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Verstopfung (Obstipation) und Motilitätsstörungen – verlangsamte oder veränderte Darmbewegung – funktionelle Darmerkrankung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Verstopfung (Obstipation) und Motilitätsstörungen – verlangsamte oder veränderte Darmbewegung

Eine Verstopfung (Obstipation) bezeichnet eine erschwerte, seltene oder subjektiv unvollständige Darmentleerung. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Häufigkeit des Stuhlgangs. Auch harter Stuhl, starkes Pressen, eine erschwerte Entleerung oder das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung können typische Zeichen einer Obstipation sein.

Eine wichtige Rolle spielt die Darmmotilität. Darunter versteht man die koordinierten Bewegungen der Darmmuskulatur, durch die der Darminhalt weitertransportiert wird. Veränderungen dieser Bewegungsabläufe können sowohl zu Verstopfung als auch zu anderen Verdauungsbeschwerden führen.

Typische Beschwerden bei Verstopfung

Möglich sind:

  • seltener Stuhlgang

  • harter oder klumpiger Stuhl

  • starkes Pressen beim Stuhlgang

  • erschwerte Darmentleerung

  • Gefühl einer unvollständigen Entleerung

  • Gefühl einer Blockade im Enddarm

  • Blähungen

  • Völlegefühl

  • Bauchdruck

  • Bauchschmerzen oder Krämpfe

  • teilweise notwendige manuelle Unterstützung bei der Entleerung

Was sind Motilitätsveränderungen?

Die Bewegungen des Verdauungstraktes werden durch ein komplexes Zusammenspiel von Darmmuskulatur, enterischem Nervensystem, autonomem Nervensystem, Hormonen und Botenstoffen gesteuert.

Ist die Motilität verlangsamt, bleibt der Darminhalt länger im Dickdarm. Dadurch wird mehr Wasser entzogen und der Stuhl wird zunehmend fest.

Motilitätsstörungen können jedoch verschiedene Abschnitte des Verdauungstraktes betreffen und müssen nicht ausschließlich eine Verstopfung verursachen.

Slow-Transit-Obstipation

Bei einer Slow-Transit-Obstipation wird der Darminhalt ungewöhnlich langsam durch den Dickdarm transportiert.

Typisch können sein:

  • sehr seltener Stuhlgang

  • wenig natürlicher Stuhldrang

  • ausgeprägte Verstopfung

  • Blähungen

  • Bauchbeschwerden

Bei ausgeprägten oder therapieresistenten Beschwerden können spezielle Untersuchungen der Darmtransitzeit erforderlich sein.

Entleerungsstörung des Enddarms

Nicht jede Verstopfung entsteht durch eine zu langsame Darmbewegung. Bei manchen Menschen erreicht der Stuhl den Enddarm normal, kann jedoch nicht richtig entleert werden.

Mögliche Ursachen sind:

  • Beckenbodendysfunktion

  • gestörte Koordination von Beckenboden und Schließmuskel

  • anatomische Veränderungen

  • Rektozele

  • andere Störungen der Defäkation

Typisch sind starkes Pressen, ein Blockadegefühl und das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung.

Mögliche Ursachen einer Verstopfung

Zu den häufigen beziehungsweise wichtigen Ursachen und begünstigenden Faktoren gehören:

  • ballaststoffarme Ernährung

  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr

  • Bewegungsmangel

  • Veränderungen der täglichen Gewohnheiten

  • Reizdarmsyndrom mit Verstopfung (IBS-C)

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Diabetes mellitus

  • neurologische Erkrankungen

  • Elektrolytstörungen

  • Erkrankungen des Beckenbodens

  • Schwangerschaft

  • zunehmendes Alter

  • strukturelle Veränderungen beziehungsweise Verengungen des Darms

Medikamente als Ursache

Zahlreiche Medikamente können eine Verstopfung verursachen oder verstärken, beispielsweise:

  • Opioide

  • bestimmte Antidepressiva

  • anticholinerge Medikamente

  • bestimmte Parkinson-Medikamente

  • Eisenpräparate

  • manche Kalziumpräparate

  • bestimmte Blutdruckmedikamente

Bei neu aufgetretener Verstopfung sollte deshalb auch die bestehende Medikation überprüft werden.

Diagnose

Bei länger bestehender oder ausgeprägter Verstopfung können je nach Situation sinnvoll sein:

  • ausführliche Erhebung der Stuhlgewohnheiten

  • körperliche Untersuchung

  • Untersuchung des Enddarms

  • Blutuntersuchungen

  • gegebenenfalls Koloskopie

  • Bestimmung der Darmtransitzeit

  • anorektale Manometrie

  • Defäkographie

  • weitere Untersuchungen bei Verdacht auf eine Beckenboden- oder Entleerungsstörung

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach Ursache und Form der Obstipation.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr

  • regelmäßige körperliche Bewegung

  • geeignete Ballaststoffzufuhr

  • regelmäßige Toilettengewohnheiten

  • lösliche Ballaststoffe wie beispielsweise Flohsamenschalen

  • osmotisch wirksame Abführmittel, beispielsweise Macrogol

  • je nach Situation weitere medikamentöse Therapien

Bei einer Beckenboden- beziehungsweise Entleerungsstörung kann ein gezieltes Biofeedback- oder Beckenbodentraining sinnvoll sein.

Eine deutliche Erhöhung der Ballaststoffzufuhr ist nicht für jeden Patienten geeignet. Bei ausgeprägten Motilitätsstörungen oder bestimmten Verengungen können große Ballaststoffmengen Beschwerden sogar verstärken.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Verdauungsbeschwerden, Verstopfung und Veränderungen der Darmfunktion festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Behandlung organisch bedingter Motilitätsstörungen, mechanischer Darmverengungen oder schwerer chronischer Obstipation durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige gastroenterologische Diagnostik und Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Eine neu auftretende oder deutlich zunehmende Verstopfung, insbesondere zusammen mit Blut im Stuhl, ungeklärtem Gewichtsverlust, Blutarmut oder anhaltenden Bauchschmerzen, sollte ärztlich abgeklärt werden.

Starke Bauchschmerzen, ein stark geblähter Bauch, anhaltendes Erbrechen sowie fehlender Stuhl- und Windabgang können auf einen Darmverschluss (Ileus) hinweisen und erfordern eine sofortige medizinische Abklärung.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Merc. vivus, Chelidonium, Nux vomica, Veratrum album, Lycopodium clav., Plumbum met.,

GRÖßE:30ml
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