Zöliakie – Glutenunverträglichkeit / gluteninduzierte Autoimmunerkrankung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Zöliakie – Glutenunverträglichkeit / gluteninduzierte Autoimmunerkrankung
Die Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem bei genetisch veranlagten Menschen auf Gluten reagiert. Gluten ist ein Eiweißbestandteil verschiedener Getreidesorten, insbesondere Weizen, Roggen und Gerste.
Die Immunreaktion führt zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut und kann die für die Nährstoffaufnahme wichtigen Darmzotten schädigen. Dadurch können Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.
Der häufig verwendete Begriff „Glutenintoleranz“ ist verständlich, medizinisch handelt es sich bei der Zöliakie jedoch nicht um eine klassische Nahrungsmittelintoleranz, sondern um eine glutenabhängige Autoimmunerkrankung.
Typische Beschwerden
Die Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Betroffene haben ausgeprägte Verdauungsbeschwerden, andere kaum gastrointestinale Symptome.
Möglich sind:
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chronischer oder wiederkehrender Durchfall
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Blähungen
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Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
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aufgeblähter Bauch
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Übelkeit
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Verstopfung
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Fettstuhl
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Gewichtsverlust
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Appetitveränderungen
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Müdigkeit und Leistungsminderung
Beschwerden außerhalb des Darms
Zöliakie kann zahlreiche Beschwerden außerhalb des Verdauungstraktes verursachen, beispielsweise:
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Eisenmangel und Eisenmangelanämie
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Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel
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Vitamin-D-Mangel
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Osteopenie und Osteoporose
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Kopfschmerzen
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neurologische Beschwerden
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erhöhte Leberwerte
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Aphthen im Mund
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Hautveränderungen
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Fertilitätsstörungen
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bei Kindern Wachstums- und Entwicklungsstörungen
Ein ungeklärter Eisenmangel kann beispielsweise das einzige erkennbare Zeichen einer Zöliakie sein.
Dermatitis herpetiformis Duhring
Eine besondere Manifestation der Zöliakie ist die Dermatitis herpetiformis Duhring.
Dabei entsteht ein stark juckender, häufig symmetrischer Hautausschlag mit kleinen Bläschen beziehungsweise Hautveränderungen, insbesondere an Ellenbogen, Knien, Gesäß oder Rücken.
Wie entsteht Zöliakie?
Für die Entwicklung einer Zöliakie besteht eine genetische Veranlagung. Nahezu alle Betroffenen tragen bestimmte HLA-Merkmale, insbesondere HLA-DQ2 oder HLA-DQ8.
Das Vorhandensein dieser genetischen Merkmale allein bedeutet jedoch nicht, dass eine Zöliakie besteht. Sie kommen auch bei vielen gesunden Menschen vor.
Diagnose
Wichtig ist, dass die Diagnostik durchgeführt wird, solange weiterhin Gluten gegessen wird. Eine bereits begonnene glutenfreie Ernährung kann Bluttests und Gewebeuntersuchungen verfälschen.
Zur Diagnostik gehören insbesondere:
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Transglutaminase-IgA-Antikörper (tTG-IgA)
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Gesamt-IgA
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je nach Situation weitere Zöliakie-Antikörper
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bei Erwachsenen in vielen Fällen Gastroskopie mit Biopsien aus dem Dünndarm
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bei speziellen Fragestellungen HLA-DQ2-/HLA-DQ8-Testung
Die Diagnose sollte medizinisch gesichert werden, bevor dauerhaft auf Gluten verzichtet wird.
Behandlung
Die Behandlung besteht in einer konsequenten lebenslangen glutenfreien Ernährung.
Gemieden werden müssen insbesondere glutenhaltige Produkte aus:
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Weizen
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Roggen
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Gerste
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Dinkel
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Grünkern
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Einkorn
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Emmer
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Kamut beziehungsweise Khorasan-Weizen
Hafer ist von Natur aus glutenfrei, kann jedoch bei Verarbeitung und Produktion mit glutenhaltigem Getreide verunreinigt werden. Deshalb sollten Betroffene entsprechend als glutenfrei gekennzeichnete Haferprodukte verwenden, sofern diese individuell vertragen werden.
Glutenfreie Lebensmittel
Von Natur aus glutenfrei sind beispielsweise:
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Reis
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Mais
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Kartoffeln
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Buchweizen
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Hirse
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Quinoa
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Amaranth
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Hülsenfrüchte
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Obst und Gemüse
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unverarbeitete Fleisch-, Fisch-, Ei- und Milchprodukte, sofern individuell verträglich
Bei verarbeiteten Lebensmitteln muss auf mögliche glutenhaltige Zutaten und Kontaminationen geachtet werden.
Nährstoffmangel und Verlaufskontrollen
Nach Diagnosestellung können Kontrollen sinnvoll sein, insbesondere hinsichtlich:
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Eisen
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Folsäure
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Vitamin B12
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Vitamin D
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Kalzium
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Blutbild
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Leberwerte
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gegebenenfalls Knochendichte
Unter konsequenter glutenfreier Ernährung kann sich die Dünndarmschleimhaut in vielen Fällen wieder erholen.
Zöliakie, Weizenallergie und Glutensensitivität
Diese Erkrankungen sollten voneinander unterschieden werden.
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung.
Eine Weizenallergie ist eine allergische Reaktion auf Bestandteile des Weizens.
Daneben wird eine Nicht-Zöliakie-Weizen-/Glutensensitivität beschrieben. Dabei treten Beschwerden im Zusammenhang mit Weizen beziehungsweise glutenhaltigen Lebensmitteln auf, ohne dass die diagnostischen Kriterien einer Zöliakie oder Weizenallergie erfüllt sind.
Diese Erkrankungen unterscheiden sich hinsichtlich Diagnostik, Risiken und Behandlung.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Magen-Darm-Beschwerden und begleitende Symptome festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine Aufhebung der Glutenunverträglichkeit beziehungsweise zuverlässige Behandlung der zugrunde liegenden Autoimmunreaktion bei Zöliakie durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine homöopathische Behandlung kann daher eine notwendige glutenfreie Ernährung nicht ersetzen.
Wichtiger Hinweis
Bei bestätigter Zöliakie ist eine dauerhaft glutenfreie Ernährung erforderlich, auch wenn keine oder nur geringe Beschwerden bestehen. Unbehandelt kann die Erkrankung unter anderem zu Nährstoffmangel, Blutarmut und Knochenschäden führen.
Wer den Verdacht auf Zöliakie hat, sollte nicht bereits vor Abschluss der Diagnostik eigenständig glutenfrei essen, da dadurch die Untersuchungsergebnisse verfälscht werden können.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Ipeca, Mercurius solubilis
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