Bisswunden durch Menschen oder Tiere – Verletzungen mit erhöhtem Infektionsrisiko "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Bisswunden durch Menschen oder Tiere – Verletzungen mit erhöhtem Infektionsrisiko
Bisswunden entstehen durch den Biss eines Menschen oder Tieres und reichen von oberflächlichen Hautverletzungen bis zu tiefen Wunden mit Beteiligung von Unterhautgewebe, Muskeln, Sehnen, Gelenken, Nerven oder Knochen.
Auch eine äußerlich kleine Bisswunde kann tiefer reichen als zunächst erkennbar. Durch den Speichel gelangen zahlreiche Mikroorganismen in die Wunde. Deshalb besitzen insbesondere Menschen-, Katzen- und bestimmte Hundebisse ein relevantes Risiko für bakterielle Infektionen.
Typische Bissverletzungen
Häufig sind:
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Hundebisse
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Katzenbisse
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Menschenbisse
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Bisse durch Nagetiere
-
Bisse durch Wildtiere
-
Bisse durch andere Haus- oder Nutztiere
Art und Risiko der Verletzung unterscheiden sich je nach Tierart, Lokalisation und Tiefe der Wunde.
Hundebiss
Hundebisse können durch die hohe Kieferkraft erhebliche Gewebeschäden verursachen.
Möglich sind:
-
Quetschwunden
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Risswunden
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tiefe Gewebeverletzungen
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Verletzungen von Sehnen und Muskeln
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Knochenverletzungen
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Nerven- oder Gefäßschäden
Bei Kindern befinden sich Hundebissverletzungen häufiger im Bereich von Gesicht und Kopf.
Katzenbiss
Katzenbisse können äußerlich sehr klein erscheinen, besitzen aber ein besonders relevantes Infektionsrisiko.
Die langen, spitzen Zähne können Bakterien tief in das Gewebe einbringen. Besonders problematisch sind Bisse an:
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Händen
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Fingern
-
Handgelenken
-
Gelenken
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Sehnenscheiden
Eine Infektion kann sich dort rasch ausbreiten.
Menschenbiss
Auch Menschenbisse besitzen ein hohes Infektionsrisiko, da die menschliche Mundhöhle zahlreiche Bakterien enthält.
Besonders ernst zu nehmen sind Verletzungen an der Hand, beispielsweise wenn die Faust bei einer Auseinandersetzung gegen die Zähne einer anderen Person schlägt. Eine solche sogenannte „Fight-Bite“-Verletzung kann Gelenke und Sehnen betreffen und sollte medizinisch abgeklärt werden.
Mögliche Krankheitserreger
Bisswunden können durch unterschiedliche Bakterien infiziert werden.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Pasteurella-Arten
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Staphylococcus aureus
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Streptokokken
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Capnocytophaga canimorsus
-
Eikenella corrodens bei Menschenbissen
-
verschiedene anaerobe Bakterien
Häufig handelt es sich um Mischinfektionen mit mehreren Erregern.
Zeichen einer Wundinfektion
Warnzeichen sind:
-
zunehmende Rötung
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Schwellung
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Überwärmung
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stärker werdende Schmerzen
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eitrige Sekretion
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unangenehmer Geruch
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eingeschränkte Beweglichkeit
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Fieber
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Schüttelfrost
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rote Streifen entlang einer Extremität
Eine rasche Ausbreitung der Rötung oder deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes erfordert eine schnelle medizinische Abklärung.
Erste Versorgung einer Bisswunde
Eine frische Bisswunde sollte möglichst rasch sorgfältig gereinigt werden.
Zu den grundlegenden Maßnahmen gehören:
-
Wunde gründlich mit sauberem fließendem Wasser spülen
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sichtbare Verschmutzungen vorsichtig entfernen
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geeignete Wunddesinfektion
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Blutungen durch vorsichtigen direkten Druck stillen
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Wunde anschließend sauber abdecken
Tiefe Bisswunden sollten nicht eigenständig verklebt oder fest verschlossen werden.
Antibiotische Behandlung
Nicht jede oberflächliche Bissverletzung benötigt automatisch ein Antibiotikum.
