Lichen ruber / Lichen planus vulgaris (Knötchenflechte) und atopische Hautveränderungen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Lichen ruber / Lichen planus vulgaris (Knötchenflechte) und atopische Hautveränderungen
Der Lichen ruber planus, auch Lichen planus, Lichen planus vulgaris oder Knötchenflechte genannt, ist eine chronisch-entzündliche, immunvermittelte Erkrankung von Haut und Schleimhäuten. Sie kann außerdem die Nägel, Haarfollikel und die behaarte Kopfhaut betreffen.
Davon zu unterscheiden sind atopische Hautveränderungen, insbesondere im Rahmen einer atopischen Dermatitis (Neurodermitis). Beide Erkrankungen können mit ausgeprägtem Juckreiz und chronisch-entzündlichen Hautveränderungen einhergehen, haben jedoch unterschiedliche Krankheitsmechanismen und typische Erscheinungsbilder.
Lichen ruber / Lichen planus vulgaris – Knötchenflechte
Typisch für den Lichen ruber sind kleine, flache, scharf begrenzte Knötchen (Papeln).
Charakteristische Merkmale können sein:
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rötliche bis violette Knötchen
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flache, teilweise glänzende Oberfläche
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starker Juckreiz
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feine weißliche Linien auf den Knötchen, sogenannte Wickham-Streifen
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gruppierte oder zusammenfließende Hautveränderungen
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bräunliche Pigmentierung nach Abheilung
Häufig betroffen sind:
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Handgelenke
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Unterarme
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Knöchel
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Unterschenkel
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Rumpf
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Mundschleimhaut
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Genitalbereich
Lichen planus der Mundschleimhaut
Beim oralen Lichen planus können weißliche, netzartige Zeichnungen der Mundschleimhaut auftreten.
Möglich sind außerdem:
-
weißliche Flecken
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Rötungen
-
Brennen
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empfindliche Schleimhaut
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schmerzhafte Erosionen
-
oberflächliche Geschwüre
Chronische, insbesondere erosive Formen sollten regelmäßig fachärztlich beziehungsweise zahnärztlich kontrolliert werden, da der orale Lichen planus zu den potenziell malignen Erkrankungen der Mundschleimhaut gerechnet wird. Das absolute Entartungsrisiko ist niedrig, aber nicht vollständig auszuschließen.
Befall von Kopfhaut und Haaren
Betrifft die Erkrankung die Haarfollikel, kann ein Lichen planopilaris entstehen.
Dabei können auftreten:
-
entzündete Haarfollikel
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Rötung und Schuppung der Kopfhaut
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Brennen oder Juckreiz
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zunehmender Haarausfall
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vernarbende Alopezie
Da zerstörte Haarfollikel nicht wieder nachwachsen, sollte ein Verdacht auf Lichen planopilaris frühzeitig dermatologisch abgeklärt werden.
Nagelveränderungen
Lichen planus kann auch die Nägel betreffen und beispielsweise verursachen:
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Längsrillen
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Brüchigkeit
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Verdünnung der Nagelplatte
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Nagelspaltung
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Verformungen
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in schweren Fällen dauerhafte Nagelschäden
Atopische Hautveränderungen
Atopische Hautveränderungen treten insbesondere bei Menschen mit einer atopischen Veranlagung auf. Dazu gehören vor allem Neurodermitis, allergische Rhinokonjunktivitis und allergisches Asthma.
Bei der atopischen Dermatitis ist die natürliche Hautbarriere gestört. Die Haut verliert leichter Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf äußere Reize.
Typische Hautveränderungen sind:
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sehr trockene Haut
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ausgeprägter Juckreiz
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Rötungen
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Schuppung
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Ekzeme
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aufgekratzte Hautstellen
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nässende Veränderungen bei akuten Schüben
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Verdickung und Vergröberung der Haut bei chronischem Kratzen
Unterschied zwischen Lichen planus und atopischer Dermatitis
Obwohl beide Erkrankungen stark jucken können, handelt es sich um unterschiedliche Krankheitsbilder.
Beim Lichen planus stehen charakteristische rötlich-violette Papeln beziehungsweise Schleimhautveränderungen im Vordergrund.
Bei der atopischen Dermatitis dominieren dagegen trockene, empfindliche Haut, Ekzeme und eine gestörte Hautbarriere.
Eine sichere Unterscheidung kann insbesondere bei atypischen Hautveränderungen eine dermatologische Untersuchung und gegebenenfalls eine Hautbiopsie erfordern.
Kratzen und Köbner-Phänomen
Bei Lichen planus können neue Hautveränderungen an mechanisch gereizten oder verletzten Hautstellen auftreten. Dies wird als Köbner-Phänomen bezeichnet.
Auch bei atopischen Hautveränderungen kann Kratzen die Entzündung erheblich verstärken. Es entsteht häufig ein Kreislauf aus Juckreiz – Kratzen – Hautschädigung – verstärktem Juckreiz.
Diagnose
Je nach Erscheinungsbild können zur Abklärung gehören:
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dermatologische Untersuchung
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Dermatoskopie
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Untersuchung der Mund- und Genitalschleimhaut
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Beurteilung der Kopfhaut und Nägel
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allergologische Diagnostik bei entsprechender Fragestellung
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Haut- oder Schleimhautbiopsie bei unklaren beziehungsweise verdächtigen Veränderungen
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der genauen Diagnose, Lokalisation und Ausprägung.
Bei Lichen planus können je nach Situation unter anderem lokale Kortikosteroide, immunmodulierende Behandlungen, Lichttherapie oder bei schweren Verläufen systemische Therapien eingesetzt werden.
Bei atopischer Dermatitis stehen unter anderem eine konsequente Basispflege und Stabilisierung der Hautbarriere, Vermeidung individueller Trigger sowie entzündungshemmende lokale oder bei schwereren Verläufen systemische Therapien zur Verfügung.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen chronischen Hauterkrankungen, Juckreiz sowie entzündlichen Haut- und Schleimhautveränderungen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung oder Heilung von Lichen planus beziehungsweise atopischer Dermatitis durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Notwendige dermatologische Untersuchungen und Behandlungen sollten nicht ersetzt oder verzögert werden. Dies gilt insbesondere bei erosiven Schleimhautveränderungen und bei einem möglichen Lichen planopilaris mit drohendem dauerhaftem Haarverlust.
Wichtiger Hinweis
Bei anhaltenden, offenen, blutenden, verhärteten oder sich verändernden Schleimhautstellen, insbesondere im Mund- oder Genitalbereich, ist eine fachärztliche Untersuchung erforderlich.
Auch ausgeprägter Haarausfall mit entzündlichen Veränderungen der Kopfhaut sollte frühzeitig dermatologisch abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Nitricum acidum, Hepar sulfur, Arsenicum album, Antim crudum, Kalium sulphur, Coffea cruda, Mezereum, Cistus canad.
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