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Haarausfall nach Chemotherapie oder Strahlentherapie – therapiebedingte Alopezie "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Haarausfall nach Chemotherapie oder Strahlentherapie – therapiebedingte Alopezie

Haarausfall nach einer Chemotherapie oder Strahlentherapie ist eine mögliche Nebenwirkung einer Krebsbehandlung. Besonders bestimmte Chemotherapeutika greifen schnell wachsende Zellen an. Da auch die Zellen der Haarfollikel eine hohe Teilungsaktivität besitzen, können sie vorübergehend geschädigt werden.

Wie stark der Haarausfall ausgeprägt ist und ob nur das Kopfhaar oder auch andere Körperhaare betroffen sind, hängt von der jeweiligen Behandlung, Dosierung und individuellen Empfindlichkeit ab.

Haarausfall nach Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie kann es zu einem sogenannten anagenen Effluvium kommen. Die Haare werden während ihrer aktiven Wachstumsphase geschädigt und können innerhalb relativ kurzer Zeit ausfallen.

Je nach Therapie können betroffen sein:

  • Kopfhaare

  • Augenbrauen

  • Wimpern

  • Bart

  • Achsel- und Körperhaare

  • Schambehaarung

Nicht jede Chemotherapie führt zu vollständigem Haarverlust. Manche Medikamente verursachen lediglich eine Ausdünnung der Haare.

Wann beginnt der Haarausfall?

Der Haarausfall beginnt häufig einige Wochen nach Beginn der Chemotherapie. Das genaue Ausmaß und der zeitliche Verlauf unterscheiden sich je nach eingesetzten Wirkstoffen und Behandlungsschema.

Wachsen die Haare nach einer Chemotherapie wieder nach?

In den meisten Fällen ist der chemotherapiebedingte Haarausfall vorübergehend.

Nach Abschluss der Behandlung beginnen die Haare häufig innerhalb der folgenden Wochen bis Monate wieder zu wachsen. Bis die ursprüngliche Haardichte erreicht wird, kann jedoch deutlich mehr Zeit vergehen.

Die neu wachsenden Haare können vorübergehend:

  • feiner oder kräftiger sein

  • eine andere Struktur haben

  • stärker gelockt sein

  • eine etwas andere Farbe aufweisen

Selten kann nach bestimmten hoch dosierten oder wiederholt eingesetzten Chemotherapien ein länger anhaltender beziehungsweise dauerhafter Haarverlust auftreten.

Haarausfall nach Strahlentherapie

Bei einer Strahlentherapie (Radiotherapie) tritt Haarausfall grundsätzlich nur in dem Körperbereich auf, der bestrahlt wird.

Wird beispielsweise der Kopf bestrahlt, können die Haare innerhalb des Bestrahlungsfeldes ausfallen.

Ob die Haare anschließend vollständig nachwachsen, hängt unter anderem von der:

  • Strahlendosis

  • Größe des Bestrahlungsfeldes

  • Anzahl der Behandlungen

  • individuellen Empfindlichkeit der Haarfollikel

ab.

Bei höheren Strahlendosen kann der Haarverlust im behandelten Bereich dauerhaft sein.

Kopfhaut während und nach der Behandlung

Die Kopfhaut kann während einer Chemo- oder Strahlentherapie empfindlicher sein.

Möglich sind:

  • Trockenheit

  • Rötung

  • Juckreiz

  • Spannungsgefühl

  • erhöhte Empfindlichkeit

  • bei Bestrahlung entzündliche Hautreaktionen

Eine möglichst milde Haar- und Kopfhautpflege ist deshalb sinnvoll.

Schonende Haarpflege

Während der Behandlung können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • milde Shampoos verwenden

  • Haare vorsichtig trocknen

  • starkes Reiben vermeiden

  • keine aggressive chemische Behandlung der Haare

  • starke Hitze durch Föhn oder Glätteisen vermeiden

  • Kopfhaut vor intensiver Sonne und Kälte schützen

Bei bestrahlter Haut sollten Pflegeprodukte mit dem behandelnden Strahlentherapie-Team abgestimmt werden.

Kopfhautkühlung bei Chemotherapie

Bei bestimmten Chemotherapien kann eine Kopfhautkühlung (Scalp Cooling) während der Infusion den Haarverlust reduzieren.

Die Methode ist jedoch nicht bei jedem Chemotherapeutikum und nicht für jede Krebserkrankung gleichermaßen geeignet. Ob eine Kopfhautkühlung infrage kommt, sollte mit dem behandelnden onkologischen Team besprochen werden.

Diagnose bei anhaltendem Haarausfall

Bleibt das Haarwachstum längere Zeit nach Abschluss der Behandlung deutlich vermindert, können zusätzliche Ursachen geprüft werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Eisenmangel

  • Schilddrüsenfunktionsstörungen

  • Nährstoffmangel

  • hormonelle Veränderungen

  • zusätzliche Medikamente

  • andere Formen der Alopezie

Eine dermatologische Untersuchung kann helfen, zwischen weiterhin therapiebedingtem Haarausfall und zusätzlichen Ursachen zu unterscheiden.

Behandlung

In vielen Fällen steht zunächst das natürliche Nachwachsen der Haare nach Abschluss der Krebstherapie im Vordergrund.

Bei länger anhaltendem Haarausfall kann dermatologisch geprüft werden, ob eine zusätzliche Behandlung sinnvoll ist. Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel sollten während beziehungsweise nach einer Krebstherapie nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden medizinischen Team eingesetzt werden.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Beschwerden während oder nach medizinischen Behandlungen sowie bei Haarausfall festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Verhinderung oder Behandlung eines durch Chemotherapie oder Strahlentherapie verursachten Haarausfalls beziehungsweise eine Beschleunigung des Haarwachstums durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

Homöopathische Präparate dürfen eine notwendige onkologische Behandlung keinesfalls ersetzen oder deren Durchführung verzögern. Auch ergänzende Präparate sollten während einer Krebsbehandlung mit dem behandelnden onkologischen Team abgestimmt werden.

Wichtiger Hinweis

Bei starker Entzündung der Kopfhaut, offenen oder nässenden Hautstellen, ausgeprägten Schmerzen oder Infektionszeichen sollte das behandelnde medizinische Team informiert werden.

Wenn die Haare längere Zeit nach Abschluss der Chemo- oder Strahlentherapie nicht oder nur sehr unvollständig nachwachsen, ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Fluoricum ac.

GRÖßE:30ml
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