Immunthrombozytopenie (ITP, früher idiopathische thrombozytopenische Purpura) – Mangel an Blutplättchen mit erhöhter Blutungsneigung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Immunthrombozytopenie (ITP, früher idiopathische thrombozytopenische Purpura) – Mangel an Blutplättchen mit erhöhter Blutungsneigung
Die Immunthrombozytopenie (ITP), früher als idiopathische thrombozytopenische Purpura bezeichnet, ist eine erworbene Erkrankung, bei der die Zahl der Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut vermindert ist.
Thrombozyten sind wesentlich für die Blutstillung. Bei einer ausgeprägten Thrombozytopenie kann deshalb die Blutungsneigung erhöht sein.
Heute wird überwiegend der Begriff Immunthrombozytopenie verwendet, da bekannt ist, dass bei der Erkrankung immunologische Mechanismen eine zentrale Rolle spielen.
Was geschieht bei einer ITP?
Bei der ITP richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Thrombozyten beziehungsweise Strukturen, die an ihrer Bildung beteiligt sind.
Dadurch kann es zu:
-
beschleunigtem Abbau der Thrombozyten
-
verminderter Thrombozytenproduktion im Knochenmark
-
insgesamt deutlich reduzierter Thrombozytenzahl
kommen.
Der Abbau erfolgt unter anderem in der Milz und anderen Bereichen des mononukleär-phagozytären Systems.
Typische Symptome
Die Beschwerden hängen unter anderem von der Thrombozytenzahl und individuellen Blutungsneigung ab.
Möglich sind:
-
kleine punktförmige Hautblutungen (Petechien)
-
größere Hautblutungen (Purpura)
-
ungewöhnlich viele blaue Flecken
-
Nasenbluten
-
Zahnfleischbluten
-
verlängerte Blutungen nach kleinen Verletzungen
-
verstärkte Menstruationsblutungen
-
Blutungen der Schleimhäute
Manche Menschen haben trotz deutlich erniedrigter Thrombozytenzahl nur geringe oder überhaupt keine Beschwerden.
Petechien und Purpura
Petechien sind kleine, punktförmige Einblutungen in die Haut. Sie lassen sich durch Druck typischerweise nicht wegdrücken.
Größere flächige Hautblutungen werden als Purpura beziehungsweise Ekchymosen bezeichnet.
Solche Veränderungen können bei ITP auftreten, sind jedoch nicht spezifisch für diese Erkrankung. Auch andere Gerinnungsstörungen, Infektionen, Medikamente oder hämatologische Erkrankungen können ähnliche Hautveränderungen verursachen.
Akute und chronische ITP
Bei Kindern tritt eine ITP nicht selten nach einer Infektion auf und kann sich innerhalb einiger Monate spontan zurückbilden.
Bei Erwachsenen ist ein länger anhaltender beziehungsweise chronischer Verlauf häufiger.
Je nach Dauer wird zwischen neu diagnostizierter, persistierender und chronischer ITP unterschieden.
Primäre und sekundäre ITP
Bei einer primären ITP besteht keine andere eindeutig zugrunde liegende Erkrankung.
Eine sekundäre Immunthrombozytopenie kann im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen oder Faktoren auftreten, beispielsweise:
-
Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes
-
bestimmten Virusinfektionen
-
HIV
-
Hepatitis C
-
bestimmten lymphatischen beziehungsweise hämatologischen Erkrankungen
-
einigen Arzneimitteln
Deshalb gehört zur Diagnostik auch die Suche nach möglichen sekundären Ursachen.
Thrombozytopenie bedeutet nicht automatisch ITP
Eine erniedrigte Thrombozytenzahl kann zahlreiche andere Ursachen haben.
Dazu gehören unter anderem:
-
Arzneimittel
-
schwere Infektionen
-
Lebererkrankungen
-
vergrößerte Milz
-
Knochenmarkerkrankungen
-
Vitaminmangelzustände
-
thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP)
-
disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
-
Schwangerschaftsassoziierte Thrombozytopenien
Diese Erkrankungen können teilweise eine völlig andere und dringliche Behandlung benötigen.
Diagnose
Die Diagnose einer ITP ist im Wesentlichen eine Ausschlussdiagnose.
Zur Abklärung können gehören:
-
vollständiges Blutbild
-
wiederholte Bestimmung der Thrombozyten
-
Untersuchung des Blutausstrichs
-
Gerinnungsparameter
-
Leber- und Nierenwerte
-
Untersuchung auf bestimmte Infektionen
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Abklärung möglicher Autoimmunerkrankungen
-
Überprüfung der eingenommenen Medikamente
In ausgewählten Fällen können weitere hämatologische Untersuchungen einschließlich einer Knochenmarkuntersuchung erforderlich sein.
