Reizdarmsyndrom (RDS) / Irritable Bowel Syndrome (IBS) – funktionelle Darmerkrankung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Reizdarmsyndrom (RDS) / Irritable Bowel Syndrome (IBS) – funktionelle Darmerkrankung
Das Reizdarmsyndrom (RDS), international als Irritable Bowel Syndrome (IBS) bezeichnet, ist eine häufige chronische Erkrankung des Verdauungssystems. Typisch sind wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen und Veränderungen des Stuhlgangs, ohne dass sich eine andere organische Erkrankung als ausreichende Erklärung der Beschwerden nachweisen lässt.
Das Reizdarmsyndrom kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, führt jedoch im Gegensatz zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nicht zu einer dauerhaften entzündlichen Zerstörung der Darmschleimhaut.
Typische Beschwerden
Die Symptome können von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Häufig sind:
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wiederkehrende Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe
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Blähungen und vermehrte Gasbildung
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Völlegefühl
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Durchfall
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Verstopfung
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Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
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plötzlich auftretender Stuhldrang
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Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung
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veränderte Stuhlkonsistenz
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Schleimbeimengungen im Stuhl
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Beschwerden, die sich im Zusammenhang mit dem Stuhlgang verändern
Die Beschwerden können über längere Zeit bestehen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Welche Formen des Reizdarmsyndroms gibt es?
Abhängig von der vorherrschenden Stuhlveränderung wird das Reizdarmsyndrom in verschiedene Formen eingeteilt:
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IBS-D – Reizdarmsyndrom mit überwiegendem Durchfall
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IBS-C – Reizdarmsyndrom mit überwiegender Verstopfung
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IBS-M – Mischform mit Durchfall und Verstopfung
-
nicht eindeutig zuordenbare Formen
Diese Unterscheidung ist wichtig, da sich die Behandlung nach den vorherrschenden Beschwerden richtet.
Wie entsteht ein Reizdarmsyndrom?
Die Entstehung ist komplex und nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich wirken mehrere Faktoren zusammen.
Diskutiert werden unter anderem:
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veränderte Darmbeweglichkeit
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erhöhte Empfindlichkeit des Darms gegenüber Dehnung und anderen Reizen
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Veränderungen der Darm-Hirn-Kommunikation
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Veränderungen des Darmmikrobioms
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vorausgegangene Magen-Darm-Infektionen
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Veränderungen der Darmbarriere
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immunologische Faktoren
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten beziehungsweise individuelle Trigger
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psychische Belastungen und Stress als mögliche Verstärker der Beschwerden
Das bedeutet nicht, dass das Reizdarmsyndrom eine rein psychische Erkrankung ist. Die Beschwerden sind real und können durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Darm, Nervensystem und anderen biologischen Faktoren entstehen.
Postinfektiöses Reizdarmsyndrom
Bei manchen Menschen beginnen typische Reizdarmbeschwerden nach einer akuten Magen-Darm-Infektion.
Dieses sogenannte postinfektiöse Reizdarmsyndrom kann auch nach Abklingen der ursprünglichen Infektion länger bestehen bleiben.
Diagnose
Die Diagnose wird anhand des typischen Beschwerdebildes gestellt. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob Hinweise auf andere Erkrankungen bestehen.
Je nach Beschwerden, Alter und individuellen Risikofaktoren können Untersuchungen sinnvoll sein, beispielsweise:
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Blutbild
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Entzündungswerte
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Untersuchung auf Zöliakie
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Stuhluntersuchungen
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Calprotectin im Stuhl zur Abgrenzung von entzündlichen Darmerkrankungen
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Untersuchung auf bestimmte Infektionen
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gegebenenfalls Koloskopie
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weitere Untersuchungen bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder andere Erkrankungen
Nicht bei jedem Patienten mit typischen Reizdarmbeschwerden ist eine umfangreiche Diagnostik notwendig.
Abgrenzung zu anderen Erkrankungen
Ähnliche Beschwerden können unter anderem auftreten bei:
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Morbus Crohn
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Colitis ulcerosa
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Zöliakie
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Laktoseintoleranz
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Fruktosemalabsorption
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Darminfektionen
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Divertikelerkrankungen
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Schilddrüsenerkrankungen
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bestimmten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
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Darmkrebs
Deshalb sollten insbesondere neu auftretende oder ungewöhnliche Beschwerden medizinisch beurteilt werden.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich individuell nach den vorherrschenden Beschwerden.
Mögliche Maßnahmen sind:
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individuell angepasste Ernährung
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ausreichende Flüssigkeitszufuhr
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lösliche Ballaststoffe bei geeigneten Patienten
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regelmäßige körperliche Bewegung
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Behandlung von Durchfall oder Verstopfung
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krampflösende Medikamente bei entsprechenden Beschwerden
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gegebenenfalls Pfefferminzölpräparate
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bei ausgewählten Patienten eine zeitlich begrenzte Low-FODMAP-Ernährung unter fachlicher Begleitung
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Behandlung nachgewiesener Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Auch Verfahren zur Beeinflussung der Darm-Hirn-Achse können bei bestimmten Patienten hilfreich sein.
Ernährung beim Reizdarmsyndrom
Es gibt keine einheitliche Reizdarm-Diät, die für alle Betroffenen geeignet ist.
Ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch kann helfen, individuelle Auslöser zu erkennen. Sehr umfangreiche und dauerhafte Ernährungseinschränkungen sollten ohne gesicherte Notwendigkeit vermieden werden, da sie zu einer einseitigen Ernährung führen können.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche funktionelle Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine spezifische therapeutische Wirksamkeit homöopathischer Mittel beim Reizdarmsyndrom ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Vor der Einordnung länger bestehender Beschwerden als Reizdarmsyndrom sollten relevante organische Erkrankungen medizinisch ausgeschlossen werden.
Wichtiger Hinweis
Blut im Stuhl, ungeklärter Gewichtsverlust, Fieber, Blutarmut, anhaltendes nächtliches Erwachen durch Durchfall oder Schmerzen, neu auftretende starke Beschwerden oder eine deutliche Veränderung der bisherigen Symptome sind für ein unkompliziertes Reizdarmsyndrom untypisch und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Tuberculinum bovinum, Nux vomica, Ignatia amara, Chelidonium maj., Merc. vivus, Aloe socotrina
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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