Anämie, Thalassämie und aplastische Anämie "Unterstützung"
Dr. Banerji-Protokolle
Anämie, Thalassämie und aplastische Anämie
Eine Anämie (Blutarmut) liegt vor, wenn die Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin im Blut vermindert ist. Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und ist für den Transport von Sauerstoff zu den Organen und Geweben verantwortlich.
Eine Anämie kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise Eisen-, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, Blutverlust, chronische Erkrankungen, genetisch bedingte Veränderungen der roten Blutkörperchen sowie Erkrankungen des Knochenmarks.
Welche Symptome kann eine Anämie verursachen?
Je nach Ursache und Schweregrad können auftreten:
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Müdigkeit und Erschöpfung
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verminderte körperliche Leistungsfähigkeit
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Blässe
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Schwindel und Kopfschmerzen
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Konzentrationsprobleme
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Kurzatmigkeit bei Belastung
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Herzklopfen oder beschleunigter Puls
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allgemeine Schwäche
Thalassämie – erbliche Störung der Hämoglobinbildung
Die Thalassämie ist eine Gruppe erblich bedingter Bluterkrankungen, bei denen die Bildung bestimmter Bestandteile des Hämoglobins gestört ist. Dadurch können die roten Blutkörperchen kleiner, instabiler und weniger funktionsfähig sein und schneller abgebaut werden.
Man unterscheidet insbesondere Alpha- und Beta-Thalassämien. Die Erkrankungen können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Leichte Formen verursachen teilweise kaum Beschwerden, während schwere Formen bereits im Kindesalter zu einer ausgeprägten Anämie führen können.
Bei schweren Thalassämien können regelmäßige Bluttransfusionen und weitere spezialisierte Behandlungen erforderlich sein.
Aplastische Anämie – Störung der Blutbildung im Knochenmark
Die aplastische Anämie ist eine seltene, aber schwere Erkrankung des Knochenmarks. Dabei werden nicht ausreichend neue Blutzellen gebildet.
Betroffen sind häufig nicht nur die roten Blutkörperchen, sondern auch weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Dadurch können neben den Beschwerden einer Anämie eine erhöhte Infektanfälligkeit und eine verstärkte Blutungsneigung auftreten.
Mögliche Ursachen sind unter anderem fehlgeleitete Immunreaktionen, bestimmte Medikamente oder Chemikalien, Strahlung und Virusinfektionen. In manchen Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen.
Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine Blutuntersuchung. Je nach Verdacht können weitere Laboruntersuchungen, genetische Untersuchungen oder eine Untersuchung des Knochenmarks erforderlich sein.
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache und kann von der Behandlung eines Nährstoffmangels bis zu Bluttransfusionen, speziellen Medikamenten oder bei bestimmten schweren Erkrankungen einer Stammzelltransplantation reichen.
Wichtiger Hinweis
Eine Anämie sollte nicht ohne Abklärung der Ursache behandelt werden. Anhaltende Müdigkeit, ausgeprägte Blässe, Atemnot, ungewöhnliche Blutungen oder eine deutlich verminderte Leistungsfähigkeit sollten ärztlich abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Natrum mur., Kalium mur., Vitex negundo, Belladonna, Natr. mur.
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