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Benigne Prostatahyperplasie (BPH) – gutartige Prostatavergrößerung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Benigne Prostatahyperplasie (BPH) – gutartige Prostatavergrößerung

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung beziehungsweise Gewebevermehrung der Prostata, die vor allem mit zunehmendem Lebensalter häufig auftritt. Sie ist keine Krebserkrankung.

Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase und umschließt einen Teil der Harnröhre. Nimmt das Prostatagewebe zu, kann die Harnröhre eingeengt und der Abfluss des Urins aus der Blase behindert werden.

Die daraus entstehenden Beschwerden werden häufig als LUTS (Lower Urinary Tract Symptoms – Symptome des unteren Harntraktes) zusammengefasst.

Typische Beschwerden

Mögliche Symptome sind:

  • abgeschwächter Harnstrahl

  • verzögerter Beginn des Wasserlassens

  • Schwierigkeiten, das Wasserlassen zu beginnen

  • verlängerte Blasenentleerung

  • Unterbrechungen des Harnstrahls

  • Nachträufeln

  • Gefühl einer unvollständig entleerten Blase

  • häufiges Wasserlassen

  • plötzlich auftretender starker Harndrang

  • nächtliches Wasserlassen (Nykturie)

  • gelegentlicher unwillkürlicher Urinverlust

Die Größe der Prostata und die Stärke der Beschwerden müssen nicht unmittelbar miteinander übereinstimmen. Auch eine relativ kleine Prostata kann deutliche Beschwerden verursachen.

Obstruktive Beschwerden

Durch die Einengung der Harnröhre können sogenannte obstruktive beziehungsweise Entleerungssymptome entstehen.

Dazu gehören:

  • schwacher Harnstrahl

  • Pressen beim Wasserlassen

  • verzögerter Beginn

  • unterbrochener Harnstrahl

  • verlängerte Blasenentleerung

  • Restharngefühl

  • Nachträufeln

Speicherbeschwerden

Neben der erschwerten Blasenentleerung können sogenannte Speicherbeschwerden auftreten:

  • häufiger Harndrang

  • plötzlich starker Harndrang

  • Nykturie

  • Dranginkontinenz

Diese Beschwerden können unter anderem durch Veränderungen der Blasenmuskulatur infolge einer länger bestehenden Abflussbehinderung entstehen.

Nykturie – häufiges nächtliches Wasserlassen

Viele Männer mit Prostatabeschwerden berichten über mehrfaches nächtliches Wasserlassen.

Eine Nykturie ist jedoch nicht automatisch durch eine Prostatavergrößerung verursacht. Auch andere Erkrankungen und Faktoren können eine Rolle spielen, beispielsweise:

  • überaktive Blase

  • erhöhte nächtliche Urinproduktion

  • Diabetes mellitus

  • bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Schlafapnoe

  • bestimmte Medikamente

  • hohe Flüssigkeitszufuhr am Abend

Die Ursache sollte daher individuell beurteilt werden.

Restharn

Bei stärkerer Abflussbehinderung kann nach dem Wasserlassen Urin in der Blase zurückbleiben.

Dieser sogenannte Restharn kann unter anderem folgende Probleme begünstigen:

  • wiederkehrende Harnwegsinfektionen

  • Blasensteine

  • zunehmende Blasenentleerungsstörung

  • akuten Harnverhalt

Bei ausgeprägter und länger bestehender Abflussbehinderung können im Extremfall auch die oberen Harnwege und die Nieren beeinträchtigt werden.

Akuter Harnverhalt

Bei einem akuten Harnverhalt kann die gefüllte Blase plötzlich nicht mehr entleert werden.

Typisch sind:

  • starker Harndrang

  • zunehmende Schmerzen beziehungsweise Druck im Unterbauch

  • prall gefüllte Blase

  • Unfähigkeit, Urin abzulassen

Ein akuter Harnverhalt ist ein urologischer Notfall und erfordert eine rasche Entlastung der Blase.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung einer BPH ist komplex und hängt unter anderem mit altersbedingten hormonellen Veränderungen zusammen.

Wichtige Faktoren sind:

  • zunehmendes Lebensalter

  • hormonelle Einflüsse, insbesondere Androgene und Dihydrotestosteron (DHT)

  • genetische Veranlagung

  • Stoffwechsel- und Lebensstilfaktoren

BPH und Prostatakrebs

Eine benigne Prostatahyperplasie ist kein Prostatakrebs und gilt nicht einfach als dessen Vorstufe.

