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Giardia lamblia (Giardiasis, Lambliasis) – parasitäre Infektion des Dünndarms "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Giardia lamblia (Giardiasis, Lambliasis) – parasitäre Infektion des Dünndarms

Die Giardiasis, auch Lambliasis genannt, ist eine Infektion des Dünndarms durch den einzelligen Darmparasiten Giardia duodenalis, der auch unter den Bezeichnungen Giardia lamblia oder Giardia intestinalis bekannt ist.

Die Infektion kommt weltweit vor und wird vor allem über mit Giardia-Zysten verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder direkten Kontakt übertragen. Manche Infektionen verlaufen ohne Beschwerden, andere verursachen ausgeprägte und länger anhaltende Magen-Darm-Symptome.

Übertragung

Giardien werden hauptsächlich fäkal-oral übertragen. Bereits eine relativ geringe Menge infektiöser Zysten kann zur Ansteckung führen.

Mögliche Übertragungswege sind:

  • verunreinigtes Trinkwasser

  • Wasser aus Seen, Bächen oder anderen unbehandelten Quellen

  • kontaminierte Lebensmittel

  • mangelnde Handhygiene

  • enger Kontakt mit infizierten Personen

  • Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten

  • bestimmte Sexualpraktiken mit möglichem fäkal-oralem Kontakt

Die Zysten des Parasiten können außerhalb des menschlichen Körpers eine gewisse Zeit überleben.

Typische Symptome

Eine Giardiasis kann symptomlos bleiben. Bei einer symptomatischen Infektion können auftreten:

  • wässrige oder breiige Durchfälle

  • übel riechender Stuhl

  • fettiger beziehungsweise glänzender Stuhl

  • Blähungen

  • ausgeprägtes Völlegefühl

  • Bauchkrämpfe

  • Übelkeit

  • Aufstoßen

  • Appetitlosigkeit

  • Müdigkeit

  • Gewichtsverlust

Blutiger Durchfall und hohes Fieber sind für eine unkomplizierte Giardiasis eher untypisch und sollten an andere beziehungsweise zusätzliche Ursachen denken lassen.

Fettverdauungsstörung und Malabsorption

Giardien besiedeln vor allem den oberen Dünndarm und können die Aufnahme verschiedener Nährstoffe beeinträchtigen.

Dadurch kann es zu einer Malabsorption kommen.

Mögliche Folgen sind:

  • Fettstühle (Steatorrhö)

  • Gewichtsverlust

  • Vitamin- und Nährstoffmangel bei längerem Verlauf

  • allgemeine Schwäche

Bei Kindern kann eine länger anhaltende schwere Infektion das Wachstum beziehungsweise die Gewichtsentwicklung beeinträchtigen.

Laktoseintoleranz nach Giardiasis

Eine Giardieninfektion kann die Dünndarmschleimhaut vorübergehend beeinträchtigen.

Dadurch kann nach der Infektion eine sekundäre Laktoseintoleranz auftreten. Milchprodukte können dann vorübergehend verstärkt:

  • Blähungen

  • Bauchschmerzen

  • Durchfall

verursachen.

Diese Störung kann auch nach erfolgreicher Behandlung der eigentlichen Infektion noch einige Zeit bestehen.

Akuter und chronischer Verlauf

Bei manchen Menschen verschwinden die Beschwerden nach relativ kurzer Zeit. Bei anderen kann die Infektion über Wochen oder länger bestehen.

Eine länger anhaltende Giardiasis kann zu:

  • chronischem oder wiederkehrendem Durchfall

  • Gewichtsverlust

  • Malabsorption

  • Nährstoffmangel

  • anhaltenden Verdauungsbeschwerden

führen.

Auch nach erfolgreicher Beseitigung des Parasiten können bei einem Teil der Betroffenen vorübergehend funktionelle Magen-Darm-Beschwerden bestehen bleiben.

Diagnose

Der Nachweis erfolgt üblicherweise durch eine Stuhluntersuchung.

Mögliche Verfahren sind:

  • Giardia-Antigennachweis

  • PCR beziehungsweise molekularbiologischer Erregernachweis

  • mikroskopischer Nachweis von Zysten oder Trophozoiten

Da Giardien nicht unbedingt kontinuierlich ausgeschieden werden, können bei bestimmten Untersuchungsmethoden mehrere Stuhlproben an verschiedenen Tagen erforderlich sein.

Behandlung

Eine symptomatische Giardiasis kann mit geeigneten antiparasitären Arzneimitteln behandelt werden.

Je nach individueller Situation und regionalen Empfehlungen kommen verschiedene Wirkstoffe infrage.

Bei länger bestehenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte überprüft werden:

  • ob die Infektion tatsächlich beseitigt wurde

  • ob eine erneute Ansteckung stattgefunden hat

  • ob Haushalts- oder enge Kontaktpersonen betroffen sind

  • ob eine andere Erkrankung die Beschwerden verursacht

  • ob eine vorübergehende Malabsorption oder sekundäre Laktoseintoleranz besteht

Flüssigkeits- und Elektrolytverlust

Bei starkem Durchfall können erhebliche Mengen Flüssigkeit und Elektrolyte verloren gehen.

Besonders gefährdet sind:

  • Säuglinge und kleine Kinder

  • ältere Menschen

  • Menschen mit schweren Begleiterkrankungen

Bei ausgeprägtem Flüssigkeitsverlust kann eine gezielte orale Rehydratation mit Elektrolytlösungen erforderlich sein.

Hygiene und Vermeidung einer erneuten Infektion

Giardien können innerhalb eines Haushalts oder einer Gemeinschaft weitergegeben werden.

Wichtige Hygienemaßnahmen sind:

  • gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang

  • Händewaschen vor der Zubereitung von Lebensmitteln

  • sorgfältige Toilettenhygiene

  • Handtücher möglichst nicht gemeinsam benutzen

  • kontaminiertes Wasser nicht trinken

  • beim Reisen auf sichere Trinkwasserquellen achten

Unbehandeltes Wasser aus Seen, Flüssen oder Bächen sollte in Risikosituationen nicht einfach getrunken werden.

Giardia bei Kindern

Kinder können sich insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen relativ leicht anstecken.

Bei länger anhaltendem Durchfall, Gewichtsverlust oder mangelnder Gewichtszunahme sollte eine Giardiasis als mögliche Ursache berücksichtigt und entsprechend diagnostisch abgeklärt werden.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen parasitären Erkrankungen und damit verbundenen Magen-Darm-Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Beseitigung von Giardia lamblia beziehungsweise Giardia duodenalis durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Bei nachgewiesener behandlungsbedürftiger Giardiasis sollte eine notwendige antiparasitäre Therapie daher nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Bei anhaltendem oder starkem Durchfall, deutlichem Gewichtsverlust, Zeichen einer Austrocknung, ausgeprägter Schwäche oder länger bestehenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken Bauchschmerzen oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes sollte zusätzlich nach anderen beziehungsweise weiteren Ursachen gesucht und rasch medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Teucrium marum verum, Cina

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