Seborrhoische Dermatitis (seborrhoisches Ekzem) – entzündliche, schuppende Hauterkrankung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Seborrhoische Dermatitis (seborrhoisches Ekzem) – entzündliche, schuppende Hauterkrankung
Die seborrhoische Dermatitis, auch seborrhoisches Ekzem genannt, ist eine häufige, meist chronisch oder wiederkehrend verlaufende entzündliche Hauterkrankung. Typisch sind gerötete, schuppende und teilweise juckende Hautstellen, insbesondere in Bereichen mit vielen Talgdrüsen.
Besonders häufig betroffen sind die Kopfhaut, das Gesicht, die Augenbrauen, die Nasenfalten und der Bereich hinter den Ohren.
Die Erkrankung ist nicht ansteckend und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Typische Symptome
Eine seborrhoische Dermatitis kann sich zeigen durch:
-
weißliche bis gelbliche Schuppen
-
teilweise fettig wirkende Schuppen
-
gerötete und entzündete Haut
-
Juckreiz
-
Brennen oder Spannungsgefühl
-
wiederkehrende Schübe
-
stärkere Schuppenbildung der Kopfhaut
Bei manchen Menschen stehen trockene, feine Schuppen im Vordergrund, bei anderen eher gelbliche, fettige und fest anhaftende Schuppen.
Wo tritt die seborrhoische Dermatitis auf?
Typische Körperstellen sind:
-
behaarte Kopfhaut
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Haaransatz
-
Augenbrauen
-
zwischen den Augenbrauen
-
Nasenflügel und Nasolabialfalten
-
Bartbereich
-
hinter den Ohren
-
äußerer Gehörgang
-
Brustbeinregion
-
oberer Rücken
Die Erkrankung bevorzugt Hautregionen mit einer hohen Dichte an Talgdrüsen.
Welche Rolle spielen Malassezia-Hefepilze?
Bei der Entstehung spielen unter anderem Malassezia-Hefepilze eine Rolle. Diese Mikroorganismen gehören grundsätzlich zur normalen Hautflora.
Bei Menschen mit seborrhoischer Dermatitis reagiert die Haut offenbar verstärkt auf Malassezia und deren Stoffwechselprodukte. Zusammen mit Talgproduktion, Hautbarriere und individueller Entzündungsneigung kann dies die typischen Hautveränderungen begünstigen.
Die seborrhoische Dermatitis ist daher keine klassische ansteckende Pilzinfektion, obwohl antimykotische Wirkstoffe einen wichtigen Bestandteil der Behandlung darstellen können.
Mögliche Auslöser und verstärkende Faktoren
Schübe können unter anderem begünstigt werden durch:
-
Stress
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kalte Jahreszeit
-
trockene Heizungsluft
-
erhöhte Talgproduktion
-
hormonelle Faktoren
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Schlafmangel
-
bestimmte neurologische Erkrankungen
-
eingeschränkte Immunabwehr
Viele Betroffene erleben im Winter stärkere Beschwerden und im Sommer eine Besserung.
Seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut
An der Kopfhaut kann die Erkrankung von leichter Schuppenbildung bis zu ausgeprägten entzündlichen Veränderungen reichen.
Typisch sind:
-
starke Schuppenbildung
-
fettige oder trockene Schuppen
-
gerötete Kopfhaut
-
Juckreiz
-
Krustenbildung bei stärkerer Entzündung
Durch starkes Kratzen kann die Haut zusätzlich verletzt werden und sich sekundär bakteriell entzünden.
Seborrhoische Dermatitis im Gesicht
Im Gesicht treten die Veränderungen besonders häufig an den Augenbrauen, Nasenflügeln, Nasolabialfalten, am Haaransatz und im Bartbereich auf.
Typisch sind rötliche Hautstellen mit feiner bis gelblicher Schuppung.
Kopfgneis bei Säuglingen
Eine besondere Form kann bereits im Säuglingsalter auftreten. Dabei entstehen vor allem auf der Kopfhaut gelbliche, fettige und fest haftende Schuppen beziehungsweise Krusten.
Diese Form wird häufig als Kopfgneis bezeichnet und ist in vielen Fällen harmlos und vorübergehend.
Sie sollte vom stärker entzündlichen beziehungsweise juckenden atopischen Ekzem unterschieden werden.
Abgrenzung zur Psoriasis
Eine seborrhoische Dermatitis kann einer Psoriasis (Schuppenflechte) ähneln.
Bei Psoriasis sind die Hautveränderungen häufig:
-
stärker begrenzt
-
deutlicher verdickt
-
mit ausgeprägter silbrig-weißer Schuppung versehen
Es gibt jedoch auch Misch- beziehungsweise Übergangsformen, die als Sebopsoriasis bezeichnet werden.
Weitere mögliche Verwechslungen
Ähnliche Beschwerden können auftreten bei:
-
atopischer Dermatitis
-
Kontaktdermatitis
-
Psoriasis
-
Rosazea
-
Pilzinfektionen der Haut
-
allergischen Hautreaktionen
Bei unklaren oder ungewöhnlich ausgeprägten Veränderungen ist eine dermatologische Untersuchung sinnvoll.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt meistens anhand des charakteristischen Erscheinungsbildes und der typischen Lokalisation.
Bei unklaren Befunden können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein, um beispielsweise Psoriasis oder eine andere Pilzerkrankung auszuschließen.
Behandlung
Die seborrhoische Dermatitis neigt zu Rückfällen. Ziel der Behandlung ist daher, Schuppen, Entzündung und Juckreiz zu reduzieren und neue Schübe möglichst zu verhindern.
Je nach Lokalisation und Ausprägung können eingesetzt werden:
-
antimykotische Shampoos
-
antimykotische Cremes
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entzündungshemmende Präparate
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kurzfristig topische Kortikosteroide
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andere entzündungshemmende Wirkstoffe
-
geeignete medizinische Hautpflege
Häufig eingesetzte antimykotische Wirkstoffe richten sich gegen Malassezia-Hefepilze.
Bei wiederkehrenden Beschwerden kann nach erfolgreicher Akutbehandlung eine intermittierende Erhaltungstherapie sinnvoll sein.
Haut- und Kopfhautpflege
Unterstützend können sinnvoll sein:
-
milde Reinigung
-
reizende oder stark entfettende Produkte vermeiden
-
Schuppen nicht gewaltsam abkratzen
-
Kopfhaut regelmäßig, aber schonend reinigen
-
geeignete medizinische Anti-Schuppen-Shampoos verwenden
-
individuelle Auslöser möglichst reduzieren
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei schuppenden, entzündlichen und juckenden Hautbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung der seborrhoischen Dermatitis beziehungsweise eine gezielte Beeinflussung der beteiligten Malassezia-Hefepilze durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eine notwendige dermatologische oder antimykotische Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Eine ärztliche beziehungsweise dermatologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn die Hautveränderungen stark entzündet, schmerzhaft, nässend oder eitrig werden, sich ungewöhnlich stark ausbreiten oder trotz geeigneter Behandlung nicht bessern.
Eine neu auftretende, ungewöhnlich schwere oder therapieresistente seborrhoische Dermatitis kann insbesondere bei Erwachsenen Anlass sein, mögliche zugrunde liegende Erkrankungen oder eine eingeschränkte Immunabwehr medizinisch abzuklären.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Mezereum, Arsenicum album, Tuberculinum bac., Natrum sulphur, Graphites, Kalium sulphuricum, Psorinum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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