Urtikaria (Nesselsucht) – allergischer oder nicht-allergischer Hautausschlag mit starkem Juckreiz "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Urtikaria (Nesselsucht) – allergischer oder nicht-allergischer Hautausschlag mit starkem Juckreiz
Die Urtikaria, umgangssprachlich Nesselsucht, ist eine Hauterkrankung, bei der plötzlich stark juckende Quaddeln und teilweise tiefere Schwellungen der Haut auftreten. Das Erscheinungsbild erinnert häufig an den Hautkontakt mit Brennnesseln.
Urtikaria kann durch eine allergische Reaktion ausgelöst werden, sehr häufig liegen jedoch nicht-allergische Mechanismen zugrunde. Eine Nesselsucht bedeutet daher nicht automatisch, dass eine Allergie besteht.
Typische Symptome
Charakteristisch sind:
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plötzlich auftretende Quaddeln
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starker Juckreiz
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gerötete oder hautfarbene Erhebungen
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unterschiedlich große Hautveränderungen
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Zusammenfließen einzelner Quaddeln zu größeren Flächen
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rascher Wechsel der betroffenen Körperstellen
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vollständiges Verschwinden einzelner Quaddeln meist innerhalb von 24 Stunden
Typisch ist, dass eine Quaddel an einer Stelle verschwindet und gleichzeitig an einer anderen Körperstelle neu auftreten kann.
Wie entstehen die Quaddeln?
Eine wichtige Rolle spielen die Mastzellen der Haut. Werden diese aktiviert, setzen sie unter anderem Histamin frei.
Histamin führt zu einer Erweiterung und erhöhten Durchlässigkeit kleiner Blutgefäße. Dadurch tritt Flüssigkeit in das Gewebe aus und es entstehen die typischen Quaddeln und der intensive Juckreiz.
Akute Urtikaria
Von einer akuten Urtikaria spricht man, wenn die Beschwerden insgesamt weniger als sechs Wochen bestehen.
Mögliche Auslöser sind:
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Infektionen
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Nahrungsmittel
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Medikamente
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Insektenstiche
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allergische Reaktionen
Insbesondere bei Kindern können Infektionen ein häufiger Auslöser einer akuten Nesselsucht sein.
Chronische Urtikaria
Bestehen die Beschwerden länger als sechs Wochen, spricht man von einer chronischen Urtikaria.
Dabei wird unter anderem zwischen einer chronischen spontanen Urtikaria und verschiedenen induzierbaren Formen unterschieden.
Bei der chronischen spontanen Urtikaria lässt sich häufig kein einzelner äußerer Allergieauslöser feststellen. Autoimmune Mechanismen können bei einem Teil der Betroffenen eine Rolle spielen.
Allergische Urtikaria
Eine echte allergische Urtikaria kann beispielsweise auftreten nach Kontakt mit:
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bestimmten Nahrungsmitteln
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Arzneimitteln
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Insektengiften
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Latex
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anderen individuellen Allergenen
Bei einer echten Soforttyp-Allergie können die Beschwerden bereits innerhalb kurzer Zeit nach dem Kontakt auftreten.
Nicht-allergische Auslöser
Quaddeln können auch ohne klassische Allergie entstehen.
Mögliche Auslöser beziehungsweise Verstärker sind:
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Wärme
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Kälte
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Druck
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Reibung
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körperliche Anstrengung
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Schwitzen
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Sonnenlicht
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Wasser
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Stress
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Infektionen
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bestimmte Medikamente
Eine sorgfältige Unterscheidung ist wichtig, damit nicht unnötig zahlreiche Lebensmittel oder andere vermeintliche Allergene gemieden werden.
Angioödem – tiefere Schwellungen
Bei Urtikaria können zusätzlich sogenannte Angioödeme auftreten. Dabei handelt es sich um tiefere Schwellungen der Haut beziehungsweise Schleimhäute.
