Dengue-Fieber (Dengue) – durch Stechmücken übertragene Virusinfektion "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Dengue-Fieber (Dengue) – durch Stechmücken übertragene Virusinfektion
Das Dengue-Fieber ist eine durch Dengue-Viren verursachte Infektionskrankheit, die vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch infizierte Aedes-Mücken, insbesondere Aedes aegypti und Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke).
Die Erkrankung kann symptomlos oder relativ mild verlaufen, aber auch zu einem schweren Dengue-Verlauf mit Blutungen, Kreislaufversagen und Organbeteiligung führen.
Erreger und Übertragung
Dengue wird durch vier eng verwandte Dengue-Virus-Serotypen verursacht:
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DENV-1
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DENV-2
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DENV-3
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DENV-4
Die Viren gehören zur Familie der Flaviviren.
Die Übertragung erfolgt überwiegend durch den Stich einer infizierten Aedes-Mücke. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet im normalen Alltag nicht statt.
Inkubationszeit
Nach dem Stich einer infizierten Mücke treten Beschwerden typischerweise nach einigen Tagen auf.
Die Erkrankung beginnt häufig plötzlich mit hohem Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl.
Typische Symptome
Mögliche Beschwerden sind:
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plötzlich hohes Fieber
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starke Kopfschmerzen
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Schmerzen hinter den Augen
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ausgeprägte Muskel- und Gliederschmerzen
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Gelenkschmerzen
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Müdigkeit und Schwäche
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Übelkeit und Erbrechen
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Hautausschlag
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Appetitlosigkeit
Wegen der teilweise sehr starken Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen wurde Dengue früher auch als „Knochenbrecherfieber“ bezeichnet.
Veränderungen des Blutbildes
Bei Dengue können charakteristische Veränderungen der Blutwerte auftreten, insbesondere:
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Abnahme der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
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Abnahme der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
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bei schwerem Verlauf Veränderungen des Hämatokrits durch Flüssigkeitsverschiebungen
Eine niedrige Thrombozytenzahl allein bestimmt jedoch nicht den Schweregrad. Entscheidend ist die gesamte klinische Situation.
Kritische Phase
Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn das Fieber nach einigen Tagen zurückgeht.
Das Absinken des Fiebers bedeutet bei Dengue nicht immer, dass die Erkrankung überstanden ist. Bei einem Teil der Patienten beginnt gerade zu diesem Zeitpunkt die kritische Phase.
Durch eine erhöhte Gefäßdurchlässigkeit kann Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe austreten.
Warnzeichen für schweres Dengue
Zu den wichtigen Warnzeichen gehören:
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starke oder anhaltende Bauchschmerzen
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wiederholtes beziehungsweise anhaltendes Erbrechen
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Blutungen aus Nase oder Zahnfleisch
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Bluterbrechen
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Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
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zunehmende Schwäche
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ausgeprägte Unruhe oder ungewöhnliche Schläfrigkeit
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Atemnot
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Kreislaufprobleme
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Flüssigkeitsansammlungen
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Zeichen einer Organbeteiligung
Diese Beschwerden erfordern eine sofortige medizinische Beurteilung.
Schweres Dengue
Ein schwerer Verlauf kann mit erheblichem Flüssigkeitsverlust aus den Blutgefäßen, schweren Blutungen oder einer Organbeteiligung einhergehen.
Mögliche Komplikationen sind:
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Dengue-Schock
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schwere Blutungen
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Leberbeteiligung
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Herzbeteiligung
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neurologische Komplikationen
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Kreislaufversagen
Ein schwerer Dengue-Verlauf kann lebensbedrohlich sein und benötigt eine stationäre beziehungsweise intensivmedizinische Behandlung.
Zweitinfektion mit Dengue
Nach einer Infektion entsteht eine längerfristige Immunität hauptsächlich gegen den jeweiligen Dengue-Serotyp.
Eine spätere Infektion mit einem anderen Serotyp ist möglich. Bestimmte Zweitinfektionen können mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf verbunden sein.
Diagnose
Die Diagnose basiert auf:
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Beschwerden und klinischer Untersuchung
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Aufenthalt in einem Dengue-Gebiet
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Blutbild
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spezifischer Labordiagnostik
Je nach Zeitpunkt der Erkrankung können unter anderem direkte Virusnachweise beziehungsweise Antigentests oder später Antikörperuntersuchungen eingesetzt werden.
Andere tropische Infektionskrankheiten können ähnliche Beschwerden verursachen und müssen gegebenenfalls ausgeschlossen werden.
Behandlung
Eine spezifische antivirale Standardtherapie gegen Dengue steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt vor allem unterstützend.
Besonders wichtig sind:
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ausreichende und kontrollierte Flüssigkeitszufuhr
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Überwachung des Kreislaufs
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Kontrolle des Blutbildes bei entsprechender Erkrankungsschwere
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Behandlung von Fieber und Schmerzen
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engmaschige Überwachung bei Warnzeichen
Bei schwerem Dengue kann eine stationäre Behandlung mit intravenöser Flüssigkeitstherapie und intensiver Überwachung erforderlich sein.
Vorsicht bei Schmerzmitteln
Bei Verdacht auf Dengue sollten Acetylsalicylsäure (ASS/Aspirin) und nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac ohne medizinische Anweisung vermieden werden, da sie das Blutungsrisiko erhöhen können.
Zur Fieber- und Schmerzbehandlung wird häufig Paracetamol verwendet, sofern keine individuellen Gegenanzeigen bestehen und die zulässige Dosierung eingehalten wird.
Schutz vor weiteren Mückenstichen
Erkrankte Personen sollten sich auch während der Erkrankung möglichst konsequent vor Mückenstichen schützen.
Eine Mücke kann das Virus von einer infizierten Person aufnehmen und anschließend weitere Menschen infizieren.
Geeignete Schutzmaßnahmen umfassen:
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wirksame Mückenrepellentien
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lange Kleidung
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Moskitonetze
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Fliegengitter
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Reduktion von offenen Wasseransammlungen als Brutstätten
Dengue nach einer Reise
Fieber nach einem Aufenthalt in einem tropischen oder subtropischen Gebiet sollte medizinisch abgeklärt werden.
Dabei muss neben Dengue je nach Reiseziel insbesondere auch an andere Erkrankungen wie Malaria gedacht werden. Malaria kann ebenfalls lebensbedrohlich verlaufen und muss bei entsprechender Reiseanamnese rasch ausgeschlossen werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen fieberhaften Erkrankungen und den damit verbundenen Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung der Dengue-Virusinfektion, Verhinderung eines schweren Dengue-Verlaufs oder Behandlung eines Dengue-Schocks durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Insbesondere die kritische Phase einer Dengue-Erkrankung kann sich rasch entwickeln. Eine notwendige medizinische Überwachung, Flüssigkeitstherapie oder stationäre Behandlung darf daher nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei Verdacht auf Dengue sollte insbesondere bei starken Bauchschmerzen, wiederholtem Erbrechen, Blutungen, Atemnot, Kreislaufproblemen, ausgeprägter Schwäche, Verwirrtheit oder einer deutlichen Verschlechterung nach Abfall des Fiebers sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bei Fieber nach einer Tropenreise sollte außerdem eine mögliche Malaria oder andere behandlungsbedürftige Infektionskrankheit ärztlich ausgeschlossen werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Eupatorium perf., Rhus tox., Belladonna, Hamamelis, Arnica
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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