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Gonorrhö (Tripper) – sexuell übertragbare bakterielle Infektion durch Neisseria Gonorrhoe "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Gonorrhö (Tripper) – sexuell übertragbare bakterielle Infektion durch Neisseria Gonorrhoe

Die Gonorrhö, umgangssprachlich Tripper, ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die durch das Bakterium Neisseria Gonorrhoe (Gonokokken) verursacht wird.

Die Infektion kann die Harnröhre, den Gebärmutterhals, den Enddarm, den Rachen und die Augen betreffen. Viele Infektionen verursachen nur geringe oder überhaupt keine Beschwerden. Betroffene können die Erreger daher übertragen, ohne von ihrer Infektion zu wissen.

Übertragung

Gonokokken werden hauptsächlich durch ungeschützten sexuellen Kontakt übertragen.

Mögliche Übertragungswege sind:

  • vaginaler Geschlechtsverkehr

  • Analverkehr

  • Oralverkehr

  • Kontakt mit infektiösen Genitalsekreten

  • Übertragung während der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene

Eine Infektion kann gleichzeitig an mehreren Körperstellen bestehen.

Gonorrhö beim Mann

Bei einer Infektion der Harnröhre können typische Beschwerden auftreten:

  • starkes Brennen beim Wasserlassen

  • eitriger oder gelblich-grünlicher Ausfluss aus der Harnröhre

  • Rötung der Harnröhrenöffnung

  • häufiger Harndrang

  • Schmerzen oder Druckgefühl

  • gelegentlich Schmerzen oder Schwellung im Bereich der Hoden beziehungsweise Nebenhoden

Eine Infektion kann jedoch auch beim Mann symptomarm oder symptomlos verlaufen.

Gonorrhö bei der Frau

Bei Frauen verläuft eine Gonokokkeninfektion besonders häufig ohne eindeutige Beschwerden.

Mögliche Symptome sind:

  • vermehrter oder veränderter vaginaler Ausfluss

  • Brennen beim Wasserlassen

  • Zwischenblutungen

  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr

  • Unterbauchschmerzen

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Dadurch kann die Erkrankung längere Zeit unbemerkt bleiben.

Gonorrhö im Rachen

Eine pharyngale Gonorrhö entsteht häufig nach Oralverkehr.

Sie verursacht oft keine Beschwerden. Möglich sind:

  • Halsschmerzen

  • Rötung des Rachens

  • Schluckbeschwerden

  • geschwollene Lymphknoten

Eine Gonorrhö des Rachens ist auch hinsichtlich der Entstehung und Weitergabe antibiotikaresistenter Gonokokken von Bedeutung.

Rektale Gonorrhö

Eine Infektion des Enddarms kann symptomlos verlaufen oder Beschwerden verursachen wie:

  • Juckreiz

  • Schmerzen

  • Schleim- oder Eiteraustritt

  • Blutungen

  • Schmerzen beim Stuhlgang

Aufsteigende Infektion bei Frauen

Gonokokken können vom Gebärmutterhals in die oberen Geschlechtsorgane aufsteigen und eine entzündliche Erkrankung des kleinen Beckens (Pelvic Inflammatory Disease, PID) verursachen.

Betroffen sein können:

  • Gebärmutter

  • Eileiter

  • umliegendes Gewebe

Mögliche Folgen sind:

  • chronische Unterbauchschmerzen

  • Vernarbungen der Eileiter

  • eingeschränkte Fruchtbarkeit beziehungsweise Unfruchtbarkeit

  • erhöhtes Risiko einer Eileiterschwangerschaft

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist daher wichtig.

Komplikationen beim Mann

Beim Mann kann sich die Infektion unter anderem auf die Nebenhoden ausbreiten und eine Epididymitis verursachen.

Starke einseitige Hodenschmerzen oder eine plötzlich auftretende Hodenschwellung benötigen eine rasche ärztliche Abklärung, da auch andere akute Erkrankungen wie eine Hodentorsion ausgeschlossen werden müssen.

Disseminierte Gonokokkeninfektion

Selten können Gonokokken über die Blutbahn in andere Körperregionen gelangen.

