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Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) – weiße, pigmentlose Flecken der Haut "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) – weiße, pigmentlose Flecken der Haut

Die Vitiligo, auch Weißfleckenkrankheit genannt, ist eine chronische, nicht ansteckende Pigmentstörung der Haut. Charakteristisch sind deutlich abgegrenzte weiße beziehungsweise pigmentlose Hautflecken, die entstehen, weil die pigmentbildenden Zellen der Haut, die sogenannten Melanozyten, ihre Funktion verlieren beziehungsweise zerstört werden.

Vitiligo ist keine Pilzinfektion und nicht ansteckend. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, beginnt jedoch häufig bereits im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter.

Wie entsteht Vitiligo?

Vitiligo gilt überwiegend als Autoimmunerkrankung. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Melanozyten.

Die genaue Entstehung ist komplex. Neben autoimmunen Vorgängen können unter anderem eine genetische Veranlagung und weitere biologische Faktoren eine Rolle spielen.

Typische Symptome

Charakteristisch sind:

  • milchig-weiße bis vollständig pigmentlose Hautflecken

  • meist deutlich abgegrenzte Veränderungen

  • unterschiedliche Größe und Form

  • einzelne Flecken oder größere zusammenhängende Areale

  • langsame oder schubweise Ausbreitung

  • normalerweise keine Schmerzen

  • meist keine Schuppung

Die Hautoberfläche selbst bleibt gewöhnlich unverändert. Der auffälligste Unterschied zur umgebenden Haut besteht im Verlust der Pigmentierung.

Wo tritt Vitiligo häufig auf?

Weiße Flecken können grundsätzlich überall am Körper auftreten.

Besonders häufig betroffen sind:

  • Gesicht

  • Bereich um Mund und Augen

  • Hände und Finger

  • Handgelenke

  • Ellenbogen

  • Knie

  • Füße

  • Achselhöhlen

  • Genitalbereich

Häufig entstehen Veränderungen symmetrisch auf beiden Körperseiten.

Weiße Haare

Sind auch die Melanozyten der Haarfollikel betroffen, können Haare innerhalb eines Vitiligo-Areals weiß beziehungsweise pigmentlos werden.

Dies kann beispielsweise Kopfhaar, Augenbrauen, Wimpern oder Körperbehaarung betreffen.

Formen der Vitiligo

Die häufigste Form ist die nicht-segmentale Vitiligo. Dabei treten häufig symmetrische Veränderungen auf mehreren Körperregionen auf.

Bei der segmentalen Vitiligo sind die Veränderungen meist auf einen bestimmten Körperbereich beziehungsweise eine Körperseite begrenzt. Diese Form beginnt häufig in jüngerem Lebensalter.

Vitiligo und Autoimmunerkrankungen

Menschen mit Vitiligo haben ein erhöhtes Risiko für bestimmte andere Autoimmunerkrankungen.

Besonders relevant sind Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse. Je nach Beschwerden, persönlicher Vorgeschichte und Ausprägung der Vitiligo kann daher eine entsprechende medizinische Abklärung sinnvoll sein.

Sonne und Vitiligo

Melanin schützt die Haut teilweise vor UV-Strahlung. In den weißen Vitiligo-Arealen fehlt dieser natürliche Pigmentschutz.

Die betroffenen Stellen können deshalb besonders empfindlich auf Sonne reagieren und schneller einen Sonnenbrand entwickeln.

Ein konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist daher wichtig.

Verletzungen als möglicher Auslöser neuer Flecken

Bei manchen Betroffenen können neue Vitiligo-Flecken an Stellen entstehen, an denen die Haut verletzt oder wiederholt mechanisch gereizt wurde.

Dieses Phänomen wird als Köbner-Phänomen bezeichnet.

Diagnose

Die Diagnose kann häufig anhand des charakteristischen Erscheinungsbildes gestellt werden.

Je nach Situation können zusätzlich eingesetzt werden:

  • dermatologische Untersuchung

  • Untersuchung mit Wood-Licht

  • Blutuntersuchungen bei Verdacht auf begleitende Autoimmunerkrankungen

  • selten eine Hautbiopsie bei unklaren Befunden

Nicht jeder weiße Fleck ist Vitiligo

Helle beziehungsweise weiße Hautstellen können auch andere Ursachen haben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Pityriasis versicolor

  • postinflammatorische Hypopigmentierung

  • bestimmte Ekzeme

  • Narben

  • andere Pigmentstörungen

Bei Vitiligo sind die betroffenen Bereiche typischerweise deutlich depigmentiert und nicht schuppend.

Behandlung

Der Verlauf der Vitiligo ist individuell unterschiedlich. Bei manchen Menschen bleiben einzelne Flecken über lange Zeit stabil, während sich die Erkrankung bei anderen weiter ausbreitet.

Ziel einer Behandlung kann sein, die Krankheitsaktivität zu reduzieren und eine Repigmentierung zu fördern.

Je nach Alter, Lokalisation und Ausdehnung können unter dermatologischer Betreuung beispielsweise eingesetzt werden:

  • topische Kortikosteroide

  • Calcineurin-Inhibitoren

  • Phototherapie, insbesondere Schmalband-UVB

  • gezielte topische Immuntherapien wie JAK-Inhibitoren bei geeigneten Patienten

  • weitere dermatologische Verfahren in ausgewählten Fällen

Eine vollständige und dauerhafte Repigmentierung kann nicht bei jedem Patienten erreicht werden.

Kosmetische Möglichkeiten

Wenn die weißen Flecken kosmetisch störend sind, können zusätzlich eingesetzt werden:

  • Camouflage-Produkte

  • spezielle Abdeckkosmetik

  • Selbstbräuner zur Verringerung des Farbunterschieds

Diese Maßnahmen verändern die Erkrankung selbst nicht, können den Farbkontrast jedoch reduzieren.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Vitiligo und unterschiedlichen Pigmentstörungen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Repigmentierung der Haut oder Wiederherstellung zerstörter beziehungsweise funktionsgestörter Melanozyten durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Eine notwendige dermatologische Diagnostik oder Behandlung sollte deshalb nicht ersetzt oder verzögert werden. Dies gilt insbesondere bei neu auftretender oder rasch fortschreitender Vitiligo.

Wichtiger Hinweis

Neu auftretende oder sich rasch ausbreitende weiße Hautflecken sollten dermatologisch untersucht werden, um Vitiligo von anderen Pigmentstörungen und Hauterkrankungen abzugrenzen.

Da Vitiligo mit anderen Autoimmunerkrankungen, insbesondere Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, verbunden sein kann, kann abhängig von Beschwerden und individuellem Risiko eine entsprechende ärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Arsenicum album, Mezereum, Sulphur

GRÖßE:30ml
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