Reflux / Sodbrennen – gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Reflux / Sodbrennen – gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
Reflux bezeichnet das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre (Ösophagus). Typische Beschwerden sind Sodbrennen, saures Aufstoßen und ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein.
Gelegentlicher Reflux kann auch bei gesunden Menschen auftreten. Treten die Beschwerden jedoch regelmäßig auf, beeinträchtigen sie die Lebensqualität oder führen sie zu einer Schädigung der Speiseröhre, spricht man von einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD).
Wie entsteht Reflux?
Zwischen Speiseröhre und Magen befindet sich der untere Speiseröhrenschließmuskel. Gemeinsam mit dem Zwerchfell verhindert er normalerweise, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.
Ist diese Barriere vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigt, können Magensäure und anderer Mageninhalt in die Speiseröhre gelangen und dort die Schleimhaut reizen.
Typische Beschwerden
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
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Sodbrennen
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saures oder bitteres Aufstoßen
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Rückfluss von Mageninhalt bis in Mund oder Rachen
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Brennen oder Schmerzen hinter dem Brustbein
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Druckgefühl im Oberbauch
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häufiges Aufstoßen
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Völlegefühl
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Übelkeit
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Beschwerden insbesondere nach größeren Mahlzeiten
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Verstärkung beim Bücken oder Hinlegen
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nächtlicher Reflux
Reflux ohne typisches Sodbrennen
Reflux kann sich auch durch Beschwerden außerhalb der Speiseröhre bemerkbar machen.
Möglich sind:
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chronischer Husten
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häufiges Räuspern
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Heiserkeit
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Reizung im Hals
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Globusgefühl beziehungsweise „Kloß im Hals“
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schlechter Geschmack im Mund
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nächtliche Beschwerden
Diese Symptome können allerdings zahlreiche andere Ursachen haben und sind nicht automatisch auf Reflux zurückzuführen.
Hiatushernie – Zwerchfellbruch
Eine Hiatushernie kann Reflux begünstigen. Dabei verlagern sich Teile des Magens durch die Öffnung des Zwerchfells in Richtung Brustraum.
Nicht jede Hiatushernie verursacht Beschwerden, sie kann jedoch die natürliche Barriere zwischen Magen und Speiseröhre beeinträchtigen.
Begünstigende Faktoren
Reflux Beschwerden können unter anderem verstärkt werden durch:
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Übergewicht
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große oder sehr fettreiche Mahlzeiten
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spätes Essen unmittelbar vor dem Schlafengehen
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Alkohol
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Rauchen
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individuell unverträgliche Lebensmittel und Getränke
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bestimmte Medikamente
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Schwangerschaft
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Hiatushernie
Welche Lebensmittel Beschwerden auslösen, ist individuell unterschiedlich. Pauschale, sehr strenge Verbotslisten sind daher meist nicht erforderlich.
Refluxösophagitis
Bei länger bestehendem Reflux kann sich die Schleimhaut der Speiseröhre entzünden. Dies wird als Refluxösophagitis bezeichnet.
Mögliche Folgen einer ausgeprägten oder chronischen Entzündung sind:
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Schleimhautschäden
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Geschwüre
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Blutungen
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Narbenbildung
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Verengung der Speiseröhre
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Schluckbeschwerden
Barrett-Ösophagus
Bei einem Teil der Patienten mit länger bestehendem Reflux verändert sich die Schleimhaut im unteren Abschnitt der Speiseröhre. Dies wird als Barrett-Ösophagus bezeichnet.
Ein Barrett-Ösophagus erhöht das Risiko für bestimmte Formen von Speiseröhrenkrebs. Das individuelle Risiko bleibt jedoch unterschiedlich. Bei diagnostiziertem Barrett-Ösophagus können deshalb regelmäßige endoskopische Kontrollen erforderlich sein.
Diagnose
Typische Reflux Beschwerden können häufig anhand der Krankengeschichte beurteilt werden.
Bei bestimmten Beschwerden oder Risikokonstellationen können weitere Untersuchungen erforderlich sein:
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Gastroskopie
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Gewebeproben bei auffälliger Schleimhaut
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24-Stunden-pH-Metrie beziehungsweise Impedanz-pH-Metrie
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Ösophagusmanometrie bei speziellen Fragestellungen
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Häufigkeit und Schwere der Beschwerden sowie nach möglichen Schleimhautschäden.
Hilfreich können sein:
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kleinere Mahlzeiten
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individuell auslösende Lebensmittel vermeiden
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nicht unmittelbar nach dem Essen hinlegen
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bei nächtlichem Reflux Abstand zwischen Abendessen und Schlafengehen einhalten
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Gewichtsreduktion bei Übergewicht
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Rauchstopp
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bei nächtlichen Beschwerden gegebenenfalls Hochlagerung des Oberkörpers
Medikamentös werden insbesondere Protonenpumpenhemmer (PPI) eingesetzt. Je nach Situation können auch andere säurehemmende oder säureneutralisierende Präparate infrage kommen.
Bei ausgeprägtem Reflux, bestimmten anatomischen Veränderungen oder unzureichender Wirkung anderer Maßnahmen können in ausgewählten Fällen operative beziehungsweise interventionelle Verfahren erwogen werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Magen-, Speiseröhren- und Verdauungsbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung einer Refluxösophagitis, Heilung eines Barrett-Ösophagus oder Verhinderung von Komplikationen der Refluxkrankheit durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige gastroenterologische Diagnostik und Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Neu auftretende Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, Blut im Erbrochenen, schwarzer Stuhl, anhaltendes Erbrechen, Blutarmut oder unbeabsichtigter Gewichtsverlust sollten rasch ärztlich abgeklärt werden.
Starke oder neu auftretende Brustschmerzen dürfen nicht automatisch als Sodbrennen interpretiert werden, da auch eine Herzerkrankung dahinterstehen kann. Bei starken Brustschmerzen, Atemnot, Schweißausbruch oder Kreislaufbeschwerden ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Iris versicolor, Lycopodium clavatum, Condurango, Arsenicum album
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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