Pseudothrombozytopenie
Bei einer unerwartet niedrigen Thrombozytenzahl sollte auch eine sogenannte Pseudothrombozytopenie ausgeschlossen werden.
Dabei verklumpen Thrombozyten in der Blutprobe, sodass das Laborgerät fälschlicherweise eine zu niedrige Thrombozytenzahl anzeigt.
Behandlung
Nicht jeder Patient mit ITP benötigt sofort eine medikamentöse Therapie.
Die Entscheidung hängt nicht ausschließlich von einem einzelnen Thrombozytenwert ab, sondern insbesondere von:
-
Blutungszeichen
-
Höhe der Thrombozytenzahl
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Alter
-
Begleiterkrankungen
-
Medikamenteneinnahme
-
individuellen Blutungsrisiken
-
geplanten Operationen oder Eingriffen
Bei geringer Blutungsneigung kann in bestimmten Situationen eine kontrollierte Beobachtung ausreichend sein.
Kortikosteroide und Immunglobuline
Wenn eine Behandlung erforderlich ist, können insbesondere Kortikosteroide eingesetzt werden.
Bei stärkerer Blutungsgefahr oder wenn ein schneller Anstieg der Thrombozyten erforderlich ist, können intravenöse Immunglobuline (IVIG) eingesetzt werden.
Die Wirkung kann rasch einsetzen, ist jedoch häufig zeitlich begrenzt.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Bei persistierender oder chronischer ITP stehen weitere Therapien zur Verfügung, beispielsweise:
-
Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten
-
Rituximab
-
weitere immunmodulierende beziehungsweise immunsuppressive Therapien
-
in ausgewählten Fällen Splenektomie
Die Wahl richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf und dem Nutzen-Risiko-Profil.
Thrombozytentransfusion
Eine Thrombozytentransfusion wird bei ITP nicht routinemäßig allein aufgrund einer niedrigen Thrombozytenzahl durchgeführt.
Bei lebensbedrohlichen oder schweren akuten Blutungen können Thrombozyten jedoch zusammen mit weiteren spezifischen Maßnahmen erforderlich sein.
Medikamente und Blutungsrisiko
Bei ausgeprägter Thrombozytopenie können Arzneimittel, die die Thrombozytenfunktion oder Blutgerinnung beeinflussen, das Blutungsrisiko zusätzlich erhöhen.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Acetylsalicylsäure (ASS)
-
bestimmte nichtsteroidale Antirheumatika
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Antikoagulanzien
Ob solche Medikamente abgesetzt, vermieden oder weitergeführt werden sollen, muss individuell medizinisch entschieden werden. Verordnete Gerinnungshemmer sollten nicht eigenständig abgesetzt werden.
Gefahr schwerer Blutungen
Die meisten ITP-Patienten entwickeln keine lebensbedrohlichen Blutungen. Bei sehr ausgeprägter Thrombozytopenie steigt jedoch das Risiko.
Besonders gefürchtet sind:
-
schwere Magen-Darm-Blutungen
-
ausgeprägte Schleimhautblutungen
-
intrakranielle Blutungen
Eine Hirnblutung ist selten, stellt aber eine lebensbedrohliche Komplikation dar.
ITP in der Schwangerschaft
Eine Immunthrombozytopenie kann auch während einer Schwangerschaft bestehen oder erstmals diagnostiziert werden.
Sie muss von anderen Ursachen einer Thrombozytopenie in der Schwangerschaft unterschieden werden.
Die Betreuung erfolgt abhängig vom Schweregrad in enger Zusammenarbeit zwischen Geburtshilfe und Hämatologie.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Blutungsneigung, Purpura und unterschiedlichen hämatologischen Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Normalisierung der Thrombozytenzahl, Behandlung der zugrunde liegenden Immunthrombozytopenie oder Verhinderung schwerer Blutungen durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eine notwendige hämatologische Überwachung sowie eine Behandlung mit Kortikosteroiden, Immunglobulinen oder anderen spezifischen Therapien darf nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei starken oder nicht stillbaren Blutungen, Blut im Erbrochenen oder Stuhl, ausgeprägten Schleimhautblutungen, plötzlich sehr starken Kopfschmerzen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, Bewusstseinsveränderungen oder nach einer relevanten Kopfverletzung bei ausgeprägter Thrombozytopenie ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Eine neu festgestellte deutliche Thrombozytopenie sollte grundsätzlich medizinisch beziehungsweise hämatologisch abgeklärt werden, da neben einer ITP auch andere behandlungsbedürftige Ursachen infrage kommen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hamamelis virg., Arnica montana, Kalium mur., Ferrum phosph., Crotalus horridus, Medorrhinum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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