Nierenzysten und polyzystische Nierenerkrankung – einzelne Nierenzysten bis zur Zystenniere "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Nierenzysten und polyzystische Nierenerkrankung – einzelne Nierenzysten bis zur Zystenniere
Nierenzysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Nierengewebe. Sie können einzeln oder mehrfach auftreten und sind insbesondere mit zunehmendem Lebensalter häufig. Einzelne sogenannte einfache Nierenzysten sind in der Regel gutartig und verursachen häufig keine Beschwerden.
Davon zu unterscheiden sind polyzystische Nierenerkrankungen, bei denen sich aufgrund einer meist genetisch bedingten Erkrankung zahlreiche Zysten in den Nieren entwickeln. Diese können die Nieren zunehmend vergrößern und langfristig die Nierenfunktion beeinträchtigen.
Einfache Nierenzysten
Einfache Nierenzysten werden häufig zufällig bei einer Ultraschall-, CT- oder MRT-Untersuchung entdeckt.
Typischerweise sind sie:
-
mit Flüssigkeit gefüllt
-
glatt begrenzt
-
gutartig
-
symptomlos
-
nicht behandlungsbedürftig
Eine einzelne einfache Nierenzyste bedeutet nicht, dass eine polyzystische Nierenerkrankung vorliegt.
Mögliche Beschwerden durch Nierenzysten
Größere oder ungünstig gelegene Zysten können gelegentlich Beschwerden verursachen, beispielsweise:
-
Druckgefühl in der Flanke
-
Rücken- oder Flankenschmerzen
-
Blut im Urin
-
selten Abflussbehinderungen
-
Infektion einer Zyste
Plötzlich auftretende Schmerzen können unter anderem durch eine Einblutung oder andere Komplikationen verursacht werden und sollten abgeklärt werden.
Komplexe Nierenzysten
Nicht jede Nierenzyste entspricht einer einfachen, eindeutig gutartigen Zyste.
Bei sogenannten komplexen Nierenzysten können beispielsweise auftreten:
-
verdickte Zystenwände
-
Septen beziehungsweise innere Unterteilungen
-
Verkalkungen
-
solide Anteile
-
auffällige Kontrastmittelaufnahme
Solche Veränderungen müssen genauer beurteilt werden, da bestimmte zystische Veränderungen mit einem erhöhten Risiko für eine bösartige Nierenerkrankung verbunden sein können.
Zur Beurteilung komplexer Nierenzysten wird häufig die Bosniak-Klassifikation anhand bildgebender Verfahren verwendet.
Polyzystische Nierenerkrankung – Zystennieren
Die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) ist eine genetisch bedingte Erkrankungsgruppe, bei der sich zahlreiche Zysten in beiden Nieren entwickeln.
Die häufigste Form im Erwachsenenalter ist die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD).
Die Nieren können durch zunehmende Zahl und Größe der Zysten erheblich größer werden. Gleichzeitig kann gesundes Nierengewebe zunehmend beeinträchtigt werden.
Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD)
ADPKD wird meist durch genetische Veränderungen insbesondere in den Genen PKD1 oder PKD2 verursacht.
Da die Erkrankung autosomal-dominant vererbt wird, besteht für Kinder eines betroffenen Elternteils grundsätzlich ein 50-prozentiges Risiko, die entsprechende genetische Veränderung zu erben.
Der Verlauf kann jedoch selbst innerhalb einer Familie sehr unterschiedlich sein.
Autosomal-rezessive polyzystische Nierenerkrankung
Eine wesentlich seltenere Form ist die autosomal-rezessive polyzystische Nierenerkrankung (ARPKD).
Sie tritt typischerweise bereits im Kindesalter auf und kann neben den Nieren insbesondere auch die Leber betreffen.
Diese Form unterscheidet sich hinsichtlich Vererbung, Verlauf und Behandlung deutlich von der häufigeren ADPKD.
Mögliche Symptome bei ADPKD
Die Erkrankung kann über viele Jahre unbemerkt bleiben.
Mögliche Beschwerden und Befunde sind:
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Bluthochdruck
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Flanken- oder Rückenschmerzen
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Blut im Urin
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wiederkehrende Harnwegsinfektionen
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Infektionen von Nierenzysten
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Nierensteine
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zunehmende Größe der Nieren
-
eingeschränkte Nierenfunktion
-
fortschreitende chronische Niereninsuffizienz
Bluthochdruck bei Zystennieren
Bluthochdruck tritt bei ADPKD häufig bereits auf, bevor die Nierenfunktion deutlich eingeschränkt ist.
Eine konsequente Blutdruckkontrolle ist besonders wichtig, da erhöhter Blutdruck das Fortschreiten der Nierenschädigung zusätzlich fördern und das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen kann.
Zysten außerhalb der Nieren
ADPKD ist eine systemische Erkrankung. Zysten können auch in anderen Organen auftreten.
