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Onychomykose (Nagelpilz) – Pilzinfektion der Finger- oder Fußnägel "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Onychomykose (Nagelpilz) – Pilzinfektion der Finger- oder Fußnägel

Die Onychomykose, umgangssprachlich Nagelpilz, ist eine Pilzinfektion der Nägel. Besonders häufig sind die Zehennägel betroffen, da Pilze in einem warmen und feuchten Milieu günstige Wachstumsbedingungen finden.

Die Infektion entwickelt sich meist langsam und kann unbehandelt über Jahre bestehen. Der Nagel kann zunehmend verdickt, verfärbt, brüchig und verformt werden.

Welche Erreger verursachen Nagelpilz?

Die häufigsten Erreger sind Dermatophyten (Fadenpilze). Insbesondere Trichophyton rubrum ist ein häufiger Auslöser.

Seltener können beteiligt sein:

  • Hefepilze, beispielsweise Candida-Arten

  • Schimmelpilze

  • andere nicht-dermatophytische Pilze

Die genaue Erregerbestimmung kann insbesondere vor einer längerfristigen systemischen Behandlung sinnvoll sein.

Typische Symptome

Eine Onychomykose kann sich bemerkbar machen durch:

  • weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbung

  • Verdickung der Nagelplatte

  • brüchige oder splitternde Nägel

  • raue Nageloberfläche

  • Ablösung des Nagels vom Nagelbett

  • Verformung des Nagels

  • Ansammlung von verhornendem Material unter dem Nagel

  • bei stärkerem Befall Druckempfindlichkeit oder Schmerzen

Häufig beginnt die Infektion am seitlichen oder vorderen Nagelrand und breitet sich langsam in Richtung Nagelwurzel aus.

Nagelpilz und Fußpilz

Nagelpilz tritt häufig gemeinsam mit Fußpilz (Tinea pedis) auf.

Pilze können von der Haut auf die Nägel übergehen und umgekehrt. Bei gleichzeitig bestehendem Fußpilz sollte deshalb auch dieser behandelt werden, um erneute Infektionen zu reduzieren.

Risikofaktoren

Das Risiko einer Onychomykose steigt unter anderem bei:

  • höherem Lebensalter

  • Fußpilz

  • Diabetes mellitus

  • Durchblutungsstörungen

  • eingeschränkter Immunabwehr

  • häufig feuchten Füßen

  • starkem Schwitzen

  • engen oder schlecht belüfteten Schuhen

  • wiederholten Verletzungen der Nägel

  • regelmäßigem Besuch von Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Saunen

Ist Nagelpilz ansteckend?

Ja. Die Erreger können durch direkten Kontakt oder über pilzhaltige Haut- und Nagelschuppen übertragen werden.

Eine Übertragung ist beispielsweise möglich über:

  • gemeinsam benutzte Handtücher

  • Schuhe und Socken

  • Nagelscheren und Nagelfeilen

  • Böden in Gemeinschaftsduschen und Umkleideräumen

Diagnose

Nicht jede Nagelveränderung ist Nagelpilz. Ähnliche Veränderungen können beispielsweise durch Psoriasis, Verletzungen, Ekzeme oder andere Nagelerkrankungen entstehen.

Zur sicheren Diagnose können Nagelmaterial beziehungsweise Nagelspäne untersucht werden, beispielsweise mittels:

  • Mikroskopie

  • Pilzkultur

  • molekularbiologischer Verfahren wie PCR

  • gegebenenfalls histologischer Untersuchung von Nagelmaterial

Insbesondere vor einer systemischen Therapie sollte die Pilzinfektion möglichst bestätigt werden.

Behandlung

Die Behandlung hängt davon ab, wie viele Nägel betroffen sind, wie weit sich die Infektion ausgebreitet hat und ob die Nagelwurzel beziehungsweise Nagelmatrix beteiligt ist.

Bei begrenztem Befall können lokale Antimykotika, beispielsweise als medizinischer Nagellack oder Lösung, eingesetzt werden.

Bei stärkerem oder ausgedehntem Befall können systemische Antimykotika erforderlich sein. Häufig verwendete Wirkstoffe sind je nach Erreger und individueller Situation beispielsweise:

  • Terbinafin

  • Itraconazol

Eine systemische Behandlung sollte ärztlich erfolgen, da unter anderem Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und mögliche Nebenwirkungen berücksichtigt werden müssen.

Warum dauert die Behandlung so lange?

Ein geschädigter Nagel wird nicht unmittelbar wieder gesund. Der infizierte Bereich muss langsam herauswachsen und durch gesunden Nagel ersetzt werden.

Fingernägel wachsen schneller als Zehennägel. Bei einem vollständig betroffenen Zehennagel kann es daher viele Monate bis über ein Jahr dauern, bis wieder ein vollständig gesunder Nagel nachgewachsen ist.

Hygiene und Vorbeugung

Zur Unterstützung der Behandlung und zur Verringerung erneuter Infektionen können sinnvoll sein:

  • Füße sorgfältig trocken halten

  • insbesondere Zehenzwischenräume gut abtrocknen

  • Socken regelmäßig wechseln

  • Schuhe ausreichend trocknen und lüften

  • Fußpilz gleichzeitig behandeln

  • Nagelscheren und Feilen nicht gemeinsam benutzen

  • in Gemeinschaftsduschen geeignete Badeschuhe tragen

  • Nägel regelmäßig und vorsichtig kürzen

Nagelpilz bei Diabetes

Bei Menschen mit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder eingeschränkter Immunabwehr sollte eine Onychomykose besonders sorgfältig behandelt werden.

Verdickte und deformierte Nägel können Druckstellen und kleine Verletzungen verursachen und damit das Risiko zusätzlicher bakterieller Infektionen erhöhen.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Nagel- und Hautveränderungen sowie bei Pilzbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Beseitigung einer Onychomykose beziehungsweise der verursachenden Pilze durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Eine notwendige antimykotische Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden. Insbesondere bei ausgeprägtem Nagelbefall, Diabetes oder eingeschränkter Immunabwehr ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Wichtiger Hinweis

Stark verdickte, schmerzhafte, entzündete oder sich vom Nagelbett ablösende Nägel sollten ärztlich beziehungsweise dermatologisch untersucht werden.

Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder eingeschränkter Immunabwehr sollten Verletzungen und Entzündungen im Bereich der Füße und Nägel besonders frühzeitig medizinisch beurteilt werden.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Graphites

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