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Sklerodermie und Dermatomyositis – autoimmune Erkrankungen von Haut, Bindegewebe und Muskulatur "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Sklerodermie und Dermatomyositis – autoimmune Erkrankungen von Haut, Bindegewebe und Muskulatur

Sklerodermie (Sclerodermia) und Dermatomyositis sind seltene, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankungen. Beide können charakteristische Hautveränderungen verursachen, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Entstehung und der hauptsächlich betroffenen Organe.

Bei der Sklerodermie stehen Verhärtung und Verdickung von Haut und Bindegewebe im Vordergrund. Bei der Dermatomyositis handelt es sich vor allem um eine entzündliche Erkrankung von Haut und Muskulatur, die typischerweise mit Muskelschwäche einhergehen kann.

Sklerodermie – Verhärtung von Haut und Bindegewebe

Der Begriff Sklerodermie umfasst verschiedene Erkrankungsformen, bei denen es zu einer übermäßigen Bildung und Ablagerung von Kollagen kommt. Dadurch können Haut und Bindegewebe zunehmend verdicken und verhärten.

Grundsätzlich wird zwischen einer lokalisierten Sklerodermie (Morphea) und einer systemischen Sklerose unterschieden.

Lokalisierte Sklerodermie – Morphea

Bei der Morphea ist die Erkrankung hauptsächlich auf die Haut und teilweise das darunterliegende Gewebe begrenzt.

Typisch können sein:

  • zunächst rötliche oder violette Hautstellen

  • später zunehmende Verhärtung

  • weißliche oder elfenbeinfarbene Areale

  • glänzende und gespannte Haut

  • Pigmentveränderungen

  • verminderte Behaarung im betroffenen Bereich

  • bei tieferen Formen Beteiligung des Unterhautgewebes

Die lokalisierte Sklerodermie führt normalerweise nicht zu der für die systemische Sklerose typischen Beteiligung innerer Organe.

Systemische Sklerose

Die systemische Sklerose ist eine autoimmune Bindegewebserkrankung, bei der neben der Haut auch Blutgefäße und innere Organe betroffen sein können.

Typische Hautveränderungen sind:

  • geschwollene Finger im frühen Stadium

  • zunehmende Hautverdickung und -verhärtung

  • gespannte Haut an Fingern und Händen

  • eingeschränkte Beweglichkeit der Finger

  • Veränderungen im Gesicht

  • kleine erweiterte Hautgefäße (Teleangiektasien)

  • schmerzhafte kleine Wunden an den Fingerspitzen

Raynaud-Syndrom

Ein sehr häufiges Symptom der systemischen Sklerose ist das Raynaud-Phänomen.

Bei Kälte oder Stress können sich die kleinen Blutgefäße der Finger stark zusammenziehen. Die Finger können zunächst weiß, anschließend bläulich und bei erneuter Durchblutung rötlich werden.

Bei ausgeprägter Gefäßbeteiligung können schmerzhafte Fingerkuppenulzera entstehen.

Beteiligung innerer Organe

Bei der systemischen Sklerose können unter anderem betroffen sein:

  • Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt

  • Lunge

  • Herz

  • Nieren

  • Blutgefäße

Mögliche Komplikationen sind beispielsweise Refluxbeschwerden, interstitielle Lungenerkrankung, pulmonale Hypertonie und in seltenen Fällen eine sklerodermische Nierenkrise.

Dermatomyositis – Entzündung von Haut und Muskulatur

Die Dermatomyositis ist eine autoimmune entzündliche Erkrankung, bei der charakteristische Hautveränderungen zusammen mit einer entzündlichen Muskelerkrankung auftreten können.

Typisch ist eine meist symmetrische Muskelschwäche der körpernahen Muskulatur.

Betroffene können beispielsweise Schwierigkeiten haben:

  • Treppen zu steigen

  • aus einem Stuhl aufzustehen

  • die Arme über den Kopf zu heben

  • Gegenstände aus höher gelegenen Regalen zu nehmen

  • sich die Haare zu waschen oder zu kämmen

Muskelschmerzen können auftreten, die Muskelschwäche steht jedoch häufig stärker im Vordergrund.

Typische Hautveränderungen bei Dermatomyositis

Charakteristisch können sein:

  • rötlich-violette Hautveränderungen

  • violette Verfärbung und Schwellung der Augenlider

  • sogenannte Gottron-Papeln über den Finger- und Handgelenken

  • rötliche Veränderungen über Ellenbogen und Knien

  • Hautveränderungen im Gesicht

  • Ausschläge im Bereich von Hals, Dekolleté, Schultern und Rücken

  • erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut

  • Veränderungen der Nagelfalze

Die Hautsymptome können teilweise bereits auftreten, bevor eine deutliche Muskelschwäche bemerkbar wird.

