Harninkontinenz – unwillkürlicher Verlust von Urin und Blasenschwäche "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Harninkontinenz – unwillkürlicher Verlust von Urin und Blasenschwäche
Die Harninkontinenz, umgangssprachlich häufig als Blasenschwäche bezeichnet, ist der unwillkürliche Verlust von Urin. Sie kann Frauen und Männer in jedem Lebensalter betreffen, tritt jedoch mit zunehmendem Alter häufiger auf.
Harninkontinenz ist keine eigenständige Erkrankung mit nur einer Ursache. Es gibt verschiedene Formen, die sich hinsichtlich Entstehung, Beschwerden und Behandlung deutlich unterscheiden.
Typische Beschwerden
Je nach Form können auftreten:
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unwillkürlicher Urinverlust
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Urinverlust beim Husten, Niesen oder Lachen
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Urinverlust beim Sport oder Heben
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plötzlich auftretender, kaum kontrollierbarer Harndrang
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sehr häufiges Wasserlassen
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nächtlicher Harndrang
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Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung
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kontinuierliches oder tropfenweises Nachlaufen von Urin
Belastungsinkontinenz
Bei der Belastungsinkontinenz kommt es zum Urinverlust, wenn sich der Druck im Bauchraum erhöht, beispielsweise beim:
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Husten
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Niesen
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Lachen
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Heben
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Treppensteigen
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Laufen oder Sport
Ursache ist häufig eine Schwächung des Beckenbodens beziehungsweise des Verschlussmechanismus der Harnröhre.
Bei Frauen kann dies beispielsweise nach Schwangerschaften und Geburten oder nach den Wechseljahren auftreten. Bei Männern kann eine Belastungsinkontinenz insbesondere nach bestimmten Operationen an der Prostata entstehen.
Dranginkontinenz – überaktive Blase
Bei der Dranginkontinenz entsteht plötzlich ein sehr starker Harndrang, der sich nicht ausreichend unterdrücken lässt.
Typisch sind:
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plötzlicher starker Harndrang
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häufiges Wasserlassen
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kleine Urinmengen
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nächtliches Wasserlassen
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Urinverlust, bevor die Toilette erreicht wird
Eine Dranginkontinenz kann Bestandteil einer überaktiven Blase (Overactive Bladder) sein.
Mischinkontinenz
Bei der Mischinkontinenz bestehen gleichzeitig Beschwerden einer Belastungs- und einer Dranginkontinenz.
Betroffene verlieren beispielsweise beim Husten oder Niesen Urin und leiden zusätzlich unter plötzlich auftretendem, schwer kontrollierbarem Harndrang.
Überlaufinkontinenz
Bei einer Überlaufinkontinenz kann sich die Blase nicht vollständig entleeren. Sie bleibt stark gefüllt und Urin geht tropfenweise beziehungsweise unkontrolliert ab.
Mögliche Ursachen sind:
-
Prostatavergrößerung
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Verengung der Harnröhre
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Blasenentleerungsstörungen
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bestimmte neurologische Erkrankungen
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geschwächte Blasenmuskulatur
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bestimmte Medikamente
Eine ausgeprägte Restharnbildung kann Harnwegsinfektionen und eine Schädigung der oberen Harnwege begünstigen.
Reflex- beziehungsweise neurogene Inkontinenz
Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems können die Steuerung der Blase beeinträchtigen.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
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Rückenmarksverletzungen
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Multiple Sklerose
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Schlaganfall
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Parkinson-Erkrankung
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bestimmte Formen diabetischer Nervenschädigung
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andere neurologische Erkrankungen
Eine neurogene Blasenfunktionsstörung sollte urologisch beziehungsweise neurologisch abgeklärt werden.
Inkontinenz bei Frauen
Bei Frauen spielen insbesondere Veränderungen des Beckenbodens eine wichtige Rolle.
Begünstigende Faktoren können sein:
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Schwangerschaft
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vaginale Geburten
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Beckenbodenschwäche
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Senkung von Blase oder Gebärmutter
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hormonelle Veränderungen nach der Menopause
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Übergewicht
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chronischer Husten
Inkontinenz bei Männern
Bei Männern können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:
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gutartige Prostatavergrößerung
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Operationen an der Prostata
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neurologische Erkrankungen
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Blasenentleerungsstörungen
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überaktive Blase
Deshalb sollte insbesondere eine neu aufgetretene Inkontinenz beim Mann urologisch untersucht werden.