Eine solche disseminierte Gonokokken Infektion kann unter anderem verursachen:

  • Fieber

  • Hautveränderungen

  • Gelenkschmerzen

  • Sehnenscheidenentzündungen

  • eitrige Gelenkentzündung

In seltenen Fällen können weitere schwere Organinfektionen auftreten.

Gonorrhö am Auge

Gelangen Gonokokken in das Auge, kann eine schwere eitrige Bindehautentzündung entstehen.

Unbehandelt kann die Hornhaut geschädigt werden. Eine Gonokokken Infektion des Auges ist deshalb dringend behandlungsbedürftig.

Bei Neugeborenen kann eine Infektion während der Geburt zu einer schweren Augeninfektion führen.

Diagnose

Der Nachweis erfolgt heute häufig mittels molekularbiologischer Verfahren wie Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT/PCR).

Abhängig von der sexuellen Exposition können Proben beziehungsweise Abstriche erforderlich sein aus:

  • Urin beziehungsweise Harnröhre

  • Vagina oder Gebärmutterhals

  • Rachen

  • Rektum

Bei bestimmten Situationen ist zusätzlich eine Gonokokken Kultur mit Resistenztestung wichtig.

Antibiotikaresistenzen

Ein zunehmendes medizinisches Problem sind antibiotikaresistente Gonokokken.

Neisseria Gonorrhoe hat im Laufe der Zeit Resistenzen gegen verschiedene Antibiotikagruppen entwickelt. Deshalb sollte die Behandlung nach den jeweils aktuellen medizinischen Empfehlungen erfolgen.

Bei fortbestehenden Beschwerden nach einer Therapie muss unter anderem an:

  • Therapieversagen

  • Antibiotikaresistenz

  • erneute Ansteckung

  • zusätzliche sexuell übertragbare Infektionen

gedacht werden.

Behandlung

Gonorrhö wird mit geeigneten Antibiotika behandelt. Die konkrete Therapie richtet sich nach den aktuellen Leitlinien, Resistenzdaten, Infektionsorten und individuellen Faktoren.

Die Behandlung sollte vollständig entsprechend der ärztlichen Verordnung durchgeführt werden.

Sexualpartner und erneute Ansteckung

Eine erfolgreiche Behandlung schützt nicht vor einer erneuten Infektion.

Sexualpartner beziehungsweise Sexualpartnerinnen müssen entsprechend der medizinischen Empfehlungen informiert, untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt werden.

Bis die Behandlung abgeschlossen ist und keine relevante Übertragungsgefahr mehr besteht, sollte entsprechend der ärztlichen Empfehlung auf sexuelle Kontakte verzichtet werden.

Andere sexuell übertragbare Infektionen

Bei diagnostizierter Gonorrhö sollte abhängig von der individuellen Situation auch eine Untersuchung auf weitere sexuell übertragbare Infektionen erwogen werden, insbesondere:

  • Chlamydien

  • Syphilis

  • HIV

  • Hepatitis B und gegebenenfalls Hepatitis C

Mehrere Infektionen können gleichzeitig vorliegen.

Vorbeugung

Das Risiko einer Gonorrhö kann insbesondere durch konsequente Verwendung von Kondomen beziehungsweise geeigneten Barriere Methoden reduziert werden.

Bei wechselnden Sexualpartnern oder erhöhtem Expositionsrisiko können regelmäßige STI-Untersuchungen sinnvoll sein.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Beschwerden des Urogenitalbereichs und bei Infektionsbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Beseitigung von Neisseria Gonorrhoe oder Heilung einer Gonorrhö durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Eine unbehandelte Gonorrhö kann zu schweren Komplikationen führen und weiterhin auf andere Personen übertragen werden. Eine notwendige antibiotische Behandlung darf deshalb nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Bei Verdacht auf Gonorrhö sollte eine medizinische Untersuchung mit gezieltem Erregernachweis erfolgen. Dies gilt auch bei fehlenden Beschwerden nach einem relevanten Risikokontakt.

Bei starken Unterbauchschmerzen, Fieber, starken Hoden- oder Nebenhodenschmerzen, Gelenkschwellungen, ausgeprägtem Krankheitsgefühl oder einer möglichen Gonokokken Infektion des Auges ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Medorrhinum, Cantharis vesic., Mercurius corrosivus, Nitricum acidum, Chimphila umbellata

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