Amyopathische Dermatomyositis

Bei einer klinisch amyopathischen Dermatomyositis können typische Hautveränderungen vorhanden sein, ohne dass zunächst eine ausgeprägte Muskelschwäche nachweisbar ist.

Auch diese Form sollte sorgfältig medizinisch überwacht werden, da weitere Organbeteiligungen möglich sind.

Lungenbeteiligung

Bei Dermatomyositis kann eine interstitielle Lungenerkrankung auftreten. Sie kann sich durch trockenen Husten, Kurzatmigkeit oder verminderte Belastbarkeit bemerkbar machen.

Bestimmte Autoantikörper sind mit einem erhöhten Risiko bestimmter Lungenverläufe verbunden.

Dermatomyositis und Tumorerkrankungen

Bei erwachsenen Patienten besteht bei bestimmten Formen der Dermatomyositis ein erhöhtes Risiko für gleichzeitig bestehende oder später auftretende Tumorerkrankungen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Patient mit Dermatomyositis eine Krebserkrankung hat. Abhängig von Alter, Beschwerden, Antikörperprofil und weiteren Risikofaktoren kann jedoch eine entsprechende ärztliche Vorsorge und Tumorabklärung empfohlen werden.

Diagnose

Bei Verdacht auf Sklerodermie oder Dermatomyositis können je nach Krankheitsbild verschiedene Untersuchungen erforderlich sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • dermatologische und rheumatologische Untersuchung

  • Blutuntersuchungen einschließlich Autoantikörper

  • Kapillarmikroskopie bei Verdacht auf systemische Sklerose

  • Lungenfunktionsprüfung

  • bildgebende Untersuchungen von Lunge und inneren Organen

  • bei Dermatomyositis Bestimmung von Muskelenzymen wie CK

  • MRT der Muskulatur

  • Elektromyografie in ausgewählten Fällen

  • Haut- oder Muskelbiopsie

Eine genaue Diagnose ist wichtig, da Behandlung und Verlauf der verschiedenen Erkrankungsformen erheblich voneinander abweichen.

Behandlung der Sklerodermie

Die Behandlung richtet sich danach, ob eine lokalisierte oder systemische Erkrankung vorliegt und welche Organe betroffen sind.

Je nach Situation können eingesetzt werden:

  • lokale entzündungshemmende Behandlungen

  • Phototherapie bei bestimmten Formen der Morphea

  • immunmodulierende oder immunsuppressive Medikamente

  • gefäßerweiternde Medikamente bei Raynaud-Syndrom

  • Behandlung von Refluxbeschwerden

  • gezielte Behandlung einer Lungen- oder Gefäßbeteiligung

  • Physiotherapie und Bewegungstherapie

Bei systemischer Sklerose ist eine regelmäßige Kontrolle möglicher Organbeteiligungen besonders wichtig.

Behandlung der Dermatomyositis

Je nach Ausprägung können eingesetzt werden:

  • Kortikosteroide

  • immunmodulierende beziehungsweise immunsuppressive Medikamente

  • intravenöse Immunglobuline in bestimmten Situationen

  • gezielte moderne Immuntherapien

  • Physiotherapie und angepasste Bewegungstherapie

  • konsequenter UV-Schutz bei lichtempfindlichen Hautveränderungen

Bei Lungen-, Schluck- oder ausgeprägter Muskelbeteiligung ist eine besonders sorgfältige fachärztliche Behandlung erforderlich.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen chronischen Haut-, Bindegewebs- und Muskelbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Behandlung von Sklerodermie, systemischer Sklerose oder Dermatomyositis durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Da beide Erkrankungen innere Organe betreffen und teilweise schwerwiegende Komplikationen verursachen können, dürfen eine notwendige dermatologische, rheumatologische oder internistische Diagnostik und Behandlung nicht ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Bei Sklerodermie beziehungsweise Dermatomyositis sollten insbesondere neu auftretende Atemnot, trockener Husten, Schluckbeschwerden, rasch zunehmende Muskelschwäche, schmerzhafte oder schlecht heilende Wunden an den Fingern sowie andere Zeichen einer Organbeteiligung zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Bei systemischer Sklerose können ein plötzlicher deutlicher Blutdruckanstieg, starke Kopfschmerzen oder eine Verschlechterung der Nierenfunktion Hinweise auf eine seltene, aber gefährliche sklerodermische Nierenkrise sein und erfordern eine sofortige medizinische Abklärung.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Thuya, Hypericum, Arsenicum album

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