Warzen (Verrucae) – gutartige, meist durch humane Papillomaviren (HPV) verursachte Hautveränderungen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Warzen (Verrucae) – gutartige, meist durch humane Papillomaviren (HPV) verursachte Hautveränderungen
Warzen, medizinisch Verrucae, sind meist gutartige Hautwucherungen, die überwiegend durch eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomaviren (HPV) entstehen. Sie können in jedem Lebensalter auftreten, kommen jedoch besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen vor.
Die Viren gelangen über kleinste Verletzungen oder aufgeweichte Haut in die oberste Hautschicht und führen dort zu einer verstärkten Verhornung und Verdickung der Haut.
Warzen können einzeln oder in größerer Zahl auftreten. Viele verschwinden im Laufe der Zeit spontan, manche bleiben jedoch über Monate oder Jahre bestehen oder treten nach einer Behandlung erneut auf.
Ansteckung und Übertragung
Warzenviren können durch direkten Hautkontakt sowie indirekt über kontaminierte Oberflächen übertragen werden.
Mögliche Übertragungswege sind:
-
direkter Kontakt mit einer Warze
-
gemeinsames Benutzen von Handtüchern oder persönlichen Gegenständen
-
Barfußlaufen in Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder Umkleideräumen
-
kleine Hautverletzungen
-
Rasieren über bestehende Warzen
-
Kratzen oder Manipulieren an Warzen
Durch Kratzen oder Schneiden können Viren auf andere Hautstellen übertragen werden. Dies wird als Autoinokulation bezeichnet.
Gewöhnliche Warzen – Verrucae vulgares
Die gewöhnliche Warze ist eine der häufigsten Formen.
Typisch sind:
-
raue Oberfläche
-
rundliche oder unregelmäßige Form
-
feste, verhornte Struktur
-
hautfarbene, graue oder bräunliche Färbung
Sie treten besonders häufig auf:
-
Händen
-
Fingern
-
Fingerknöcheln
-
Ellenbogen
-
Knien
In der Warze können kleine dunkle Punkte sichtbar sein. Dabei handelt es sich häufig um thrombosierte beziehungsweise eingeblutete kleine Gefäße.
Dornwarzen – Verrucae plantares
Warzen an den Fußsohlen werden als Plantarwarzen bezeichnet.
Durch den Druck des Körpergewichts können sie nach innen wachsen und eine ausgeprägte Hornhautschicht entwickeln. Solche schmerzhaften Plantarwarzen werden häufig als Dornwarzen bezeichnet.
Typische Beschwerden sind:
-
Schmerzen beim Auftreten
-
Druckempfindlichkeit
-
verhornte Oberfläche
-
kleine dunkle Punkte innerhalb der Veränderung
Mehrere dicht nebeneinanderliegende Plantarwarzen können größere Flächen bilden und werden als Mosaikwarzen bezeichnet.
Flachwarzen – Verrucae planae
Flachwarzen sind meist:
-
klein
-
flach
-
relativ glatt
-
hautfarben bis leicht bräunlich
Sie können in größerer Zahl auftreten, insbesondere im Gesicht, an den Händen oder an den Beinen.
Durch Rasieren oder Kratzen können sie sich entlang kleiner Hautverletzungen ausbreiten.
Fadenwarzen – Verrucae filiformes
Fadenwarzen sind schmale, längliche Hautwucherungen.
Sie treten bevorzugt im Gesicht auf, beispielsweise:
-
an den Augenlidern
-
um den Mund
-
an der Nase
-
am Hals
Aufgrund ihrer Lage können sie kosmetisch störend sein oder durch Reibung gereizt werden.
Warzen im Bereich der Nägel
Periunguale und subunguale Warzen entstehen um beziehungsweise unter den Finger- oder Fußnägeln.
Sie können:
-
schmerzhaft sein
-
die Nagelplatte verändern
-
das Nagelwachstum beeinträchtigen
-
besonders hartnäckig sein
Manipulationen an Nagelhaut und Nägeln können ihre Ausbreitung begünstigen.
Genitalwarzen sind eine besondere Form
Feigwarzen (Condylomata acuminata) werden ebenfalls durch bestimmte HPV-Typen verursacht, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Übertragung, Lokalisation und Behandlung von gewöhnlichen Hautwarzen.
