Oberflächenmerkmal bestimmter Immunzellen. Es besteht eine deutliche Verbindung zu verschiedenen Erkrankungen aus der Gruppe der Spondylarthritiden.
Wichtig: Viele HLA-B27-positive Menschen bleiben ihr gesamtes Leben gesund. Der Laborwert muss daher immer zusammen mit Beschwerden, klinischer Untersuchung und Bildgebung beurteilt werden.
Weitere mögliche Beschwerden
Eine Spondylarthritis kann nicht nur die Wirbelsäule betreffen. Möglich sind:
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Entzündungen anderer Gelenke
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Enthesitis – Entzündung von Sehnen- und Bandansätzen
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Achillessehnenbeschwerden
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Fersenschmerzen
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Daktylitis („Wurstfinger“ oder „Wurstzehen“)
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Augenentzündung, insbesondere akute anteriore Uveitis
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Psoriasis
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chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Augenentzündung beachten
Eine plötzlich auftretende schmerzhafte Augenrötung mit Lichtempfindlichkeit und verschwommenem Sehen kann auf eine Uveitis hinweisen. Diese sollte rasch augenärztlich untersucht werden.
Diagnose
Die Diagnose wird nicht allein durch HLA-B27 gestellt. Zur Abklärung können gehören:
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rheumatologische Untersuchung
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HLA-B27
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CRP und andere Entzündungswerte
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Röntgen der Iliosakralgelenke und Wirbelsäule
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MRT der Iliosakralgelenke, insbesondere zum Nachweis früher entzündlicher Veränderungen
Ein normales Röntgenbild schließt eine frühe axiale Spondylarthritis nicht aus.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es, Entzündung und Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und strukturelle Schäden möglichst zu verhindern.
Wichtige Bestandteile sind:
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regelmäßige Bewegung und gezieltes Training
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Physiotherapie
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entzündungshemmende Medikamente (NSAR)
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bei unzureichender Krankheitskontrolle gezielte immunmodulierende Therapien, beispielsweise bestimmte Biologika oder JAK-Inhibitoren
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Behandlung begleitender Augen-, Haut- oder Darmerkrankungen
Regelmäßige Bewegung und Übungen zur Erhaltung der Wirbelsäulenbeweglichkeit und Körperhaltung sind besonders wichtig.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche rheumatische und entzündliche Krankheits- und Beschwerdebilder festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Kontrolle der immunologisch bedingten Entzündung oder Verhinderung struktureller Veränderungen beziehungsweise einer Versteifung der Wirbelsäule durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige rheumatologische Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder eigenständig abgesetzt werden.
Wichtiger Hinweis
Bei länger bestehenden entzündlichen Rückenschmerzen mit ausgeprägter Morgensteifigkeit und Besserung durch Bewegung, insbesondere bei HLA-B27-Positivität, ist eine rheumatologische Abklärung sinnvoll.
Plötzlich auftretende Augenschmerzen, starke Augenrötung, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen sollten wegen einer möglichen Uveitis rasch augenärztlich abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Symphytum, Calcarea phosphorica, Hypericum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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