Lähmungen – z. B. nach Schlaganfall, Hirnblutung oder Schädigung der Wirbelsäule bzw. des Rückenmarks "Unterstützung"
Dr. Banerji-Protokolle
Lähmungen – z. B. nach Schlaganfall, Hirnblutung oder Schädigung der Wirbelsäule bzw. des Rückenmarks
Eine Lähmung bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Verlust der willkürlichen Muskelbewegung. Eine unvollständige Lähmung wird als Parese, eine vollständige Lähmung als Plegie bezeichnet.
Lähmungen können entstehen, wenn Bereiche des Gehirns, des Rückenmarks oder der peripheren Nerven, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind, geschädigt werden. Sie können einzelne Muskeln, eine Extremität, eine Körperhälfte oder größere Bereiche des Körpers betreffen.
Wie entstehen Lähmungen?
Zu den möglichen Ursachen gehören insbesondere:
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Ischämischer Schlaganfall: Ein Blutgefäß im Gehirn wird verschlossen und ein Teil des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
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Hirnblutung: Durch das Platzen oder die Verletzung eines Blutgefäßes tritt Blut in oder um das Gehirn aus und kann Nervengewebe schädigen.
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Rückenmarksschädigung: Verletzungen oder Erkrankungen der Wirbelsäule können das darin verlaufende Rückenmark beeinträchtigen. Je nach Höhe und Ausmaß der Schädigung können unterschiedliche Körperbereiche gelähmt sein.
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Schädel-Hirn- oder Wirbelsäulenverletzungen
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Tumoren oder andere raumfordernde Prozesse
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Entzündliche oder andere neurologische Erkrankungen
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Schädigungen peripherer Nerven
Welche Formen von Lähmungen gibt es?
Je nach Ausmaß und betroffener Körperregion unterscheidet man unter anderem:
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Parese: unvollständige Lähmung bzw. deutliche Muskelschwäche
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Plegie: vollständige Lähmung
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Monoparese/Monoplegie: ein Arm oder ein Bein ist betroffen
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Hemiparese/Hemiplegie: eine Körperhälfte ist betroffen, beispielsweise nach einem Schlaganfall
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Paraparese/Paraplegie: vorwiegend beide Beine und gegebenenfalls weitere Bereiche unterhalb einer Rückenmarksschädigung sind betroffen
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Tetraparese/Tetraplegie: Arme und Beine sind betroffen, beispielsweise bei einer Schädigung des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule
Welche Beschwerden können auftreten?
Neben der eingeschränkten oder fehlenden Bewegungsfähigkeit können weitere neurologische Beschwerden auftreten:
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Muskelschwäche
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erhöhte Muskelspannung und Spastik
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Taubheitsgefühle und Sensibilitätsstörungen
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Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
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Einschränkungen der Feinmotorik
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Sprach- oder Schluckstörungen bei Schädigungen des Gehirns
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Störungen der Blasen- oder Darmfunktion bei bestimmten Rückenmarksschädigungen
Behandlung und Rehabilitation
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache, dem Ort der Schädigung und dem Ausmaß der Lähmung. Neben der Behandlung der Grunderkrankung spielen Physiotherapie, Ergotherapie und Rehabilitation eine wichtige Rolle. Bei Sprach- oder Schluckstörungen kann zusätzlich eine logopädische Behandlung erforderlich sein.
Plötzlich auftretende Lähmungen sind ein medizinischer Notfall
Plötzlich auftretende Lähmungen oder Muskelschwäche können auf einen Schlaganfall oder eine Hirnblutung hinweisen und müssen sofort medizinisch abgeklärt werden. Auch Lähmungserscheinungen nach einer Verletzung der Wirbelsäule erfordern eine umgehende medizinische Versorgung.
Wichtiger Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Rhus tox., Arnica, Aconitum nap., Lachesis, Stramonium, Hamamelis virg., Arnica
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