Meningitis (Hirnhautentzündung) – Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Meningitis (Hirnhautentzündung) – Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute
Eine Meningitis, umgangssprachlich Hirnhautentzündung, ist eine Entzündung der schützenden Häute, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Sie kann durch Bakterien, Viren, Pilze und andere Erreger verursacht werden. Seltener kommen nichtinfektiöse Ursachen infrage.
Besonders die bakterielle Meningitis ist ein medizinischer Notfall. Sie kann sich innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlechtern und zu bleibenden neurologischen Schäden oder zum Tod führen.
Mögliche Ursachen
Zu den wichtigsten Formen gehören:
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bakterielle Meningitis
-
virale Meningitis
-
Pilzmeningitis
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tuberkulöse Meningitis
-
andere seltene infektiöse Formen
-
nichtinfektiöse Meningitis, beispielsweise im Zusammenhang mit bestimmten Autoimmunerkrankungen, Arzneimitteln oder Tumorerkrankungen
Die notwendige Behandlung hängt entscheidend von der Ursache ab.
Bakterielle Meningitis
Zu den wichtigen bakteriellen Erregern gehören abhängig von Alter und Risikofaktoren unter anderem:
-
Neisseria meningitidis – Meningokokken
-
Streptococcus pneumoniae – Pneumokokken
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Haemophilus influenzae
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Listeria monocytogenes
-
Gruppe-B-Streptokokken insbesondere bei Neugeborenen
Eine bakterielle Meningitis benötigt eine sofortige antibiotische Behandlung.
Meningokokken-Meningitis
Meningokokken können neben einer Hirnhautentzündung auch eine schwere Blutstrominfektion beziehungsweise Meningokokken-Sepsis verursachen.
Der Zustand kann sich innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern.
Typische Symptome einer Meningitis
Bei Jugendlichen und Erwachsenen können auftreten:
-
starke Kopfschmerzen
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Fieber
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Nackensteifigkeit
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Lichtempfindlichkeit
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Übelkeit und Erbrechen
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ausgeprägtes Krankheitsgefühl
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Benommenheit
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Verwirrtheit
-
zunehmende Schläfrigkeit
Die klassische Kombination aus Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit ist jedoch nicht bei allen Betroffenen vollständig vorhanden.
Hautausschlag bei Meningokokken
Bei einer Meningokokkeninfektion können kleine rote bis violette Hautblutungen auftreten.
Diese Petechien beziehungsweise Purpura können sich rasch ausbreiten und lassen sich typischerweise durch Druck nicht vollständig wegdrücken.
Ein solcher Ausschlag zusammen mit Fieber und schwerem Krankheitsgefühl ist ein akuter medizinischer Notfall.
Das Fehlen eines Hautausschlags schließt eine Meningokokkeninfektion jedoch nicht aus.
Meningitis bei Säuglingen und Kleinkindern
Bei Säuglingen können die typischen Symptome fehlen.
Mögliche Warnzeichen sind:
-
Fieber oder ungewöhnlich niedrige Körpertemperatur
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Trinkschwäche
-
ungewöhnliche Schläfrigkeit
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starke Reizbarkeit
-
schrilles oder ungewöhnliches Schreien
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Erbrechen
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Krampfanfälle
-
schlaffer oder ungewöhnlich steifer Körper
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vorgewölbte Fontanelle
-
verminderte Reaktion auf die Umgebung
Bei entsprechendem Verdacht ist eine sofortige medizinische Untersuchung erforderlich.
Virale Meningitis
Eine virale Meningitis wird häufig durch Enteroviren verursacht. Weitere mögliche Erreger sind beispielsweise Herpesviren.
Viele virale Meningitiden verlaufen milder als bakterielle Formen. Dennoch können insbesondere bestimmte Herpesvirusinfektionen oder schwere Verläufe eine gezielte antivirale und stationäre Behandlung erfordern.
Zu Beginn lässt sich eine virale Meningitis anhand der Beschwerden nicht immer sicher von einer gefährlichen bakteriellen Meningitis unterscheiden.
