Parotitis epidemica (Mumps, Ziegenpeter) – virale Infektion mit Entzündung der Ohrspeicheldrüsen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Parotitis epidemica (Mumps, Ziegenpeter) – virale Infektion mit Entzündung der Ohrspeicheldrüsen
Mumps, medizinisch Parotitis epidemica, ist eine ansteckende Virusinfektion, die durch das Mumpsvirus verursacht wird. Charakteristisch ist eine schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen (Glandula parotis), die ein- oder beidseitig auftreten kann.
Mumps betrifft nicht ausschließlich die Speicheldrüsen. Das Virus kann auch andere Organe und insbesondere das zentrale Nervensystem, die Hoden, Eierstöcke und Bauchspeicheldrüse betreffen.
Übertragung
Das Mumpsvirus wird hauptsächlich über infektiöse Atemwegssekrete und Speichel übertragen, beispielsweise durch:
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Tröpfchen und Aerosole
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engen persönlichen Kontakt
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Küssen
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gemeinsames Benutzen von Gegenständen mit Speichelkontakt
Infizierte Personen können das Virus bereits übertragen, bevor die typische Schwellung der Ohrspeicheldrüse deutlich sichtbar wird.
Typische Symptome
Die Erkrankung kann zunächst mit unspezifischen Beschwerden beginnen:
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Fieber
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Müdigkeit
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Kopfschmerzen
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Muskelschmerzen
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Appetitlosigkeit
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allgemeines Krankheitsgefühl
Anschließend kann sich die typische Parotitis entwickeln.
Entzündung der Ohrspeicheldrüse
Die Ohrspeicheldrüse befindet sich vor und unterhalb des Ohres.
Bei Mumps kann es zu folgenden Beschwerden kommen:
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schmerzhafter Schwellung vor und unter dem Ohr
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einseitiger oder beidseitiger Gesichtsschwellung
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Schmerzen beim Kauen
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Schmerzen beim Schlucken
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Schmerzen beim Öffnen des Mundes
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Druckgefühl im Bereich der Speicheldrüse
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Ohrenschmerzen
Die Schwellung kann das Gesicht charakteristisch verbreitern.
Nicht jede Mumpsinfektion verursacht jedoch eine ausgeprägte Speicheldrüsenschwellung. Manche Infektionen verlaufen mild oder weitgehend symptomlos.
Mumps-Orchitis – Hodenentzündung
Eine wichtige Komplikation bei männlichen Jugendlichen und erwachsenen Männern ist die Orchitis, also eine Entzündung des Hodens.
Mögliche Beschwerden sind:
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starke Hodenschmerzen
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Schwellung des Hodens
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Rötung
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Druckempfindlichkeit
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Fieber
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ausgeprägtes Krankheitsgefühl
Die Entzündung kann einen oder beide Hoden betreffen.
Nach einer schweren Orchitis kann es zu einer Verkleinerung des betroffenen Hodens kommen. Eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit ist möglich; eine dauerhafte vollständige Unfruchtbarkeit ist jedoch deutlich seltener.
Plötzlich auftretende starke Hodenschmerzen müssen immer rasch ärztlich untersucht werden, da insbesondere eine Hodentorsion ausgeschlossen werden muss.
Mumps bei Frauen
Bei Frauen kann Mumps in seltenen Fällen eine Entzündung der Eierstöcke (Oophoritis) verursachen.
Mögliche Beschwerden sind:
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Unterbauchschmerzen
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Fieber
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allgemeines Krankheitsgefühl
Auch eine Entzündung der Brustdrüse (Mastitis) kann im Zusammenhang mit Mumps auftreten.
Meningitis und Enzephalitis
Das Mumpsvirus kann das zentrale Nervensystem betreffen.
Möglich sind:
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aseptische beziehungsweise virale Meningitis
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Enzephalitis
Warnzeichen sind:
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starke Kopfschmerzen
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Nackensteifigkeit
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ausgeprägte Lichtempfindlichkeit
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Erbrechen
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Verwirrtheit
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Bewusstseinsstörungen
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Krampfanfälle
Bei solchen Symptomen ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Hörverlust
Eine seltene, aber wichtige Komplikation von Mumps ist eine Schädigung des Innenohrs mit Hörminderung beziehungsweise Hörverlust.
Ein plötzlich auftretender Hörverlust sollte deshalb umgehend ärztlich beziehungsweise HNO-ärztlich abgeklärt werden.
Bauchspeicheldrüsenentzündung
Mumps kann gelegentlich mit einer Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) einhergehen.
Mögliche Beschwerden sind:
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starke Oberbauchschmerzen
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Übelkeit
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Erbrechen
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Appetitlosigkeit
Nicht jede Parotitis ist Mumps
Eine Schwellung beziehungsweise Entzündung der Ohrspeicheldrüse kann zahlreiche andere Ursachen haben.
Dazu gehören:
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bakterielle Speicheldrüsenentzündung
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Speichelsteine
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andere Virusinfektionen
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Abszesse
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Autoimmunerkrankungen
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bestimmte Arzneimittel
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Tumorerkrankungen der Speicheldrüse
Eine Parotisschwellung bedeutet daher nicht automatisch, dass Mumps vorliegt.
Diagnose
Bei entsprechendem Verdacht können neben der klinischen Untersuchung gezielte Laboruntersuchungen durchgeführt werden.
Dazu gehören insbesondere molekularbiologische Verfahren zum Nachweis des Mumpsvirus. Je nach Erkrankungsstadium und Situation können ergänzend weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Behandlung
Eine spezifische antivirale Standardtherapie gegen Mumps steht nicht zur Verfügung.
Die Behandlung erfolgt hauptsächlich symptomatisch und kann umfassen:
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körperliche Schonung
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ausreichende Flüssigkeitszufuhr
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geeignete Schmerz- und Fiebermittel
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gegebenenfalls lokale Kühlung bei schmerzhafter Schwellung
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medizinische Überwachung bei Komplikationen
Bei Hodenentzündung, neurologischen Symptomen oder anderen schweren Komplikationen ist eine gezielte ärztliche Behandlung erforderlich.
Impfung gegen Mumps
Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist die Mumps-Impfung, die üblicherweise als kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) verabreicht wird.
Die Impfung reduziert das Risiko einer Mumpserkrankung und insbesondere schwerer Krankheitsverläufe und Komplikationen.
Da es sich bei der MMR-Impfung um einen Lebendimpfstoff handelt, wird sie während einer bestehenden Schwangerschaft nicht verabreicht.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Parotitis, Drüsenschwellungen und damit verbundenen Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Beseitigung des Mumpsvirus, Verkürzung der Infektion oder Verhinderung von Komplikationen wie Orchitis, Meningitis, Enzephalitis oder Hörverlust durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Homöopathische Mittel ersetzen insbesondere keinen Impfschutz. Bei schweren Beschwerden oder Komplikationen darf eine notwendige medizinische Behandlung nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Eine rasche ärztliche Abklärung ist erforderlich bei starken Hodenschmerzen oder Hodenschwellung, starken Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit, Bewusstseinsveränderungen, Krampfanfällen, plötzlich auftretender Hörminderung, starken Bauchschmerzen oder deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustandes.
Bei Verdacht auf Mumps sollte aufgrund der Ansteckungsgefahr vor einem Praxisbesuch möglichst eine telefonische Kontaktaufnahme erfolgen, damit geeignete Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden können.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Mercurius vivus, Belladonna, Pulsatilla, Hepar sulphur
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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