Psoriasis (Schuppenflechte) – chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Psoriasis (Schuppenflechte) – chronisch-entzündliche Erkrankung der Haut
Die Psoriasis, umgangssprachlich Schuppenflechte, ist eine chronisch-entzündliche, immunvermittelte Erkrankung, die vor allem die Haut betrifft. Sie kann jedoch auch Nägel, Gelenke und weitere Organsysteme einbeziehen.
Typisch sind scharf begrenzte, gerötete Hautstellen mit silbrig-weißer Schuppung. Die Erkrankung verläuft häufig in Schüben mit Phasen stärkerer und schwächerer Beschwerden.
Psoriasis ist nicht ansteckend und wird weder durch mangelnde Hygiene noch durch eine Pilzinfektion verursacht.
Wie entsteht Psoriasis?
Bei Psoriasis ist die Regulation des Immunsystems verändert. Entzündliche Prozesse führen dazu, dass sich die Zellen der Oberhaut wesentlich schneller erneuern als bei gesunder Haut.
Dadurch sammeln sich Hautzellen an der Oberfläche und bilden die charakteristischen verdickten, schuppenden Plaques.
Eine genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle. Ob und wie stark die Erkrankung ausbricht, wird zusätzlich durch verschiedene Umwelt- und Lebensstilfaktoren beeinflusst.
Typische Symptome
Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
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gerötete, entzündete Hautstellen
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silbrig-weiße Schuppen
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scharf begrenzte Plaques
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trockene und gespannte Haut
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Juckreiz
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Brennen
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schmerzhafte Hautrisse
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gelegentliche Blutungen nach Ablösung der Schuppen
Häufig betroffene Hautstellen
Psoriasis tritt besonders häufig auf an:
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Ellenbogen
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Knien
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Kopfhaut
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Rücken
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Kreuzbeinregion
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Händen und Füßen
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Bauchnabel
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Gesäßfalte
Grundsätzlich kann jedoch nahezu jede Körperregion betroffen sein.
Psoriasis vulgaris – Plaque-Psoriasis
Die häufigste Form ist die Psoriasis vulgaris beziehungsweise Plaque-Psoriasis.
Dabei entstehen typische verdickte, scharf begrenzte und schuppende Hautareale. Die Veränderungen können klein bleiben oder größere Hautflächen betreffen.
Psoriasis der Kopfhaut
Die Psoriasis capitis betrifft die behaarte Kopfhaut. Typisch sind:
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starke Schuppenbildung
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gerötete Haut
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Juckreiz
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teilweise sehr dicke Schuppenauflagerungen
Die Veränderungen können über den Haaransatz hinausreichen und dadurch gut sichtbar werden.
Psoriasis guttata
Bei der Psoriasis guttata treten zahlreiche kleine, tropfenförmige rote und schuppende Hautveränderungen auf.
Diese Form kann insbesondere bei jüngeren Menschen nach einer Streptokokkeninfektion, beispielsweise einer Halsentzündung, auftreten.
Psoriasis inversa
Die Psoriasis inversa betrifft hauptsächlich Hautfalten, beispielsweise:
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Achselhöhlen
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Leisten
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Gesäßfalte
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unter der Brust
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Genitalbereich
Aufgrund der Feuchtigkeit in diesen Regionen fehlt die typische starke Schuppung häufig. Die Haut erscheint eher glatt, rot und entzündet.
Pustulöse Psoriasis
Bei bestimmten Formen können sich sterile Pusteln bilden. Diese enthalten keine infektiösen Bakterien.
Eine großflächige pustulöse Psoriasis kann mit erheblichen Allgemeinsymptomen einhergehen und eine rasche medizinische Behandlung erforderlich machen.
Nagelpsoriasis
Auch Finger- und Fußnägel können betroffen sein.
Typische Veränderungen sind:
-
kleine Grübchen im Nagel – sogenannte Tüpfelnägel
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gelblich-bräunliche Verfärbungen
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Verdickung der Nägel
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Ablösung der Nagelplatte
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brüchige oder deformierte Nägel
Eine Nagelpsoriasis kann einer Onychomykose (Nagelpilz) ähneln. Beide Erkrankungen sollten deshalb bei unklaren Nagelveränderungen voneinander abgegrenzt werden.
