Motoneuronerkrankungen – Erkrankungen und Schädigungen der motorischen Nervenzellen "Unterstützung"
Dr. Banerji-Protokolle
Motoneuronerkrankungen – Erkrankungen und Schädigungen der motorischen Nervenzellen
Motoneuronerkrankungen sind eine Gruppe neurologischer Erkrankungen, bei denen die für die Steuerung der willkürlichen Muskulatur zuständigen Nervenzellen – die sogenannten Motoneuronen – geschädigt werden oder zunehmend zugrunde gehen.
Motoneuronen befinden sich im Gehirn, Hirnstamm und Rückenmark. Sie übertragen die Bewegungsimpulse des Nervensystems an die Muskulatur. Werden diese Nervenzellen geschädigt, können die Muskeln nicht mehr ausreichend angesteuert werden.
Wie entstehen Motoneuronerkrankungen?
Die Ursachen sind unterschiedlich und teilweise noch nicht vollständig geklärt. Je nach Erkrankung können genetische Veränderungen, Störungen verschiedener Zellprozesse und andere neurologische Mechanismen eine Rolle spielen.
Zu den bekanntesten Motoneuronerkrankungen gehört die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Weitere Erkrankungen können überwiegend die oberen oder unteren Motoneuronen betreffen.
Welche Symptome können auftreten?
Je nachdem, welche motorischen Nervenzellen betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden entstehen:
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zunehmende Muskelschwäche
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Muskelschwund (Muskelatrophie)
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Muskelzuckungen (Faszikulationen)
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Muskelkrämpfe
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erhöhte Muskelspannung und Spastik
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Schwierigkeiten beim Gehen und bei gezielten Bewegungen
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Einschränkungen der Feinmotorik
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Sprech- und Schluckstörungen
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bei fortgeschrittener Erkrankung Beeinträchtigung der Atemmuskulatur
Schädigung der oberen und unteren Motoneuronen
Bei einer Schädigung der oberen Motoneuronen, die vom Gehirn zum Rückenmark verlaufen, können insbesondere Muskelsteifigkeit, Spastik und gesteigerte Reflexe auftreten.
Eine Schädigung der unteren Motoneuronen, die vom Rückenmark beziehungsweise Hirnstamm zur Muskulatur führen, kann dagegen vor allem Muskelschwäche, Muskelschwund, Muskelzuckungen und verminderte Reflexe verursachen.
Diagnose und Behandlung
Die neurologische Abklärung kann neben der körperlichen Untersuchung unter anderem Elektromyographie (EMG), Messungen der Nervenleitfähigkeit, MRT-Untersuchungen sowie Labor- und gegebenenfalls genetische Untersuchungen umfassen.
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung und ihrer Ursache. Je nach Krankheitsbild können Medikamente, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Atemtherapie und weitere unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden.
Wichtiger Hinweis
Neu auftretende oder fortschreitende Muskelschwäche, Muskelschwund, Schluck- oder Sprechstörungen sollten neurologisch abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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Motoneuronerkrankungen – Erkrankungen und Schädigungen der motorischen Nervenzellen "Unterstützung"
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