Traumatischer Schock (psychischer Schock, akute Belastungsreaktion) – unmittelbare Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes oder bedrohliches Ereignis "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Traumatischer Schock (psychischer Schock, akute Belastungsreaktion) – unmittelbare Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes oder bedrohliches Ereignis
Ein traumatischer beziehungsweise psychischer Schock kann unmittelbar nach einem außergewöhnlich belastenden, erschreckenden oder lebensbedrohlichen Ereignis auftreten. Der Organismus reagiert dabei auf eine Situation, die die normalen psychischen Bewältigungsmechanismen vorübergehend überfordern kann.
Auslöser können beispielsweise sein:
-
schwere Unfälle
-
körperliche oder sexuelle Gewalt
-
Überfälle
-
Naturkatastrophen
-
Kriegserlebnisse
-
plötzlicher Tod eines nahestehenden Menschen
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schwere medizinische Notfälle
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lebensbedrohliche Diagnosen
-
Beobachten eines schweren Unfalls oder Todesfalls
-
andere außergewöhnlich bedrohliche Ereignisse
Die Reaktion kann unmittelbar beginnen, aber sehr unterschiedlich aussehen. Manche Menschen sind stark erregt und panisch, andere wirken auffällig ruhig, erstarrt oder emotional wie „abgeschaltet“.
Vor der Wahl einer Behandlung beziehungsweise im Banerji-Konzept vor der Wahl der Mittel muss deshalb die individuelle Symptom-Signatur genau beachtet werden.
Psychischer Schock und medizinischer Schock unterscheiden
Der Begriff „Schock“ wird in zwei unterschiedlichen Bedeutungen verwendet.
Ein psychischer beziehungsweise traumatischer Schock beschreibt eine seelische Reaktion auf ein traumatisches Ereignis.
Ein medizinischer Kreislaufschock ist dagegen ein akut lebensbedrohlicher Zustand mit unzureichender Durchblutung und Sauerstoffversorgung lebenswichtiger Organe, beispielsweise nach:
-
starkem Blutverlust
-
schweren Verletzungen
-
schwerer allergischer Reaktion
-
Sepsis
-
schwerem Herzversagen
Ein medizinischer Schock ist ein Notfall und darf keinesfalls homöopathisch behandelt oder abgewartet werden.
Unterschiedliche Reaktionen nach einem Trauma
Die unmittelbare Reaktion auf ein traumatisches Ereignis kann sehr unterschiedlich sein.
Möglich sind:
-
Angst
-
Panik
-
Zittern
-
Herzklopfen
-
Schweißausbruch
-
schnelle Atmung
-
innere Unruhe
-
Weinen
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Schreien
-
motorische Unruhe
-
Gefühl völliger Hilflosigkeit
-
Erstarrung
-
emotionale Taubheit
-
Teilnahmslosigkeit
-
Verwirrtheit
-
Desorientierung
-
Erinnerungslücken
-
Gefühl der Unwirklichkeit
Diese unterschiedlichen Reaktionen dürfen nicht automatisch als dasselbe Beschwerdebild betrachtet werden.
Schock mit Angst und Panik
Bei manchen Menschen steht unmittelbar nach dem Ereignis eine starke Übererregung im Vordergrund.
Möglich sind:
-
Todesangst
-
Herzrasen
-
Zittern
-
Schweißausbruch
-
Atemnotgefühl
-
Unruhe
-
Panik
-
starkes Bedürfnis nach Sicherheit
-
wiederholtes Erzählen des Ereignisses
-
Angst, dass das Ereignis erneut passiert
Hier steht eine andere Symptom-Signatur im Vordergrund als bei einem Menschen, der nach dem Trauma vollkommen still und emotional abgeschaltet erscheint.
Schock mit Erstarrung und emotionaler Taubheit
Andere Betroffene reagieren mit einer sogenannten Freeze-Reaktion.