Häufig betroffen sind:
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Lippen
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Augenlider
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Gesicht
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Hände
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Füße
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Genitalbereich
Angioödeme können mehrere Stunden bis Tage bestehen.
Urtikaria und Anaphylaxie
Treten Quaddeln im Rahmen einer schweren allergischen Reaktion gemeinsam mit anderen Symptomen auf, kann eine Anaphylaxie vorliegen.
Warnzeichen sind beispielsweise:
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Schwellung von Zunge oder Rachen
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Atemnot
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pfeifende Atmung
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Heiserkeit
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Schluckbeschwerden
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Schwindel
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Kreislaufabfall
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Bewusstseinsstörungen
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plötzlich auftretende starke Magen-Darm-Beschwerden zusammen mit weiteren allergischen Symptomen
Eine Anaphylaxie ist ein medizinischer Notfall.
Diagnose
Bei einer akuten, kurz dauernden Urtikaria ist häufig keine umfangreiche Allergiediagnostik erforderlich.
Bei wiederkehrenden oder chronischen Beschwerden können je nach Vorgeschichte sinnvoll sein:
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genaue Anamnese
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Dokumentation möglicher Auslöser
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Medikamentenanamnese
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körperliche Untersuchung
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gezielte Blutuntersuchungen
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Allergietests bei konkretem Allergieverdacht
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Provokationstests bei bestimmten induzierbaren Urtikariaformen
Eine wahllose umfangreiche Allergietestung ohne entsprechenden Verdacht ist häufig nicht zielführend.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Dauer und Schweregrad.
Eine zentrale Rolle spielen H1-Antihistaminika der zweiten Generation, die die Wirkung von Histamin reduzieren und dadurch Quaddeln und Juckreiz lindern können.
Bei chronischer Urtikaria kann die Behandlung nach ärztlicher Beurteilung stufenweise angepasst werden. Bei unzureichendem Ansprechen stehen weitere gezielte Therapien zur Verfügung.
Systemische Kortikosteroide sind wegen ihrer Nebenwirkungen nicht für eine langfristige Dauerbehandlung einer chronischen Urtikaria vorgesehen.
Juckreiz lindern
Zusätzlich können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
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bekannte individuelle Auslöser vermeiden
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Haut nicht stark aufkratzen
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Überwärmung vermeiden, wenn Wärme die Beschwerden verstärkt
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milde Hautpflege verwenden
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lockere Kleidung tragen
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mögliche Auslöser und Beschwerden dokumentieren
Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen
Nicht jeder juckende Hautausschlag ist eine Urtikaria.
Ähnliche Beschwerden können unter anderem auftreten bei:
-
allergischer Kontaktdermatitis
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atopischer Dermatitis
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Insektenstichen
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Skabies
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Arzneimittelreaktionen
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bestimmten Autoimmunerkrankungen
Bleibt eine einzelne Hautveränderung länger als 24 Stunden an derselben Stelle, ist schmerzhaft statt juckend oder hinterlässt Blutergüsse beziehungsweise Pigmentierungen, sollte auch an andere Erkrankungen wie eine urtikarielle Vaskulitis gedacht werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Urtikaria, Juckreiz und unterschiedlichen allergieähnlichen Hautbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung beziehungsweise Verhinderung von Urtikaria oder schweren allergischen Reaktionen durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Insbesondere bei einer bekannten schweren Allergie oder Anaphylaxiegefahr dürfen ärztlich verordnete Notfallmedikamente und notwendige medizinische Behandlungen nicht durch homöopathische Mittel ersetzt werden.
Wichtiger Hinweis
Bei Atemnot, Schwellung von Zunge oder Rachen, ausgeprägten Schluckbeschwerden, Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder anderen Zeichen einer Anaphylaxie muss sofort medizinische Notfallhilfe in Anspruch genommen werden.
Eine wiederkehrende oder länger als sechs Wochen bestehende Urtikaria sollte ärztlich beziehungsweise dermatologisch oder allergologisch abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Bovista, Antimonium crudum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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