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Gicht und Hyperurikämie – erhöhter Harnsäurespiegel und akute Gelenkentzündung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Gicht und Hyperurikämie – erhöhter Harnsäurespiegel und akute Gelenkentzündung

Die Hyperurikämie bezeichnet eine erhöhte Konzentration von Harnsäure im Blut. Bleibt der Harnsäurespiegel über längere Zeit erhöht, können sich Harnsäurekristalle (Mononatriumurat-Kristalle) in Gelenken und anderen Geweben ablagern.

Entsteht dadurch eine entzündliche Gelenkerkrankung, spricht man von Gicht (Arthritis urica).

Nicht jeder Mensch mit einer Hyperurikämie entwickelt automatisch eine Gicht.

Wie entsteht eine Hyperurikämie?

Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen. Sie wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden.

Ein erhöhter Harnsäurespiegel entsteht häufig, wenn die Nieren nicht ausreichend Harnsäure ausscheiden. Zusätzlich können eine erhöhte Harnsäurebildung oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

Begünstigende Faktoren sind:

  • genetische Veranlagung

  • eingeschränkte Nierenfunktion

  • Übergewicht und metabolisches Syndrom

  • purinreiche Ernährung

  • hoher Alkoholkonsum

  • insbesondere größere Mengen Bier und Spirituosen

  • stark fruktosehaltige Getränke

  • Fasten und rascher Gewichtsverlust

  • bestimmte Medikamente, beispielsweise einige Diuretika

  • bestimmte Blut- und Tumorerkrankungen

Akuter Gichtanfall

Ein akuter Gichtanfall beginnt häufig plötzlich und mit sehr starken Schmerzen, oftmals nachts.

Typisch sind:

  • starke Gelenkschmerzen

  • deutliche Rötung

  • Schwellung

  • Überwärmung

  • extreme Berührungsempfindlichkeit

  • eingeschränkte Beweglichkeit

Besonders häufig ist das Großzehengrundgelenk betroffen. Diese klassische Form wird als Podagra bezeichnet.

Gicht kann jedoch auch Sprunggelenk, Knie, Finger, Handgelenk, Ellenbogen oder andere Gelenke betreffen.

Chronische Gicht und Gichtknoten

Bleibt der Harnsäurespiegel langfristig deutlich erhöht, können sich größere Kristallablagerungen bilden. Diese werden als Gichttophi bezeichnet.

Sie können beispielsweise auftreten an:

  • Fingern und Zehen

  • Ellenbogen

  • Ohrmuschel

  • Sehnen und Schleimbeuteln

Eine langjährig unzureichend behandelte Gicht kann zu dauerhaften Gelenkschäden führen.

Gicht und Nieren

Harnsäure kann auch die Nieren und Harnwege betreffen. Möglich sind:

  • Harnsäuresteine

  • Nierenkoliken

  • Beeinträchtigung der Nierenfunktion

Bei Gicht sollte deshalb auch die Nierenfunktion berücksichtigt werden.

Diagnose

Zur Abklärung können unter anderem durchgeführt werden:

  • Bestimmung der Harnsäure im Blut

  • Nierenfunktionswerte

  • Untersuchung des betroffenen Gelenks

  • Ultraschall

  • bei unklarer Diagnose Gelenkpunktion mit Nachweis von Uratkristallen

Wichtig: Während eines akuten Gichtanfalls kann der Harnsäurewert im Blut auch normal sein. Ein einzelner normaler Wert schließt eine Gicht daher nicht sicher aus.

Behandlung

Beim akuten Gichtanfall steht die schnelle Behandlung der Entzündung und Schmerzen im Vordergrund. Je nach Patient kommen beispielsweise NSAR, Colchicin oder Kortikosteroide infrage.

Bei wiederholten Gichtanfällen oder bestimmten Risikokonstellationen kann eine langfristige harnsäuresenkende Therapie, beispielsweise mit Allopurinol oder anderen geeigneten Medikamenten, erforderlich sein.

Ziel ist es, den Harnsäurespiegel dauerhaft so weit zu senken, dass sich vorhandene Uratkristalle allmählich auflösen und neue Ablagerungen verhindert werden.

Ernährung und Lebensstil

Unterstützend können sinnvoll sein:

  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sofern medizinisch nichts dagegen spricht

  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht

  • Vermeidung von Crash-Diäten und längerem Fasten

  • Reduktion stark purinreicher Lebensmittel

  • Einschränkung von Alkohol

  • Reduktion stark zucker- beziehungsweise fruktosehaltiger Getränke

Eine ausgeprägte Gicht lässt sich jedoch nicht immer allein durch Ernährungsmaßnahmen ausreichend kontrollieren.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Krankheits- und Beschwerdebilder festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Senkung eines krankhaft erhöhten Harnsäurespiegels, Auflösung von Uratablagerungen oder Verhinderung von Gelenk- und Nierenschäden durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige medikamentöse Harnsäuresenkung sollte daher nicht ersetzt oder eigenständig abgesetzt werden.

Wichtiger Hinweis

Ein erstmals plötzlich stark gerötetes, heißes, geschwollenes und äußerst schmerzhaftes Gelenk sollte ärztlich abgeklärt werden. Eine bakterielle Gelenkinfektion kann ähnlich aussehen wie ein Gichtanfall und muss gegebenenfalls dringend behandelt werden.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Medorrhinum, Acidum benzoicum, Ledum, Belladonna, Rhus tox., Symphytum off.

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