Meningitis und Enzephalitis
Bei einer Meningitis sind hauptsächlich die Hirnhäute betroffen.
Bei einer Enzephalitis ist das Gehirngewebe selbst entzündet.
Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten; dies wird als Meningoenzephalitis bezeichnet.
Ausgeprägte:
-
Bewusstseinsstörungen
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Verhaltensänderungen
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Verwirrtheit
-
neurologische Ausfälle
-
Krampfanfälle
können auf eine Beteiligung des Gehirns hinweisen.
Diagnose
Bei Verdacht auf Meningitis erfolgt eine dringliche medizinische Diagnostik.
Diese kann umfassen:
-
körperliche und neurologische Untersuchung
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Blutuntersuchungen
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Blutkulturen
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Lumbalpunktion mit Untersuchung des Liquors
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mikrobiologische beziehungsweise molekularbiologische Erregerdiagnostik
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gegebenenfalls CT oder MRT
Die Liquoruntersuchung ist für die Diagnose und Unterscheidung verschiedener Meningitisformen besonders wichtig.
Bei dringendem Verdacht auf eine bakterielle Meningitis darf eine notwendige Antibiotikatherapie jedoch nicht unnötig durch diagnostische Untersuchungen verzögert werden.
Behandlung der bakteriellen Meningitis
Eine bakterielle Meningitis wird im Krankenhaus behandelt.
Die Therapie umfasst je nach Situation:
-
sofortige intravenöse Antibiotika
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gegebenenfalls Kortikosteroide
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Flüssigkeits- und Kreislauftherapie
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Behandlung von Krampfanfällen
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Überwachung von Atmung und Kreislauf
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intensivmedizinische Behandlung bei schweren Verläufen
Mögliche Komplikationen
Eine schwere Meningitis kann unter anderem verursachen:
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Hörverlust
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epileptische Anfälle
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neurologische Ausfälle
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Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
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Hirnschäden
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Hydrozephalus
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Sepsis
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Kreislaufversagen
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Tod
Eine frühzeitige Behandlung verbessert insbesondere bei bakterieller Meningitis die Prognose erheblich.
Kontaktpersonen bei Meningokokken
Bei einer bestätigten oder stark vermuteten Meningokokken-Erkrankung können enge Kontaktpersonen eine vorbeugende antibiotische Behandlung benötigen.
Dies betrifft abhängig von der konkreten Exposition beispielsweise bestimmte Haushaltsmitglieder oder Personen mit engem Kontakt zu Mund- und Rachensekreten.
Eine solche Prophylaxe sollte nach medizinischer beziehungsweise behördlicher Empfehlung möglichst früh erfolgen.
Impfungen
Gegen mehrere wichtige Erreger einer Meningitis stehen Impfungen zur Verfügung, darunter:
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Meningokokken
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Pneumokokken
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Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
Welche Impfungen empfohlen werden, hängt unter anderem von Alter, individuellen Risikofaktoren, Reiseziel und den geltenden Impfempfehlungen ab.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen neurologischen und fieberhaften Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung einer bakteriellen, viralen oder anderen infektiösen Meningitis beziehungsweise die Verhinderung neurologischer Schäden durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Insbesondere eine bakterielle Meningitis kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Eine notwendige Behandlung mit Antibiotika, antiviralen Arzneimitteln oder intensivmedizinischen Maßnahmen darf keinesfalls durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Der Verdacht auf eine Meningitis ist ein medizinischer Notfall. Bei starken Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Krampfanfällen, ausgeprägter Schläfrigkeit oder einem nicht wegdrückbaren roten beziehungsweise violetten Hautausschlag muss sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Bei Säuglingen und kleinen Kindern sind auch Trinkverweigerung, ungewöhnliche Schläfrigkeit, schrilles Schreien, Krampfanfälle oder eine vorgewölbte Fontanelle dringende Warnzeichen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Belladonna, Cuprum metallicum, Arnica montana, Apis mellif., Stramonium
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