Möglich sind:
-
auffällige Ruhe
-
Bewegungslosigkeit
-
wenig Sprache
-
emotionaler Rückzug
-
Gefühl innerer Leere
-
fehlende emotionale Reaktion
-
Gefühl, „wie betäubt“ zu sein
-
eingeschränkte Wahrnehmung der Umgebung
Eine äußerlich ruhige Person ist deshalb nicht zwangsläufig psychisch unbelastet.
Dissoziative Symptome
Nach schweren traumatischen Ereignissen können dissoziative Symptome auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Gefühl, neben sich zu stehen
-
Gefühl, den eigenen Körper nicht richtig wahrzunehmen
-
Umgebung erscheint unwirklich
-
Gefühl, das Ereignis wie einen Film zu beobachten
-
Erinnerungslücken
-
eingeschränktes Zeitgefühl
Diese Symptome können Teil einer akuten Belastungsreaktion sein, sollten bei starker oder länger anhaltender Ausprägung jedoch fachlich abgeklärt werden.
Schlafstörungen nach einem Trauma
Nach einem traumatischen Ereignis können auftreten:
-
Einschlafstörungen
-
häufiges Erwachen
-
Albträume
-
plötzliches Hochschrecken
-
Angst vor dem Einschlafen
-
wiederkehrende Erinnerungen beim Zubettgehen
Schlafmangel kann Angst, Reizbarkeit und emotionale Instabilität zusätzlich verstärken.
Wiedererleben des Ereignisses
Traumatische Erinnerungen können sich ungewollt aufdrängen.
Möglich sind:
-
intensive Erinnerungsbilder
-
Flashbacks
-
Albträume
-
körperliche Reaktionen bei Erinnerungen
-
starke Angst bei bestimmten Geräuschen, Gerüchen oder Orten
Bestimmte Reize können das Gefühl auslösen, die Gefahr sei erneut unmittelbar vorhanden.
Vermeidungsverhalten
Nach einem Trauma können Betroffene versuchen, alles zu vermeiden, was an das Ereignis erinnert.
Dazu können gehören:
-
bestimmte Orte
-
bestimmte Menschen
-
Gespräche über das Ereignis
-
Autofahren nach einem Verkehrsunfall
-
Nachrichten oder Bilder
-
bestimmte Geräusche oder Gerüche
Kurzfristige Schutzreaktionen sind nach einem Trauma nicht ungewöhnlich. Anhaltende starke Vermeidung kann jedoch die Verarbeitung des Erlebten erschweren.
Akute Belastungsreaktion und posttraumatische Belastungsstörung
Nicht jede unmittelbare Schockreaktion entwickelt sich zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
Viele akute Reaktionen lassen innerhalb von Tagen oder Wochen deutlich nach.
Bleiben jedoch Beschwerden wie:
-
Flashbacks
-
Albträume
-
starke Vermeidung
-
ständige Alarmbereitschaft
-
Schlafstörungen
-
emotionale Taubheit
-
Konzentrationsprobleme
-
starke Schreckhaftigkeit
über längere Zeit bestehen und beeinträchtigen den Alltag erheblich, sollte eine PTBS oder andere Traumafolgestörung fachlich abgeklärt werden.
Körperliche Verletzungen nicht übersehen
Nach einem Unfall oder Gewaltereignis darf eine psychische Schockreaktion nicht dazu führen, mögliche körperliche Verletzungen zu übersehen.
Besondere Vorsicht gilt bei:
-
Kopfverletzungen
-
Bewusstseinsverlust
-
Erinnerungslücken
-
starken Schmerzen
-
Blutungen
-
Atemnot
-
Brustschmerzen
-
neurologischen Ausfällen
-
zunehmender Schläfrigkeit
-
wiederholtem Erbrechen
Verwirrtheit nach einem Unfall kann beispielsweise sowohl psychisch als auch durch eine Schädel-Hirn-Verletzung verursacht sein.
Individuelle Symptom-Signatur beachten
Vor der Wahl der Mittel muss bei traumatischem Schock besonders sorgfältig festgestellt werden, welche Symptom-Signatur aktuell vorherrscht.
