Portalhypertonie – erhöhter Druck im Pfortadersystem "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Portalhypertonie – erhöhter Druck im Pfortadersystem
Die Portalhypertonie (portale Hypertension) bezeichnet einen krankhaft erhöhten Druck im Pfortadersystem. Die Pfortader (Vena portae) transportiert das Blut aus Magen, Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse zur Leber.
Wird der Blutfluss durch die Leber oder im Bereich der Pfortader behindert, steigt der Druck im Pfortadersystem. Häufigste Ursache ist eine fortgeschrittene chronische Lebererkrankung beziehungsweise Leberzirrhose.
Die Portalhypertonie kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Ösophagus- und Magenvarizen, Aszites und Milzvergrößerung führen.
Welche Ursachen gibt es?
Die Ursachen können danach unterschieden werden, wo die Behinderung des Blutflusses liegt.
Häufige beziehungsweise wichtige Ursachen sind:
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Leberzirrhose
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chronische Lebererkrankungen mit Vernarbung der Leber
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Pfortaderthrombose
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bestimmte Gefäßerkrankungen der Leber
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Budd-Chiari-Syndrom
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bestimmte parasitäre Erkrankungen
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selten Erkrankungen des Herzens beziehungsweise des venösen Abflusses
Welche Beschwerden können auftreten?
Eine Portalhypertonie selbst verursacht zunächst häufig keine eindeutigen Beschwerden. Symptome entstehen vor allem durch die zugrunde liegende Erkrankung und ihre Komplikationen.
Möglich sind:
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zunehmender Bauchumfang
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Aszites (Bauchwassersucht)
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vergrößerte Milz (Splenomegalie)
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niedrige Thrombozytenzahl
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Ösophagusvarizen
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Magenvarizen
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sichtbare erweiterte Venen an der Bauchwand
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Gelbsucht bei zugrunde liegender Lebererkrankung
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Müdigkeit und Leistungsminderung
Ösophagus- und Magenvarizen
Durch den erhöhten Pfortaderdruck sucht sich das Blut alternative Wege zurück zum Herzen. Dadurch können sich Venen insbesondere in der Speiseröhre und im Magen stark erweitern.
Diese Varizen können reißen und erhebliche Blutungen verursachen.
Warnzeichen einer Varizenblutung sind:
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Bluterbrechen
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kaffeesatzartiges Erbrechen
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schwarzer, teerartiger Stuhl
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Schwindel
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ausgeprägte Schwäche
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Blutdruckabfall
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Kreislaufkollaps
Eine Varizenblutung ist ein medizinischer Notfall.
Aszites
Ein weiteres häufiges Zeichen einer ausgeprägten Portalhypertonie bei Leberzirrhose ist die Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle.
Mögliche Beschwerden sind:
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zunehmender Bauchumfang
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Spannungsgefühl
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Gewichtszunahme durch Flüssigkeit
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Appetitlosigkeit beziehungsweise frühes Sättigungsgefühl
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Atemnot bei ausgeprägtem Aszites
Bei Patienten mit Aszites können zudem bakterielle Infektionen der Aszitesflüssigkeit auftreten, die rasch behandelt werden müssen.
Milzvergrößerung und Blutbildveränderungen
Durch den erhöhten Druck kann sich die Milz vergrößern. Dabei können vermehrt Blutzellen in der Milz zurückgehalten beziehungsweise abgebaut werden.
Besonders häufig fällt eine verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) auf.
Hepatische Enzephalopathie
Bei fortgeschrittener Lebererkrankung können sich Stoffwechselprodukte im Körper anreichern und die Gehirnfunktion beeinträchtigen.
Mögliche Zeichen sind:
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Konzentrationsstörungen
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Verwirrtheit
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ungewöhnliche Müdigkeit
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Veränderungen des Verhaltens
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Zittern beziehungsweise charakteristisches „Flattern“ der Hände
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bei schweren Verläufen Bewusstseinsstörungen
Diagnose
Zur Abklärung können je nach Situation eingesetzt werden:
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Blutbild und Thrombozyten
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Leberwerte und Bilirubin
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Gerinnungswerte
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Albumin
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Ultraschall von Leber und Milz
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Doppler-Ultraschall der Pfortader
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Elastographie zur Beurteilung der Lebersteifigkeit
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CT oder MRT
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Gastroskopie zur Suche nach Ösophagus- oder Magenvarizen
In spezialisierten Situationen kann der Druck im Pfortadersystem beziehungsweise der hepatische Venendruckgradient (HVPG) bestimmt werden.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schweregrad sowie den bestehenden Komplikationen.
Mögliche Maßnahmen sind:
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Behandlung der zugrunde liegenden Lebererkrankung
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Vorbeugung von Varizenblutungen
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nichtselektive Betablocker bei geeigneten Patienten
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endoskopische Gummibandligatur von Ösophagusvarizen
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Behandlung eines Aszites
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Behandlung von Infektionen und anderen Komplikationen
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in bestimmten Fällen Anlage eines TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt)
Bei fortgeschrittener Lebererkrankung kann eine Lebertransplantation geprüft werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Leber-, Gefäß- und Verdauungsbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Senkung des Pfortaderdrucks oder Behandlung beziehungsweise Verhinderung von Komplikationen wie Ösophagusvarizen, Varizenblutungen oder Aszites durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige gastroenterologische beziehungsweise hepatologische Behandlung darf daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bluterbrechen oder schwarzer teerartiger Stuhl bei Portalhypertonie beziehungsweise Leberzirrhose sind medizinische Notfälle.
Auch neu auftretende Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Fieber bei Aszites, starke Bauchschmerzen oder ausgeprägte Kreislaufprobleme erfordern eine rasche medizinische Abklärung.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Chelidonium, Lycopodium, Hamamelis, Arnica
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