Bei erhöhtem Infektionsrisiko kann jedoch eine vorbeugende antibiotische Behandlung sinnvoll sein. Dies betrifft insbesondere:
-
Katzenbisse
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Menschenbisse
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tiefe Punktionswunden
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Bisse an Hand oder Fingern
-
Verletzungen in Gelenknähe
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tiefe oder stark verschmutzte Wunden
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Bissverletzungen bei eingeschränkter Immunabwehr
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bereits vorhandene Infektionszeichen
Bei einer bereits infizierten Bisswunde ist eine gezielte antibiotische Behandlung häufig erforderlich.
Tetanus – Wundstarrkrampf
Bei jeder relevanten Bissverletzung sollte der Tetanus-Impfschutz überprüft werden.
Abhängig von Art der Wunde und Impfstatus kann eine Auffrischungsimpfung und bei unzureichendem beziehungsweise unbekanntem Impfschutz gegebenenfalls eine zusätzliche Tetanusprophylaxe erforderlich sein.
Tollwut – Rabies
Bei Tierbissen muss abhängig von Tierart, Herkunft des Tieres, Verhalten des Tieres und dem Land beziehungsweise Gebiet auch an Tollwut gedacht werden.
Dies ist insbesondere relevant bei:
-
Bissen durch Wildtiere
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Fledermauskontakt
-
unbekannten oder nicht beobachtbaren Tieren
-
Tierbissen in Ländern mit Tollwutvorkommen
Besteht ein möglicher Tollwutkontakt, muss unverzüglich medizinisch abgeklärt werden, ob eine Tollwut-Postexpositionsprophylaxe erforderlich ist.
Nach Auftreten klinischer Tollwutsymptome verläuft die Erkrankung nahezu immer tödlich. Deshalb ist die rechtzeitige vorbeugende Behandlung nach einer möglichen Exposition entscheidend.
Menschenbiss und übertragbare Infektionen
Bei Menschenbissen muss neben bakteriellen Wundinfektionen in bestimmten Situationen auch das Risiko einer Übertragung von Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV beurteilt werden.
Das tatsächliche Risiko hängt unter anderem davon ab, ob Blutkontakt stattgefunden hat und welche Art von Verletzung vorliegt.
Bei einer relevanten Exposition sollte die medizinische Beurteilung möglichst früh erfolgen, da bestimmte vorbeugende Maßnahmen zeitkritisch sein können.
Bisswunden an Hand und Fingern
Bissverletzungen an Händen und Fingern benötigen besondere Aufmerksamkeit.
Infektionen können sich auf:
-
Sehnenscheiden
-
Gelenke
-
Knochen
-
tiefe Weichteile
ausbreiten.
Bereits kleine Punktionswunden können deshalb erhebliche Komplikationen verursachen.
Mögliche Komplikationen
Unzureichend behandelte Bisswunden können zu folgenden Komplikationen führen:
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Wundinfektion
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Abszess
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Phlegmone
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Sehnenscheidenentzündung
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Gelenkinfektion
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Knocheninfektion (Osteomyelitis)
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Lymphangitis
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Gewebeschädigung
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Sepsis
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Verletzungen und Beschwerden nach Bisswunden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Verhinderung oder Behandlung bakterieller Infektionen, von Tetanus oder Tollwut durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Homöopathische Mittel können insbesondere eine notwendige Wundversorgung, Antibiotikatherapie, Tetanusprophylaxe oder Tollwut-Postexpositionsprophylaxe nicht ersetzen. Medizinisch notwendige Maßnahmen dürfen nicht verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bisswunden sollten insbesondere bei Katzen- oder Menschenbissen, tiefen Hundebissen, Verletzungen an Händen, Fingern, Gesicht oder Gelenken, starken Blutungen, zunehmender Rötung und Schwellung, Eiterbildung, Fieber oder eingeschränkter Beweglichkeit zeitnah ärztlich beurteilt werden.
Nach einem Biss durch ein möglicherweise tollwutverdächtiges Tier oder nach relevantem Fledermauskontakt ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hypericum, Arsenicum album, Stramonium
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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