Besonders häufig sind Leberzysten.
Weitere mögliche Veränderungen können unter anderem bestimmte Herzklappenveränderungen und andere Gefäß- oder Bindegewebsveränderungen umfassen.
Hirnaneurysmen bei ADPKD
Menschen mit ADPKD besitzen ein erhöhtes Risiko für intrakranielle Aneurysmen, insbesondere wenn entsprechende Erkrankungen bereits in der Familie aufgetreten sind.
Ein generelles Screening aller Betroffenen ist nicht in jeder Situation erforderlich. Bei bestimmten Risikokonstellationen kann jedoch eine gezielte Gefäßuntersuchung sinnvoll sein.
Plötzlich auftretende, außergewöhnlich starke Kopfschmerzen können auf eine Subarachnoidalblutung hinweisen und stellen einen medizinischen Notfall dar.
Diagnose
Zur Untersuchung von Nierenzysten beziehungsweise einer polyzystischen Nierenerkrankung können eingesetzt werden:
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Ultraschall der Nieren
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CT
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MRT
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Kontrolle von Kreatinin und eGFR
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Urinuntersuchungen
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Blutdruckmessungen
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Erhebung der Familiengeschichte
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in ausgewählten Fällen genetische Untersuchungen
Bei Verdacht auf eine erbliche Zystennierenerkrankung ist die Familienanamnese besonders wichtig.
Kontrolle der Nierenfunktion
Bei polyzystischer Nierenerkrankung sollten unter anderem regelmäßig kontrolliert werden:
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Kreatinin
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eGFR
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Blutdruck
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Albumin beziehungsweise Eiweiß im Urin
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Elektrolyte
-
Entwicklung von Nierengröße und Zystenlast, soweit medizinisch erforderlich
Ziel ist es, ein Fortschreiten der Nierenerkrankung frühzeitig zu erkennen und beeinflussbare Risikofaktoren konsequent zu behandeln.
Behandlung einfacher Nierenzysten
Eine unkomplizierte, eindeutig gutartige Nierenzyste benötigt häufig keine Behandlung.
Bei großen symptomatischen Zysten können in ausgewählten Fällen interventionelle oder operative Verfahren erforderlich sein.
Komplexe oder auffällige Zysten benötigen dagegen eine entsprechende radiologische beziehungsweise urologische Verlaufskontrolle oder weitere Abklärung.
Behandlung der polyzystischen Nierenerkrankung
Die Behandlung der ADPKD richtet sich nach Krankheitsstadium und individuellem Risiko.
Wichtige Maßnahmen sind:
-
konsequente Blutdruckkontrolle
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Behandlung von Harnwegs- und Zysteninfektionen
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Behandlung von Nierensteinen
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Kontrolle der Nierenfunktion
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Vermeidung unnötiger nierenschädigender Substanzen
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Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren
Bei bestimmten Erwachsenen mit ADPKD und erhöhtem Risiko für eine rasche Krankheitsprogression kann eine Behandlung mit Tolvaptan, einem Vasopressin-V2-Rezeptorantagonisten, infrage kommen. Die Therapie erfordert eine sorgfältige ärztliche Auswahl und regelmäßige Kontrollen, insbesondere der Leberwerte.
Fortschreitende Niereninsuffizienz
Bei einem Teil der Patienten kann die ADPKD langfristig zu einer schweren chronischen Niereninsuffizienz führen.
Bei fortgeschrittenem Nierenversagen können erforderlich werden:
-
Hämodialyse
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Peritonealdialyse
-
Nierentransplantation
Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und kann sich über Jahrzehnte entwickeln.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Nierenbeschwerden sowie bei zystischen Veränderungen der Nieren festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Rückbildung von Nierenzysten, Behandlung der genetischen Ursache einer polyzystischen Nierenerkrankung oder Verhinderung des Fortschreitens einer ADPKD durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Regelmäßige nephrologische beziehungsweise urologische Kontrollen und medizinisch notwendige Behandlungen dürfen deshalb nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Nierenzysten sollten insbesondere dann genauer abgeklärt werden, wenn sie in der Bildgebung nicht eindeutig als einfache Zysten einzustufen sind, Beschwerden verursachen oder mit Blut im Urin beziehungsweise einer Verschlechterung der Nierenfunktion verbunden sind.
Bei einer bekannten oder vermuteten polyzystischen Nierenerkrankung sind regelmäßige Kontrollen von Blutdruck und Nierenfunktion sowie eine nephrologische Betreuung wichtig.
Bei plötzlich außergewöhnlich starken Kopfschmerzen, neurologischen Ausfällen, Bewusstseinsstörungen, starken Flankenschmerzen mit Fieber oder einer raschen Verschlechterung des Allgemeinzustandes ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Conium maculatum, Thuya, Berberis vulgaris, Conium maculatum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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