Psoriasis-Arthritis
Bei einem Teil der Menschen mit Psoriasis entwickelt sich eine Psoriasis-Arthritis.
Mögliche Anzeichen sind:
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Gelenkschmerzen
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Gelenkschwellungen
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Morgensteifigkeit
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geschwollene Finger oder Zehen
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Schmerzen an Sehnenansätzen
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Rücken- oder Kreuzschmerzen
Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, da eine unbehandelte Psoriasis-Arthritis zu dauerhaften Gelenkschäden führen kann.
Mögliche Auslöser von Schüben
Bestimmte Faktoren können einen Psoriasis-Schub auslösen oder verstärken, beispielsweise:
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Infektionen
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psychische Belastung und Stress
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Hautverletzungen
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Sonnenbrand
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Rauchen
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hoher Alkoholkonsum
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Übergewicht
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bestimmte Medikamente
Das Auftreten neuer Psoriasisstellen nach Verletzungen oder Reizung der Haut wird als Köbner-Phänomen bezeichnet.
Psoriasis und Begleiterkrankungen
Psoriasis wird heute nicht ausschließlich als Hauterkrankung betrachtet. Insbesondere bei stärker ausgeprägter Erkrankung können bestimmte Begleiterkrankungen häufiger auftreten.
Dazu gehören unter anderem:
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Psoriasis-Arthritis
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Übergewicht
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Bluthochdruck
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Fettstoffwechselstörungen
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Diabetes mellitus
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metabolisches Syndrom
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen
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chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Eine umfassende medizinische Betreuung kann deshalb über die Behandlung der sichtbaren Hautveränderungen hinausgehen.
Diagnose
Die Diagnose wird häufig anhand des charakteristischen Hautbildes gestellt.
Je nach Situation können zusätzlich erforderlich sein:
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dermatologische Untersuchung
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Untersuchung der Nägel
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Hautbiopsie bei unklaren Befunden
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Pilzdiagnostik zur Abgrenzung einer Pilzinfektion
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rheumatologische Abklärung bei Gelenkbeschwerden
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach Form, Ausdehnung und Schweregrad sowie nach einer möglichen Beteiligung von Nägeln oder Gelenken.
Zur äußerlichen Behandlung können beispielsweise eingesetzt werden:
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rückfettende und feuchtigkeitsspendende Hautpflege
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Harnstoffpräparate
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keratolytische Wirkstoffe zur Schuppenlösung
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Vitamin-D-Analoga
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topische Kortikosteroide
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weitere entzündungshemmende Wirkstoffe
Bei ausgeprägter Psoriasis können unter anderem eingesetzt werden:
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Phototherapie
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klassische systemische Medikamente
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Biologika
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gezielte immunmodulierende Therapien
Die moderne Psoriasistherapie kann gezielt in bestimmte Entzündungswege des Immunsystems eingreifen und bei vielen Patienten eine deutliche Verbesserung erreichen.
Hautpflege bei Psoriasis
Eine konsequente Basispflege unterstützt die Hautbarriere und kann Trockenheit, Schuppung und Juckreiz reduzieren.
Geeignet sind insbesondere:
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rückfettende Pflegeprodukte
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feuchtigkeitsspendende Cremes und Salben
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milde Reinigungsprodukte
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Vermeidung unnötiger mechanischer Hautreizung
Schuppen sollten nicht gewaltsam abgekratzt werden, da Hautverletzungen neue Psoriasisstellen begünstigen können.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Psoriasis und unterschiedlichen chronischen Hautbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung der immunvermittelten Entzündung bei Psoriasis durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eine notwendige dermatologische oder rheumatologische Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden. Dies gilt insbesondere bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis und bei Verdacht auf eine Psoriasis-Arthritis.
Wichtiger Hinweis
Bei neu auftretenden Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, ausgeprägter Morgensteifigkeit oder geschwollenen Fingern und Zehen sollte eine mögliche Psoriasis-Arthritis frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Eine rasche medizinische Beurteilung ist ebenfalls erforderlich bei großflächiger Hautrötung, ausgedehnter Pustelbildung, Fieber oder deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustandes.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Arsenicum album, Hepar sulfur, Petroleum
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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