Skabies (Krätze, Acarodermatitis) – ansteckende Hauterkrankung durch Krätzmilben "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Skabies (Krätze, Acarodermatitis) – ansteckende Hauterkrankung durch Krätzmilben
Die Skabies, umgangssprachlich Krätze und auch als Acarodermatitis bezeichnet, ist eine ansteckende parasitäre Hauterkrankung. Sie wird durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) verursacht.
Die weiblichen Milben graben kleine Gänge in die oberste Hautschicht und legen dort Eier ab. Die typischen Hautveränderungen und der oft sehr starke Juckreiz entstehen vor allem durch die Immunreaktion auf Milben, Eier und deren Ausscheidungsprodukte.
Skabies hat nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun und kann Menschen jeden Alters betreffen.
Typische Symptome
Charakteristisch sind:
-
sehr starker Juckreiz
-
häufig deutliche Verschlechterung des Juckreizes nachts und bei Wärme
-
kleine rötliche Papeln und Knötchen
-
Bläschen
-
Kratzspuren
-
ekzemartige Hautveränderungen
-
feine, unregelmäßige Milbengänge
-
Krusten bei aufgekratzten Hautstellen
Durch intensives Kratzen können zusätzliche bakterielle Hautinfektionen entstehen.
Wo tritt Skabies häufig auf?
Typische Körperstellen bei Erwachsenen sind:
-
Fingerzwischenräume
-
Handgelenke
-
Ellenbogen
-
Achselhöhlen
-
Bereich um den Bauchnabel
-
Taille
-
Gesäß
-
Leistenregion
-
Genitalbereich
Bei Säuglingen und Kleinkindern können auch Kopf, Gesicht, Handflächen und Fußsohlen betroffen sein.
Milbengänge
Ein charakteristisches Zeichen der Skabies sind feine, wenige Millimeter bis etwa einen Zentimeter lange, teilweise gewundene Linien in der Haut.
Am Ende eines solchen Ganges kann sich eine kleine Erhebung befinden, in der die Milbe sitzt.
Die Milbengänge sind allerdings nicht bei jedem Betroffenen deutlich sichtbar.
Warum ist der Juckreiz nachts besonders stark?
Typischerweise verstärkt sich der Juckreiz bei Bettwärme. Zusätzlich beruht ein wesentlicher Teil der Beschwerden auf der Immunreaktion gegen Bestandteile der Milben.
Bei einer erstmaligen Infektion können mehrere Wochen vergehen, bevor deutliche Symptome auftreten. Bei einer erneuten Ansteckung kann die Reaktion wesentlich schneller einsetzen.
Wie wird Krätze übertragen?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch längeren und engen direkten Hautkontakt.
Mögliche Situationen sind beispielsweise:
-
gemeinsames Schlafen in einem Bett
-
enger Körperkontakt innerhalb einer Familie
-
Pflege von Betroffenen
-
enger körperlicher beziehungsweise sexueller Kontakt
Ein sehr kurzer Hautkontakt reicht bei gewöhnlicher Skabies meist nicht für eine Übertragung aus.
Eine indirekte Übertragung über Kleidung, Bettwäsche oder Handtücher ist bei gewöhnlicher Skabies weniger bedeutend, kann aber insbesondere bei der hochinfektiösen Scabies crustosa eine größere Rolle spielen.
Scabies crustosa – Borkenkrätze
Die Scabies crustosa, auch Borkenkrätze oder früher Scabies norvegica genannt, ist eine besonders schwere Form.
Dabei können sich extrem viele Milben auf der Haut befinden.
Typisch sind:
-
starke Schuppen- und Krustenbildung
-
verdickte Haut
-
großflächige Veränderungen
-
teilweise nur geringer Juckreiz
-
sehr hohe Ansteckungsgefahr
Diese Form tritt insbesondere bei Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr oder bestimmten schweren Grunderkrankungen auf und erfordert eine konsequente medizinische Behandlung.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt anhand der Beschwerden und des charakteristischen Hautbildes.
