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Orale Leukoplakie – weißliche Schleimhautveränderung und mögliche Präkanzerose "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Orale Leukoplakie – weißliche Schleimhautveränderung und mögliche Präkanzerose

Die orale Leukoplakie ist eine überwiegend weiße, nicht abwischbare Veränderung der Mundschleimhaut, die nach Ausschluss anderer Erkrankungen als Leukoplakie diagnostiziert werden kann. Sie zählt zu den potenziell malignen Erkrankungen der Mundschleimhaut, da sich aus einem Teil dieser Veränderungen im Laufe der Zeit ein Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle entwickeln kann.

Eine Leukoplakie ist nicht automatisch Krebs. Aufgrund des möglichen Entartungsrisikos sollte sie jedoch fachärztlich beziehungsweise zahnärztlich untersucht und regelmäßig kontrolliert werden.

Wie sieht eine orale Leukoplakie aus?

Typisch sind weißliche oder weiß-graue Schleimhautveränderungen, die sich im Gegensatz zu manchen Pilzbelägen nicht einfach abwischen lassen.

Das Erscheinungsbild kann unterschiedlich sein:

  • gleichmäßig weiß und flach

  • verdickt oder verhärtet

  • rau oder gefurcht

  • knotig beziehungsweise unregelmäßig

  • weißlich mit roten Anteilen

  • vereinzelt mit kleinen oberflächlichen Defekten

Besonders Veränderungen mit roten Anteilen, unregelmäßiger Oberfläche, Knotenbildung oder Verhärtung müssen sorgfältig untersucht werden.

Wo tritt Leukoplakie auf?

Sie kann grundsätzlich an verschiedenen Stellen der Mundhöhle auftreten, beispielsweise:

  • Zunge

  • Zungenrand

  • Mundboden

  • Wangenschleimhaut

  • Zahnfleisch

  • Gaumen

  • Lippeninnenseite

Bestimmte Lokalisationen, insbesondere Zungenrand und Mundboden, können mit einem höheren Risiko für relevante Zellveränderungen verbunden sein.

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

  • Rauchen

  • andere Formen des Tabakkonsums

  • regelmäßiger beziehungsweise hoher Alkoholkonsum

  • Kombination von Tabak und Alkohol

  • chronische Schleimhautreizungen

Nicht bei jeder Leukoplakie lässt sich jedoch eine eindeutige Ursache feststellen.

Leukoplakie und Präkanzerose

Der Begriff Präkanzerose wird umgangssprachlich häufig verwendet. Medizinisch wird die orale Leukoplakie heute eher zu den potenziell malignen Erkrankungen der Mundschleimhaut gezählt.

Das bedeutet: Eine Leukoplakie kann dauerhaft gutartig bleiben, sie kann jedoch auch Zellveränderungen beziehungsweise eine epitheliale Dysplasie aufweisen und sich in einem Teil der Fälle zu Mundhöhlenkrebs entwickeln.

Das individuelle Risiko hängt unter anderem ab von:

  • Lokalisation

  • Größe

  • klinischem Erscheinungsbild

  • Vorliegen einer Dysplasie

  • histologischem Befund

  • vorhandenen Risikofaktoren

Erythroleukoplakie und Erythroplakie

Besondere Aufmerksamkeit benötigen Veränderungen mit roten und weißen Anteilen (Erythroleukoplakie) sowie überwiegend rote Schleimhautveränderungen (Erythroplakie).

Diese können häufiger höhergradige Zellveränderungen aufweisen und sollten zeitnah fachärztlich untersucht werden.

Diagnose

Eine nicht abwischbare weiße Veränderung der Mundschleimhaut sollte untersucht werden, insbesondere wenn sie länger als etwa zwei Wochen besteht.

Zur Abklärung können gehören:

  • genaue Inspektion der gesamten Mundhöhle

  • Untersuchung durch Zahnarzt, Oralchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder HNO

  • Beurteilung möglicher mechanischer Reizfaktoren

  • gegebenenfalls Fotodokumentation

  • Biopsie mit histologischer Untersuchung

Die feingewebliche Untersuchung ist entscheidend, um festzustellen, ob bereits eine Dysplasie oder eine bösartige Veränderung vorliegt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach Größe, Lokalisation und insbesondere dem histologischen Befund.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Ausschaltung möglicher Risikofaktoren

  • Rauchstopp

  • Reduktion beziehungsweise Vermeidung von Alkohol

  • Beseitigung chronischer mechanischer Reizungen

  • regelmäßige fachärztliche Kontrollen

  • operative Entfernung bestimmter Veränderungen

  • weitere Behandlung bei nachgewiesener Dysplasie oder malignem Befund

Auch nach einer Entfernung sind regelmäßige Verlaufskontrollen wichtig, da Leukoplakien erneut auftreten oder an anderen Stellen neue Veränderungen entstehen können.

Abgrenzung zu anderen weißen Veränderungen

Nicht jede weiße Stelle im Mund ist eine Leukoplakie.

Differenzialdiagnostisch kommen unter anderem infrage:

  • orale Candidose

  • Lichen planus

  • mechanisch bedingte Verhornungen

  • Schleimhautveränderungen durch Verletzungen

  • andere entzündliche oder immunologische Erkrankungen

Daher sollte die Diagnose nicht allein anhand des weißen Erscheinungsbildes gestellt werden.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Veränderungen und Beschwerden der Mundschleimhaut festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine Rückbildung einer oralen Leukoplakie oder die Verhinderung einer möglichen malignen Entartung durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Da eine Leukoplakie eine potenziell maligne Schleimhautveränderung darstellen kann, dürfen eine notwendige Biopsie, histologische Untersuchung, fachärztliche Kontrolle oder operative Behandlung keinesfalls durch eine homöopathische Behandlung ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Eine nicht abwischbare weiße, rote oder gemischt rot-weiße Veränderung der Mundschleimhaut, die länger als etwa zwei Wochen besteht, sollte fachärztlich beziehungsweise zahnärztlich abgeklärt werden.

Besonders bei Verhärtung, Größenzunahme, Blutung, Geschwürbildung, Schmerzen, Schluckbeschwerden oder einem Knoten am Hals ist eine zeitnahe medizinische Untersuchung erforderlich.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Nitricum acidum, Mercurius solubilis

GRÖßE:30ml
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