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Leberzirrhose – chronische Vernarbung und fortschreitender Umbau der Leber "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Leberzirrhose – chronische Vernarbung und fortschreitender Umbau der Leber

Die Leberzirrhose ist das fortgeschrittene Stadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen. Dabei wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narben- und Bindegewebe ersetzt und die normale Struktur der Leber verändert.

Dadurch können sowohl die Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktionen der Leber als auch der Blutfluss durch das Organ beeinträchtigt werden. Eine wichtige Folge ist die Portalhypertonie, also ein erhöhter Druck im Pfortadersystem.

Eine Leberzirrhose kann lange Zeit weitgehend unbemerkt bleiben. Im fortgeschrittenen Stadium können jedoch schwere und teilweise lebensbedrohliche Komplikationen auftreten.

Welche Ursachen gibt es?

Zu den häufigen beziehungsweise wichtigen Ursachen gehören:

  • chronischer hoher Alkoholkonsum

  • metabolisch bedingte Fettlebererkrankung (MASLD/MASH)

  • chronische Hepatitis B oder C

  • autoimmune Hepatitis

  • primär biliäre Cholangitis (PBC)

  • primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

  • Hämochromatose

  • Morbus Wilson

  • bestimmte Medikamente und Giftstoffe

  • chronische Abflussstörungen der Galle

  • bestimmte Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen

In manchen Fällen können mehrere Ursachen gleichzeitig vorliegen.

Kompensierte und dekompensierte Leberzirrhose

Bei einer kompensierten Zirrhose kann die Leber ihre Aufgaben trotz der strukturellen Veränderungen noch weitgehend erfüllen. Beschwerden können fehlen oder nur gering ausgeprägt sein.

Von einer dekompensierten Leberzirrhose spricht man, wenn schwerwiegende Komplikationen auftreten, beispielsweise:

  • Aszites

  • Ösophagus- oder Magenvarizenblutung

  • hepatische Enzephalopathie

  • ausgeprägte Gelbsucht

Eine Dekompensation ist ein Zeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung und erfordert eine engmaschige medizinische Betreuung.

Mögliche Symptome

Zu Beginn können unspezifische Beschwerden auftreten:

  • Müdigkeit

  • Leistungsminderung

  • Appetitlosigkeit

  • Übelkeit

  • Gewichtsverlust

  • Druckgefühl im rechten Oberbauch

  • Muskelabbau

Bei fortgeschrittener Erkrankung können hinzukommen:

  • Gelbsucht (Ikterus)

  • Juckreiz

  • Aszites

  • Wassereinlagerungen in den Beinen

  • vergrößerte Milz

  • erhöhte Blutungsneigung

  • Veränderungen der Hautgefäße

  • Konzentrations- und Bewusstseinsstörungen

Portalhypertonie

Durch die Vernarbung der Leber wird der Blutfluss durch das Organ erschwert. Dadurch kann sich eine Portalhypertonie entwickeln.

Mögliche Folgen sind:

  • Ösophagusvarizen

  • Magenvarizen

  • Aszites

  • Milzvergrößerung

  • niedrige Thrombozytenzahl

  • Ausbildung von Umgehungskreisläufen

Besonders gefährlich ist eine Blutung aus Ösophagus- oder Magenvarizen.

Aszites

Bei fortgeschrittener Zirrhose kann sich Flüssigkeit in der Bauchhöhle ansammeln.

Mögliche Beschwerden sind:

  • zunehmender Bauchumfang

  • Spannungsgefühl

  • Gewichtszunahme durch Flüssigkeit

  • frühes Sättigungsgefühl

  • Atemnot bei ausgeprägtem Aszites

Eine mögliche Komplikation ist die spontan bakterielle Peritonitis (SBP), eine Infektion der Aszitesflüssigkeit.

Hepatische Enzephalopathie

Wenn die Leber bestimmte Stoffwechselprodukte nicht mehr ausreichend abbauen kann beziehungsweise Blut teilweise an der Leber vorbeigeleitet wird, kann die Gehirnfunktion beeinträchtigt werden.

Mögliche Zeichen sind:

  • Konzentrationsstörungen

  • verändertes Schlafverhalten

  • Verwirrtheit

  • Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen

  • charakteristisches „Flattern“ der Hände

  • starke Müdigkeit

  • Bewusstseinsstörungen bis zum Koma

Leberkrebsrisiko

Eine Leberzirrhose erhöht das Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom (HCC) deutlich.

Deshalb sind bei geeigneten Patienten regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen, typischerweise mittels Leberultraschall in festgelegten Abständen, wichtig.

Diagnose

Zur Beurteilung können unter anderem eingesetzt werden:

  • Leberwerte

  • Bilirubin

  • Albumin

  • Gerinnungswerte beziehungsweise INR

  • Blutbild und Thrombozyten

  • Nierenwerte und Elektrolyte

  • Ultraschall der Leber

  • Doppler-Ultraschall der Lebergefäße

  • Elastographie

  • CT oder MRT bei speziellen Fragestellungen

  • Gastroskopie zur Beurteilung von Ösophagus- und Magenvarizen

Zur Einschätzung des Schweregrades werden unter anderem Child-Pugh- und MELD-basierte Scores verwendet.

Behandlung

Bereits entstandenes Narbengewebe lässt sich nicht immer vollständig zurückbilden. Eine frühzeitige Behandlung der Ursache kann das Fortschreiten jedoch bremsen und bei bestimmten Erkrankungen teilweise eine deutliche Verbesserung ermöglichen.

Je nach Ursache und Stadium gehören zur Behandlung:

  • konsequente Behandlung der zugrunde liegenden Lebererkrankung

  • Alkoholverzicht

  • Behandlung metabolischer Risikofaktoren

  • antivirale Therapie bei geeigneten Virushepatitiden

  • Behandlung von Aszites

  • Vorbeugung und Behandlung von Varizenblutungen

  • Behandlung der hepatischen Enzephalopathie

  • ausreichende Ernährung und Vermeidung von Mangelernährung

  • regelmäßige Kontrolle auf Leberkrebs

Bei fortgeschrittener dekompensierter Zirrhose kann die Lebertransplantation die entscheidende Therapieoption darstellen.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Leber-, Gallen- und Verdauungsbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Rückbildung einer fortgeschrittenen Leberzirrhose oder Behandlung beziehungsweise Verhinderung schwerer Komplikationen wie Portalhypertonie, Varizenblutung, Aszites oder hepatischer Enzephalopathie durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige hepatologische Behandlung darf daher nicht ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Bei bekannter oder vermuteter Leberzirrhose sind Bluterbrechen, schwarzer teerartiger Stuhl, neu auftretende Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen, Fieber bei Aszites, starke Bauchschmerzen oder ausgeprägte Kreislaufprobleme Warnzeichen, die eine sofortige medizinische Abklärung erfordern.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Chelidonium, Thuja, Lycopodium, Hamamelis, Arnica, Staphysagria, Condurago

GRÖßE:30ml
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