Zur Bestätigung können eingesetzt werden:
-
Dermatoskopie
-
mikroskopischer Milbennachweis
-
Untersuchung von Hautmaterial
-
Nachweis von Milben, Eiern oder Ausscheidungsprodukten
Behandlung
Skabies sollte gezielt mit antiparasitären Arzneimitteln (Skabiziden) behandelt werden.
Je nach Alter, individueller Situation und Ausprägung kommen beispielsweise infrage:
-
Permethrin zur äußerlichen Anwendung
-
Ivermectin zur Einnahme in geeigneten Fällen
-
weitere zugelassene beziehungsweise geeignete Skabizide
Die Behandlung muss genau nach den jeweiligen Anwendungsvorgaben erfolgen, da eine unvollständige Anwendung zu einem Therapieversagen führen kann.
Kontaktpersonen mitbehandeln
Ein entscheidender Bestandteil der Behandlung ist die Berücksichtigung enger Kontaktpersonen.
Personen mit relevantem engem Hautkontakt sollten nach medizinischer Empfehlung möglichst gleichzeitig untersucht beziehungsweise mitbehandelt werden, auch wenn noch kein Juckreiz besteht.
Andernfalls kann es innerhalb von Familien oder Partnerschaften zu gegenseitigen Wiederansteckungen kommen.
Kleidung und Bettwäsche
Begleitend zur medikamentösen Behandlung sollten geeignete Hygienemaßnahmen durchgeführt werden.
Dazu gehören insbesondere:
-
Kleidung wechseln
-
Bettwäsche wechseln
-
Handtücher wechseln
-
waschbare Textilien ausreichend heiß waschen
-
nicht waschbare Gegenstände entsprechend den medizinischen Hygieneempfehlungen vorübergehend separat lagern
Eine übermäßige Desinfektion der gesamten Wohnung ist bei gewöhnlicher Skabies in der Regel nicht erforderlich.
Juckreiz nach erfolgreicher Behandlung
Der Juckreiz kann nach einer erfolgreichen Abtötung der Milben noch mehrere Wochen bestehen bleiben.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die Behandlung nicht funktioniert hat. Die Haut und das Immunsystem können noch längere Zeit auf zurückgebliebene Milbenbestandteile reagieren.
Bei anhaltenden oder neu zunehmenden Beschwerden sollte jedoch kontrolliert werden, ob eine erneute Ansteckung oder ein Therapieversagen vorliegt.
Bakterielle Infektion durch Kratzen
Starkes Kratzen kann die Hautbarriere verletzen. Dadurch können Bakterien eindringen und zusätzliche Infektionen verursachen.
Hinweise darauf sind beispielsweise:
-
zunehmende Rötung
-
Schmerzen
-
Überwärmung
-
Eiter
-
gelbliche Krusten
-
Fieber
Eine bakterielle Sekundärinfektion sollte medizinisch behandelt werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen juckenden und entzündlichen Hautbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Abtötung der Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei) durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Da Skabies ansteckend ist und ohne wirksame Behandlung auf andere Personen übertragen werden kann, darf eine notwendige antiparasitäre Behandlung mit einem geeigneten Skabizid nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei Verdacht auf Skabies sollte die Diagnose zeitnah ärztlich beziehungsweise dermatologisch abgeklärt und eine geeignete Behandlung begonnen werden. Dies gilt insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, Schwangerschaft, eingeschränkter Immunabwehr, ausgedehntem Befall oder Verdacht auf Scabies crustosa (Borkenkrätze).
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Psorinum, Coffea
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
Skabies (Krätze, Acarodermatitis) – ansteckende Hauterkrankung durch Krätzmilben "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Kundenrezensionen
Aqveo
Produkte
Badener Schmerzöl
Produkte
- Ähnliche Produkte
- Kürzlich angesehen