Pemphigus – entzündliche Blasenbildung der Haut und Schleimhäute "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Pemphigus – entzündliche Blasenbildung der Haut und Schleimhäute
Pemphigus bezeichnet eine Gruppe seltener, potenziell schwerwiegender Autoimmunerkrankungen, bei denen sich Blasen und offene, entzündliche Haut- beziehungsweise Schleimhautstellen bilden. Besonders bekannt ist der Pemphigus vulgaris.
Die Erkrankung selbst wird nicht durch eine Infektion verursacht und ist nicht ansteckend. Aufgeplatzte Blasen und offene Hautstellen können sich jedoch zusätzlich mit Bakterien oder anderen Erregern infizieren.
Wie entsteht Pemphigus?
Beim Pemphigus bildet das Immunsystem Antikörper gegen bestimmte Eiweiße, die für den Zusammenhalt der Hautzellen wichtig sind. Dadurch verlieren die Hautzellen ihre Verbindung zueinander.
In der Folge können sich bereits bei geringer mechanischer Belastung schlaffe Blasen bilden, die leicht aufplatzen und schmerzhafte, nässende Hautstellen hinterlassen.
Typische Symptome
Je nach Form können auftreten:
-
schlaffe, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen
-
leicht aufplatzende Blasen
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offene, nässende Hautstellen
-
schmerzhafte Erosionen
-
Krustenbildung
-
Brennen und Schmerzen
-
teilweise Juckreiz
-
großflächige Hautablösungen bei schweren Verläufen
Die offenen Hautstellen können Eintrittspforten für Krankheitserreger darstellen.
Pemphigus vulgaris
Der Pemphigus vulgaris ist eine der wichtigsten Formen. Häufig beginnt die Erkrankung an den Schleimhäuten, insbesondere im Mund.
Mögliche Beschwerden sind:
-
schmerzhafte Stellen im Mund
-
Blasen und Erosionen der Mundschleimhaut
-
Schwierigkeiten beim Essen und Trinken
-
später Blasen an der Haut
Auch andere Schleimhäute, beispielsweise im Genitalbereich, können betroffen sein.
Pemphigus foliaceus
Beim Pemphigus foliaceus ist die Blasenbildung oberflächlicher. Schleimhäute sind normalerweise nicht betroffen.
Typisch können sein:
-
oberflächliche Hauterosionen
-
Schuppung
-
Krusten
-
gerötete Haut
-
brennende oder empfindliche Hautstellen
Infizierte Blasen und Hautstellen
Da die Hautbarriere bei Pemphigus geschädigt ist, können sich offene Stellen sekundär infizieren.
Hinweise auf eine zusätzliche Infektion können sein:
-
zunehmende Rötung
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Überwärmung
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stärkere Schmerzen
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Eiterbildung
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unangenehmer Geruch
-
Fieber
-
Verschlechterung des Allgemeinzustandes
Eine solche Infektion muss medizinisch behandelt werden.
Diagnose
Bei Verdacht auf Pemphigus ist eine dermatologische Abklärung erforderlich.
Zur Diagnose gehören insbesondere:
-
Untersuchung von Haut und Schleimhäuten
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Haut- beziehungsweise Schleimhautbiopsie
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direkte Immunfluoreszenz
-
Blutuntersuchungen auf charakteristische Autoantikörper
Diese Untersuchungen ermöglichen auch die Abgrenzung von anderen blasenbildenden Erkrankungen.
Abgrenzung zu anderen Blasenerkrankungen
Blasen auf der Haut können zahlreiche andere Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise:
-
bullöses Pemphigoid
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bakterielle Hautinfektionen
-
Herpesinfektionen
-
Verbrennungen
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allergische Reaktionen
-
Arzneimittelreaktionen
-
andere autoimmune Blasenerkrankungen
Besonders bei neu auftretender oder ausgedehnter Blasenbildung ist daher eine genaue Diagnose wichtig.
Behandlung
Pemphigus muss in der Regel medizinisch beziehungsweise dermatologisch behandelt werden.
Je nach Schweregrad können eingesetzt werden:
-
systemische Kortikosteroide
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immunsuppressive beziehungsweise immunmodulierende Medikamente
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insbesondere bei Pemphigus vulgaris bestimmte Antikörpertherapien wie Rituximab
-
sorgfältige Wund- und Hautpflege
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Schmerzbehandlung
-
Behandlung zusätzlicher Infektionen
Ziel ist es, die krankhafte Autoimmunreaktion zu kontrollieren, neue Blasen zu verhindern und die Abheilung bestehender Haut- und Schleimhautläsionen zu ermöglichen.
Warum ist eine Behandlung wichtig?
Unbehandelter beziehungsweise schwerer Pemphigus kann zu erheblichen Komplikationen führen.
Möglich sind:
-
großflächiger Verlust der Hautbarriere
-
bakterielle Sekundärinfektionen
-
Flüssigkeits- und Elektrolytverluste
-
Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme
-
Gewichtsverlust
-
schwere systemische Infektionen
Durch moderne Behandlungsmöglichkeiten lässt sich die Erkrankung heute wesentlich besser kontrollieren.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen entzündlichen Haut- und Schleimhautbeschwerden sowie bei Blasenbildung festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung der Autoimmunerkrankung Pemphigus durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Da Pemphigus ohne geeignete Behandlung schwerwiegende Komplikationen verursachen kann, dürfen eine notwendige dermatologische Diagnostik sowie immunmodulierende, immunsuppressive oder andere medizinische Behandlungen nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Neu auftretende, wiederkehrende oder großflächige Blasen und offene Haut- beziehungsweise Schleimhautstellen sollten zeitnah dermatologisch abgeklärt werden.
Bei Fieber, Eiterbildung, rascher Ausbreitung, großflächiger Hautablösung, starken Schmerzen, ausgeprägter Schwäche oder Schwierigkeiten beim Essen und Trinken ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Cantharis vesic., Arsenicum album, Nitric acid., Belladonna, Antimonium crudum, Echinacea, Thuya
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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