Allerdings können BPH und Prostatakarzinom gleichzeitig auftreten und teilweise ähnliche Beschwerden verursachen.

Deshalb sollten neu auftretende oder zunehmende Beschwerden des unteren Harntraktes urologisch abgeklärt werden.

Diagnose

Zur Untersuchung einer möglichen BPH können je nach Situation gehören:

  • ausführliche Anamnese

  • Erfassung der Beschwerden, beispielsweise mittels IPSS-Fragebogen

  • körperliche Untersuchung

  • digital-rektale Untersuchung der Prostata

  • Urinuntersuchung

  • Bestimmung der Nierenfunktion

  • Ultraschall von Blase und Prostata

  • Restharnmessung

  • Messung des Harnflusses (Uroflowmetrie)

  • gegebenenfalls PSA-Bestimmung

  • bei besonderen Fragestellungen weitere urologische Untersuchungen

Der PSA-Wert kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden und ist nicht spezifisch für Prostatakrebs. Auch eine gutartige Prostatavergrößerung oder Entzündungen können den PSA-Wert erhöhen.

Beobachten und kontrollieren

Bei milden Beschwerden ohne relevante Komplikationen kann zunächst ein kontrolliertes Abwarten mit regelmäßigen Verlaufskontrollen sinnvoll sein.

Hilfreich können je nach individueller Situation sein:

  • Flüssigkeitszufuhr über den Tag sinnvoll verteilen

  • größere Trinkmengen unmittelbar vor dem Schlafengehen vermeiden

  • Alkohol und koffeinhaltige Getränke bei entsprechender Empfindlichkeit reduzieren

  • Blase regelmäßig und möglichst vollständig entleeren

  • Medikamente auf mögliche Auswirkungen auf die Blasenentleerung überprüfen lassen

Medikamentöse Behandlung

Bei stärkeren Beschwerden stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung.

Alpha-1-Rezeptorenblocker können die glatte Muskulatur im Bereich von Prostata und Blasenhals entspannen und dadurch den Harnfluss verbessern.

5-Alpha-Reduktase-Hemmer können bei geeigneten Patienten das Prostatavolumen langfristig reduzieren. Die Wirkung entwickelt sich über einen längeren Zeitraum.

Je nach Beschwerdebild können weitere Medikamente oder Kombinationstherapien infrage kommen.

Operative und interventionelle Behandlung

Bei ausgeprägten Beschwerden, Komplikationen oder unzureichender Wirkung einer medikamentösen Behandlung stehen verschiedene operative beziehungsweise minimalinvasive Verfahren zur Verfügung.

Dazu gehören beispielsweise:

  • transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)

  • Laserverfahren

  • Enukleationsverfahren

  • verschiedene minimalinvasive Techniken

Die Wahl des Verfahrens richtet sich unter anderem nach Prostatagröße, Beschwerden, Begleiterkrankungen und individuellen Prioritäten.

Mögliche Komplikationen

Eine ausgeprägte Blasenauslassobstruktion kann langfristig zu folgenden Problemen führen:

  • zunehmender Restharn

  • wiederkehrende Harnwegsinfektionen

  • Blasensteine

  • Blut im Urin

  • Veränderungen der Blasenmuskulatur

  • akuter oder chronischer Harnverhalt

  • Harnstau bis zu den Nieren

  • Verschlechterung der Nierenfunktion

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Beschwerden im Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung und damit verbundenen Störungen beim Wasserlassen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Verkleinerung einer vergrößerten Prostata oder Beseitigung einer relevanten Harnabflussbehinderung durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Eine notwendige urologische Diagnostik und Behandlung sollte deshalb nicht ersetzt oder verzögert werden. Insbesondere müssen relevante Abflussstörungen und andere Prostataerkrankungen einschließlich eines Prostatakarzinoms medizinisch abgeklärt werden.

Wichtiger Hinweis

Bei plötzlicher Unfähigkeit, Wasser zu lassen, starken Unterbauchschmerzen, sichtbarem Blut im Urin, Fieber und Schüttelfrost oder einer deutlichen Verschlechterung der Blasenentleerung ist eine rasche ärztliche beziehungsweise urologische Abklärung erforderlich.

Ein akuter Harnverhalt mit gefüllter Blase und fehlender Urinausscheidung ist ein urologischer Notfall.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Thuya occ., Medorrhinum, Cantharis, Sabal serrulata, Conium maculatum

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