Proktitis – Entzündung des Enddarms (Rektum Entzündung) "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Proktitis – Entzündung des Enddarms (Rektum Entzündung)
Eine Proktitis ist eine Entzündung der Schleimhaut des Enddarms (Rektum). Der Enddarm bildet den letzten Abschnitt des Dickdarms unmittelbar vor dem Analkanal.
Die Entzündung kann akut oder chronisch auftreten. Je nach Ursache reichen die Beschwerden von leichtem Brennen und häufigem Stuhldrang bis zu ausgeprägten Schmerzen, Blutungen und Schleimabgang.
Typische Beschwerden
Bei einer Proktitis können auftreten:
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häufiger oder plötzlich auftretender Stuhldrang
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ständiges Gefühl, Stuhl absetzen zu müssen (Tenesmen)
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Schmerzen oder Brennen im Enddarm
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Schmerzen beim Stuhlgang
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Schleimabgang
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Blut im oder auf dem Stuhl
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eitriger Ausfluss aus dem Enddarm
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Durchfall
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Verstopfung oder erschwerte Entleerung
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Druck- oder Fremdkörpergefühl im Enddarm
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Schmerzen im Analbereich
Welche Ursachen gibt es?
Eine Proktitis kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören insbesondere:
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Colitis ulcerosa, vor allem als Proctitis ulcerosa
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Morbus Crohn
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bakterielle oder virale Infektionen
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sexuell übertragbare Infektionen
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Schädigung nach Strahlentherapie im Beckenbereich
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Durchblutungsstörungen
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bestimmte Medikamente oder lokale Reizstoffe
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selten andere immunologische oder entzündliche Erkrankungen
Die genaue Ursache ist für die Auswahl der Behandlung entscheidend.
Proctitis ulcerosa
Ist ausschließlich der Enddarm von einer Colitis ulcerosa betroffen, wird dies als Proctitis ulcerosa bezeichnet.
Typische Beschwerden sind:
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Blut und Schleim im Stuhl
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häufiger Stuhldrang
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Tenesmen
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Schmerzen beim Stuhlgang
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Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung
Die Entzündung kann auf den Enddarm begrenzt bleiben oder sich im weiteren Verlauf auf größere Bereiche des Dickdarms ausdehnen.
Infektiöse Proktitis
Auch Infektionen können eine Entzündung des Enddarms verursachen. Je nach Übertragungsweg und individueller Situation kommen unterschiedliche bakterielle oder virale Erreger infrage.
Bei Verdacht auf eine infektiöse Ursache können gezielte Abstriche, Stuhluntersuchungen oder andere Erregernachweise notwendig sein. Die Behandlung richtet sich nach dem nachgewiesenen Erreger.
Strahlenproktitis
Nach einer Strahlentherapie im Bereich von Becken, Prostata, Gebärmutter oder Enddarm kann eine Strahlenproktitis auftreten.
Sie kann unmittelbar während beziehungsweise nach der Behandlung oder erst Monate bis Jahre später Beschwerden verursachen.
Möglich sind:
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Blutungen
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Schleimabgang
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Durchfall
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häufiger Stuhldrang
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Schmerzen
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chronische Schleimhautschäden
Diagnose
Zur Abklärung können je nach Beschwerden und vermuteter Ursache gehören:
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ärztliche Untersuchung des Anal- und Rektalbereichs
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digitale rektale Untersuchung
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Proktoskopie oder Rektoskopie
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Koloskopie
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Gewebeproben (Biopsien)
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Stuhluntersuchungen
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Abstriche und gezielte Erregerdiagnostik
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Blutuntersuchungen
Bei wiederkehrenden oder länger bestehenden Beschwerden sollte insbesondere eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung ausgeschlossen beziehungsweise beurteilt werden.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der Ursache.
Bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung können beispielsweise lokal oder systemisch wirkende entzündungshemmende beziehungsweise immunmodulierende Medikamente eingesetzt werden.
Bei einer infektiösen Proktitis erfolgt eine gezielte Behandlung des Erregers. Für eine Strahlenproktitis stehen je nach Ausprägung medikamentöse, endoskopische und weitere therapeutische Verfahren zur Verfügung.
Abgrenzung zu Hämorrhoiden und Analfissuren
Blutungen, Schmerzen oder Brennen am After werden häufig zunächst Hämorrhoiden zugeschrieben. Ähnliche Beschwerden können jedoch auch durch eine Proktitis, Analfissur, Fistel, entzündliche Darmerkrankung oder andere Veränderungen des Enddarms verursacht werden.
Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden sollten deshalb medizinisch abgeklärt werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche entzündliche Erkrankungen und Beschwerden des Verdauungstraktes festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung einer chronisch-entzündlichen oder infektiösen Proktitis durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige gastroenterologische beziehungsweise infektiologische Diagnostik und Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Stärkere oder anhaltende Blutungen aus dem Enddarm, starke Schmerzen, Fieber, eitriger Ausfluss, Kreislaufbeschwerden oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes erfordern eine rasche ärztliche Abklärung.
Auch wiederkehrendes Blut im Stuhl sollte unabhängig von bekannten Hämorrhoiden medizinisch untersucht werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Nitricum acidum, Hamamelis, Geranium
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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