Morbus Crohn – chronisch-entzündliche Darmerkrankung "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Morbus Crohn – chronisch-entzündliche Darmerkrankung
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Verdauungstraktes und gehört gemeinsam mit der Colitis ulcerosa zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED).
Die Entzündung kann grundsätzlich den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After betreffen. Besonders häufig sind jedoch der letzte Abschnitt des Dünndarms (terminales Ileum) und der Dickdarm betroffen.
Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa tritt die Entzündung bei Morbus Crohn häufig abschnittsweise auf und kann tiefere Schichten der Darmwand erfassen.
Welche Symptome können auftreten?
Typische Beschwerden sind:
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wiederkehrender oder chronischer Durchfall
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Bauchschmerzen und Darmkrämpfe
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häufig Schmerzen im rechten Unterbauch
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Gewichtsverlust
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Appetitlosigkeit
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Müdigkeit und Erschöpfung
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Fieber während aktiver Entzündungsschübe
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Übelkeit
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teilweise Blut oder Schleim im Stuhl
Die Erkrankung verläuft häufig in Schüben mit aktiven Entzündungsphasen und Zeiten mit wenigen oder keinen Beschwerden.
Fisteln und Abszesse
Da die Entzündung bei Morbus Crohn die gesamte Darmwand erfassen kann, können Fisteln und Abszesse entstehen.
Möglich sind beispielsweise:
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Analfisteln
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perianale Abszesse
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Fisteln zwischen verschiedenen Darmabschnitten
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Fisteln zwischen Darm und Haut
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selten Verbindungen zu anderen Organen
Wiederkehrende Analfisteln oder Analabszesse können deshalb ein Hinweis auf Morbus Crohn sein.
Darmverengungen
Chronische Entzündungen können zu Vernarbungen und Stenosen (Darmverengungen) führen.
Mögliche Beschwerden sind:
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krampfartige Bauchschmerzen
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Völlegefühl
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geblähter Bauch
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Übelkeit und Erbrechen
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Schwierigkeiten beim Stuhlgang
Ein vollständiger Darmverschluss (Ileus) ist ein medizinischer Notfall.
Beschwerden außerhalb des Darms
Morbus Crohn kann auch andere Organe betreffen. Möglich sind:
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Gelenkentzündungen
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Hautveränderungen
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Augenentzündungen
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Leber- und Gallenwegserkrankungen
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Aphthen im Mund
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Nierensteine
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Gallensteine
Nährstoffmangel
Bei länger bestehender oder ausgeprägter Erkrankung können Nährstoffe schlechter aufgenommen werden.
Möglich sind insbesondere:
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Eisenmangel und Blutarmut
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Vitamin-B12-Mangel, besonders bei Beteiligung oder Entfernung des terminalen Ileums
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Folsäuremangel
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Vitamin-D-Mangel
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Gewichts- und Muskelverlust
Diagnose
Zur Diagnostik können eingesetzt werden:
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Blutbild und Entzündungswerte
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Eisen-, Vitamin- und andere Nährstoffwerte
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Stuhluntersuchung, insbesondere Calprotectin
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Ausschluss infektiöser Darmerkrankungen
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Koloskopie mit Untersuchung des terminalen Ileums
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Gewebeproben (Biopsien)
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Ultraschall des Darms
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MRT beziehungsweise MR-Enterographie
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bei bestimmten Fragestellungen weitere bildgebende Untersuchungen
Behandlung
Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu kontrollieren, Beschwerden zu reduzieren, eine möglichst langfristige Remission zu erreichen und Komplikationen zu verhindern.
Je nach Krankheitsaktivität und Befall können eingesetzt werden:
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Kortikosteroide zur Behandlung bestimmter akuter Schübe
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Immunsuppressiva
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Biologika
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andere gezielt wirkende Immuntherapien
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Ernährungstherapie in bestimmten Situationen
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Behandlung von Vitamin- und Mineralstoffmängeln
Bei Fisteln, Abszessen, ausgeprägten Stenosen oder anderen Komplikationen können endoskopische oder operative Eingriffe notwendig werden.
Eine Operation kann Komplikationen beseitigen, heilt Morbus Crohn jedoch nicht grundsätzlich, da die Erkrankung später an anderen Darmabschnitten erneut auftreten kann.
Rauchen beachten
Rauchen wirkt sich bei Morbus Crohn besonders ungünstig aus und kann das Risiko für Krankheitsschübe, Komplikationen und Operationen erhöhen. Ein Rauchstopp ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche entzündliche Erkrankungen und Beschwerden des Verdauungstraktes festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Kontrolle der chronischen Darmentzündung, Behandlung von Fisteln oder Abszessen oder Verhinderung struktureller Darmschäden durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige gastroenterologische beziehungsweise immunmodulierende Behandlung sollte daher nicht ersetzt oder eigenständig abgesetzt werden.
Wichtiger Hinweis
Starke oder zunehmende Bauchschmerzen, ein stark geblähter Bauch, anhaltendes Erbrechen, hohes Fieber, größere Blutmengen im Stuhl oder fehlender Stuhl- und Windabgang können auf eine schwere Komplikation wie Abszess, Darmverengung oder Darmverschluss hinweisen und müssen rasch medizinisch abgeklärt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Lycopodium clav., Plumbum met., Tuberculinum bovinum, Mercurius solubilis, Ferrum phos., Mag. phosp., Staphysagria, Ruta
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