Neurofibromatose und Schwannome – Erkrankungen der Nerven und Nervenscheiden "Unterstützung"
Dr. Banerji-Protokolle
Neurofibromatose und Schwannome – Erkrankungen der Nerven und Nervenscheiden
Neurofibromatosen sind eine Gruppe seltener, genetisch bedingter Erkrankungen, bei denen sich insbesondere Tumoren an Nerven und Nervenscheiden entwickeln können. Diese Tumoren sind häufig gutartig, können jedoch abhängig von ihrer Lage und Größe Nerven oder andere Strukturen beeinträchtigen.
Zu den Erkrankungen dieser Gruppe gehören vor allem die Neurofibromatose Typ 1 (NF1), die NF2-related Schwannomatosis sowie andere Formen der Schwannomatose.
Wie entstehen Neurofibromatosen?
Ursache sind Veränderungen bestimmter Gene, die normalerweise an der Kontrolle des Zellwachstums beteiligt sind. Die genetische Veränderung kann von einem Elternteil vererbt werden oder bei einem Betroffenen erstmals neu entstehen.
Je nach Form können unterschiedliche Nerventumoren und weitere Veränderungen auftreten.
Neurofibromatose Typ 1 (NF1)
Bei NF1 können sich sogenannte Neurofibrome entlang von Nerven bilden. Typisch sind außerdem häufig Café-au-lait-Flecken der Haut. Die Ausprägung der Erkrankung ist sehr unterschiedlich. Manche Betroffene haben nur geringe Beschwerden, während bei anderen größere oder zahlreiche Neurofibrome sowie weitere gesundheitliche Probleme auftreten können.
Schwannome
Ein Schwannom ist ein meist gutartiger Tumor, der aus den sogenannten Schwann-Zellen entsteht. Diese Zellen bilden einen Teil der schützenden Hülle peripherer Nerven.
Schwannome können grundsätzlich an verschiedenen Nerven auftreten. Je nach Lage können sie Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche oder andere neurologische Beschwerden verursachen.
NF2-related Schwannomatosis
Bei dieser erblichen Erkrankung treten charakteristischerweise Schwannome auf. Besonders typisch sind vestibuläre Schwannome an den Hör- und Gleichgewichtsnerven. Diese können zu Hörminderung, Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Gleichgewichtsstörungen führen.
Zusätzlich können weitere Schwannome sowie andere Tumoren des Nervensystems, beispielsweise Meningeome, auftreten.
Welche Beschwerden können auftreten?
Je nach Form, Anzahl und Lage der Veränderungen sind unter anderem möglich:
-
tastbare Knoten entlang von Nerven
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Schmerzen und Nervenschmerzen
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Kribbeln oder Taubheitsgefühle
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Muskelschwäche
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Hörminderung oder Hörverlust
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Tinnitus
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Gleichgewichtsstörungen
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Seh- oder andere neurologische Störungen
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt je nach Erkrankungsform anhand der klinischen Merkmale, bildgebender Untersuchungen wie MRT und gegebenenfalls genetischer Untersuchungen.
Die Behandlung richtet sich nach Art, Größe, Lage und Wachstum der Tumoren sowie den vorhandenen Beschwerden. Möglich sind regelmäßige Verlaufskontrollen, operative Eingriffe und bei bestimmten Erkrankungsformen weitere spezialisierte Therapien.
Wichtiger Hinweis
Neurofibromatosen und Schwannomatosen sollten fachärztlich betreut und regelmäßig kontrolliert werden. Bei Verdacht auf eine erbliche Form kann eine humangenetische Beratung sinnvoll sein.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hamamelis, Calcarea carbonica, Thuya
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