Diagnose
Zur Abklärung können je nach Beschwerden eingesetzt werden:
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ausführliche Anamnese
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Blasen- beziehungsweise Miktionstagebuch
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Urinuntersuchung
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körperliche Untersuchung
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Beckenbodenuntersuchung
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Ultraschall
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Restharnmessung
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Beurteilung der Prostata beim Mann
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gegebenenfalls urodynamische Untersuchungen
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weitere urologische oder gynäkologische Diagnostik
Wichtig ist zunächst festzustellen, welche Form der Inkontinenz vorliegt, da sich daraus unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten ergeben.
Beckenbodentraining
Bei Belastungsinkontinenz gehört ein gezieltes Beckenbodentraining zu den wichtigsten konservativen Behandlungsmöglichkeiten.
Entscheidend ist, die richtigen Muskeln zu trainieren und die Übungen regelmäßig durchzuführen. Eine physiotherapeutische Anleitung kann dabei hilfreich sein.
Blasentraining
Bei Drangbeschwerden kann ein strukturiertes Blasentraining sinnvoll sein. Ziel ist es unter anderem, die Abstände zwischen den Toilettengängen schrittweise zu verlängern und die Kontrolle über den Harndrang zu verbessern.
Ein Miktionstagebuch kann dabei helfen, Trinkmenge, Toilettengänge, Urinmengen und Inkontinenzereignisse zu dokumentieren.
Medikamentöse Behandlung
Bei bestimmten Formen der Dranginkontinenz beziehungsweise überaktiven Blase können Medikamente eingesetzt werden, die die Blasenaktivität beeinflussen.
Bei Frauen nach der Menopause kann bei entsprechenden urogenitalen Beschwerden außerdem eine lokale vaginale Östrogentherapie infrage kommen.
Welche Behandlung geeignet ist, sollte individuell entschieden werden.
Operative Behandlung
Bei ausgeprägter Belastungsinkontinenz stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen.
Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von Geschlecht, Ursache und Schweregrad der Inkontinenz ab.
Inkontinenzprodukte
Bis eine ausreichende Kontrolle erreicht wird oder wenn eine vollständige Behandlung nicht möglich ist, können geeignete Hilfsmittel den Alltag erleichtern.
Dazu gehören beispielsweise:
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Inkontinenzeinlagen
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spezielle Vorlagen
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Inkontinenzhosen
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weitere individuell angepasste Hilfsmittel
Eine sorgfältige Hautpflege ist wichtig, da längerer Kontakt mit Urin Hautreizungen und eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis verursachen kann.
Plötzlich auftretende Inkontinenz
Eine neu und plötzlich auftretende Harninkontinenz sollte abgeklärt werden. Vorübergehende Ursachen können beispielsweise ein Harnwegsinfekt, bestimmte Medikamente oder eine akute Erkrankung sein.
Tritt die Inkontinenz plötzlich zusammen mit Taubheitsgefühl im Genital- oder Gesäßbereich, Beinschwäche, starken Rückenschmerzen oder Problemen bei der Stuhlentleerung auf, muss eine schwere neurologische Ursache wie ein Cauda-equina-Syndrom ausgeschlossen werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen funktionellen Blasenbeschwerden und Formen der Blasenschwäche festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung einer Harninkontinenz durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Bewährte diagnostische und therapeutische Maßnahmen wie Beckenbodentraining, Blasentraining, medikamentöse oder gegebenenfalls operative Behandlungen sollten deshalb nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Eine neu aufgetretene, zunehmende oder länger bestehende Harninkontinenz sollte ärztlich beziehungsweise urologisch oder gynäkologisch abgeklärt werden.
Bei plötzlicher Inkontinenz zusammen mit Lähmungserscheinungen, Beinschwäche, Taubheitsgefühl im Genital- oder Gesäßbereich oder starken Rückenschmerzen ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Cantharis, Sabal serrulata, Conium mac., Medorrhinum, Hyoscyamus niger
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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