Zu unterscheiden sind beispielsweise:
-
Schock mit Panik und Todesangst
-
Schock mit Zittern und starker körperlicher Unruhe
-
Schock mit Erstarrung
-
Schock mit emotionaler Taubheit
-
Schock mit Verwirrtheit
-
Schock mit Desorientierung
-
Schock mit dissoziativen Symptomen
-
Schock mit unkontrollierbarem Weinen
-
Schock mit Schlaflosigkeit
-
Schock mit Albträumen
-
Schock mit wiederkehrenden Erinnerungen oder Flashbacks
Gegensätzliche Reaktionen wie starke Erregung und ausgeprägte Erstarrung stellen unterschiedliche Symptom-Signaturen dar und sollten nicht ohne genaue Prüfung automatisch miteinander behandelt werden.
Unterstützung unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis
In der ersten Phase können hilfreich sein:
-
Herstellung körperlicher Sicherheit
-
medizinische Versorgung möglicher Verletzungen
-
ruhige und geschützte Umgebung
-
Kontakt zu vertrauten Personen
-
praktische Unterstützung
-
ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, sofern medizinisch möglich
-
Schlaf und Erholung
Betroffene sollten nicht dazu gedrängt werden, unmittelbar nach dem Ereignis sämtliche Einzelheiten ausführlich zu erzählen.
Weitere Behandlung
Bei länger anhaltenden Beschwerden können je nach Situation traumafokussierte psychotherapeutische Verfahren erforderlich sein.
Dazu gehören beispielsweise:
-
traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie
-
EMDR
-
andere evidenzbasierte traumatherapeutische Verfahren
-
Behandlung begleitender Depression oder Angst
-
Behandlung ausgeprägter Schlafstörungen
Die Therapie richtet sich nach Art und Dauer der Beschwerden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Beschwerden nach traumatischen Ereignissen verschiedene festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
VORSICHT – vor der Wahl der Mittel die genaue Symptom-Signatur beachten
Bei traumatischem Schock darf die Auswahl der Mittel nicht allein aufgrund der Bezeichnung „Schock“ erfolgen. Vor der Wahl muss genau festgestellt werden, welche Reaktion aktuell vorherrscht.
Besonders zu unterscheiden sind:
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Panik und Todesangst
-
starke Unruhe und Erregung
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Zittern
-
Erstarrung und emotionale Taubheit
-
Verwirrtheit und Desorientierung
-
dissoziative Symptome
-
Schlaflosigkeit und Albträume
-
Flashbacks und wiederkehrende Erinnerungen
Je nach vorherrschender Symptom-Signatur können im Banerji-Konzept unterschiedliche Schemata beziehungsweise Mittel vorgesehen sein. Unterschiedliche oder gegensätzliche Symptom-Signaturen sollten nicht ohne vorherige Prüfung automatisch miteinander kombiniert werden.
Eine zuverlässige Behandlung einer akuten Belastungsreaktion oder posttraumatischen Belastungsstörung durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung darf dadurch nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Ein körperlicher Kreislaufschock ist ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall und darf nicht mit einem psychischen Schock verwechselt werden.
Nach einem Unfall oder schweren Trauma müssen insbesondere Bewusstseinsstörungen, starke Blutungen, Atemnot, Brustschmerzen, schwere Verletzungen, neurologische Ausfälle oder zunehmende Verwirrtheit sofort medizinisch abgeklärt werden.
Bei Suizidgedanken, akuter Selbstgefährdung, schwerer psychischer Dekompensation oder anhaltendem Verlust des Realitätsbezugs ist ebenfalls sofort professionelle beziehungsweise notfallmedizinische Hilfe erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Ignatia amara, Coffea cruda, Aconitum nap.
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Traumatischer Schock (psychischer Schock, akute Belastungsreaktion) – unmittelbare Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes oder bedrohliches Ereignis "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
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