Dekubitus, Hautgeschwüre und Hämangiome – chronische Wunden und gutartige Gefäßveränderungen der Haut "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Dekubitus, Hautgeschwüre und Hämangiome – chronische Wunden und gutartige Gefäßveränderungen der Haut
Unter Hautgeschwüren (Ulzera) versteht man tiefergehende Defekte der Haut oder Schleimhaut, die unterschiedliche Ursachen haben können. Ein Dekubitus (Druckgeschwür) entsteht insbesondere durch länger anhaltenden Druck und/oder Scherkräfte auf das Gewebe.
Ein Hämangiom (Blutschwämmchen) ist dagegen eine gutartige Gefäßveränderung beziehungsweise ein gutartiger Gefäßtumor und grundsätzlich von einem Hautgeschwür zu unterscheiden.
Dekubitus – Druckgeschwür
Ein Dekubitus entsteht durch länger anhaltende Druckbelastung des Gewebes, häufig über knöchernen Vorsprüngen. Durch die beeinträchtigte Durchblutung können Haut und tiefer liegende Gewebeschichten geschädigt werden.
Besonders gefährdet sind Menschen mit:
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eingeschränkter Beweglichkeit
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längerer Bettlägerigkeit
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Rollstuhlpflicht
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vermindertem Schmerz- oder Druckempfinden
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neurologischen Erkrankungen
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Durchblutungsstörungen
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Mangelernährung
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sehr empfindlicher oder vorgeschädigter Haut
Typische Stellen für einen Dekubitus
Besonders häufig betroffen sind:
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Kreuzbein und Steißbein
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Fersen
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Hüften
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Knöchel
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Ellenbogen
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Hinterkopf
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Schulterblätter
Mögliche Anzeichen
Je nach Ausprägung können auftreten:
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anhaltende Hautrötung
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Überwärmung oder Verhärtung
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Schmerzen
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Blasenbildung
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offene Wunden
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tiefe Gewebedefekte
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abgestorbenes Gewebe (Nekrosen)
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Wundsekret
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bei Infektion Eiter oder unangenehmer Geruch
Ein Dekubitus kann weit über die sichtbare Hautveränderung hinausreichen und Muskeln, Sehnen oder Knochen betreffen.
Hautgeschwüre – Ulzera
Nicht jedes Hautgeschwür ist ein Dekubitus. Chronische Wunden können unterschiedliche Ursachen haben.
Dazu gehören insbesondere:
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venöse Durchblutungsstörungen – Ulcus cruris venosum
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arterielle Durchblutungsstörungen – Ulcus cruris arteriosum
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Diabetes mellitus und diabetisches Fußsyndrom
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Druckschäden
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Verletzungen
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Infektionen
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entzündliche oder autoimmune Erkrankungen
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selten bösartige Hautveränderungen
Eine erfolgreiche Behandlung setzt deshalb voraus, dass die Ursache des Hautgeschwürs festgestellt wird.
Behandlung von Dekubitus und Hautgeschwüren
Je nach Ursache und Ausprägung können erforderlich sein:
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konsequente Druckentlastung bei Dekubitus
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regelmäßige Lagerungs- und Mobilisationsmaßnahmen
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fachgerechte Wundversorgung
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geeignete Wundauflagen
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Behandlung von Infektionen
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Entfernung abgestorbenen Gewebes, wenn medizinisch angezeigt
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Verbesserung der Ernährungssituation
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Behandlung von Durchblutungsstörungen
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bei venösen Ulzera gegebenenfalls Kompressionstherapie nach entsprechender Gefäßdiagnostik
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optimale Behandlung eines Diabetes
Bei tiefen oder schlecht heilenden Wunden kann eine spezialisierte Wundambulanz beziehungsweise Wundversorgung erforderlich sein.
Hämangiom – Blutschwämmchen
Ein Hämangiom ist eine gutartige Gefäßneubildung. Besonders bekannt sind infantile Hämangiome, die bei Säuglingen auftreten.
Sie können:
-
rötlich bis dunkelrot erscheinen
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flach oder erhaben sein
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unterschiedlich groß werden
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oberflächlich oder tiefer im Gewebe liegen
Viele infantile Hämangiome bilden sich im Laufe der Kindheit teilweise oder weitgehend von selbst zurück.
Wann muss ein Hämangiom behandelt werden?
Eine Behandlung kann insbesondere erforderlich sein, wenn das Hämangiom:
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sehr schnell wächst
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die Augen beziehungsweise das Sehvermögen beeinträchtigt
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die Atemwege betrifft
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die Nahrungsaufnahme behindert
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wiederholt blutet
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Geschwüre bildet
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Schmerzen verursacht
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funktionell oder aufgrund seiner Lage problematisch ist
Bei behandlungsbedürftigen infantilen Hämangiomen können unter ärztlicher Kontrolle unter anderem Betablocker wie Propranolol eingesetzt werden.
Hämangiom und andere Gefäßveränderungen
Nicht jede rote oder bläuliche Gefäßveränderung ist ein Hämangiom. Davon abzugrenzen sind unter anderem Gefäßmalformationen, Angiome und andere vaskuläre Veränderungen. Bei unklaren Befunden ist eine dermatologische Untersuchung sinnvoll.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Hautveränderungen, Wundbeschwerden und Gefäßveränderungen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Heilung eines Dekubitus oder chronischen Hautgeschwürs beziehungsweise eine Rückbildung eines Hämangioms durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Insbesondere notwendige Druckentlastung, Wundbehandlung, Gefäßdiagnostik oder medizinische Behandlung eines Hämangioms dürfen nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei einem Hautgeschwür mit zunehmender Rötung, Überwärmung, Schwellung, starken Schmerzen, Eiter, unangenehmem Geruch, schwarzem beziehungsweise abgestorbenem Gewebe oder Fieber ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.
Auch ein schnell wachsendes, stark blutendes oder sich geschwürig veränderndes Hämangiom sollte ärztlich beurteilt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hamamelis virg., Arnica montana, Hypericum perf., Arsenicum album, Carduus mar., Lachesis mut., Crotalus horridus
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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