Sie werden hauptsächlich durch sexuelle beziehungsweise intime Hautkontakte übertragen und sollten gesondert medizinisch beurteilt werden.
Warze oder Hühnerauge?
Dornwarzen an der Fußsohle können mit einem Hühnerauge (Clavus) verwechselt werden.
Bei einer Warze können kleine dunkle Gefäßpunkte erkennbar sein und die normalen Hautlinien werden häufig unterbrochen. Ein Hühnerauge entsteht dagegen vor allem durch chronischen Druck und Reibung und besitzt typischerweise einen zentralen Hornkegel.
Bei unklaren Veränderungen sollte die Diagnose dermatologisch beziehungsweise medizinisch bestätigt werden.
Verlauf und spontane Abheilung
Das Immunsystem kann HPV-infizierte Hautzellen mit der Zeit erkennen und beseitigen. Deshalb verschwinden viele Warzen auch ohne Behandlung spontan.
Dieser Vorgang kann jedoch Monate oder länger dauern.
Eine Behandlung ist insbesondere sinnvoll, wenn Warzen:
-
schmerzen
-
sich stark vermehren
-
häufig bluten oder gereizt werden
-
funktionell stören
-
kosmetisch erheblich belasten
-
über längere Zeit bestehen bleiben
Behandlung mit Salicylsäure
Eine häufig verwendete Behandlung gewöhnlicher und plantarer Warzen ist Salicylsäure.
Sie löst nach und nach die verdickte Hornschicht der Warze ab.
Die Behandlung muss häufig konsequent über mehrere Wochen durchgeführt werden. Gesunde umgebende Haut sollte entsprechend der jeweiligen Präparateanwendung geschützt werden.
Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder ausgeprägten Sensibilitätsstörungen an den Füßen sollte eine Selbstbehandlung von Fußwarzen nicht ohne medizinische Rücksprache erfolgen.
Kryotherapie – Vereisung
Warzen können durch Kryotherapie, meist mit flüssigem Stickstoff, behandelt werden.
Dabei wird das Warzengewebe gezielt vereist.
Nach der Behandlung können auftreten:
-
Schmerzen
-
Rötung
-
Blasenbildung
-
vorübergehende Pigmentveränderungen
Häufig sind mehrere Behandlungssitzungen erforderlich.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Bei hartnäckigen Warzen können je nach Art, Lokalisation und Befund weitere dermatologische Verfahren erwogen werden.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Kürettage
-
bestimmte keratolytische Verfahren
-
elektrochirurgische Verfahren
-
Laserbehandlung
-
ausgewählte immunmodulierende Verfahren
Keine Methode garantiert, dass eine Warze dauerhaft verschwindet. Rezidive sind möglich, da HPV-infizierte Zellen im umliegenden Gewebe verbleiben können.
Warzen nicht selbst aufschneiden
Warzen sollten nicht mit Messern, Scheren oder anderen Instrumenten selbst herausgeschnitten werden.
Dadurch können:
-
Blutungen
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bakterielle Infektionen
-
Narben
-
Verbreitung der Viren auf andere Hautbereiche
entstehen.
Vorbeugung und Vermeidung der Ausbreitung
Zur Verringerung einer Weiterverbreitung können folgende Maßnahmen beitragen:
-
Warzen nicht aufkratzen
-
nicht an Warzen schneiden oder beißen
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Hände nach Kontakt waschen
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Handtücher und persönliche Pflegeutensilien nicht gemeinsam verwenden
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in öffentlichen Duschen und Schwimmbädern Badeschuhe tragen
-
Fußhaut möglichst trocken halten
-
Rasieren direkt über Warzen vermeiden
HPV-Impfung und gewöhnliche Warzen
Die verfügbaren HPV-Impfstoffe schützen vor bestimmten HPV-Typen, die insbesondere mit Genitalwarzen und verschiedenen HPV-bedingten Krebserkrankungen verbunden sind.
Sie sind jedoch keine allgemeine Impfung gegen gewöhnliche Hand- oder Fußwarzen, da diese meist durch andere HPV-Typen verursacht werden.
Wann sollte eine vermeintliche Warze untersucht werden?
Nicht jede verhornte oder knotige Hautveränderung ist tatsächlich eine Warze.
Eine dermatologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:
-
unklarer Diagnose
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schnellem Wachstum
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wiederholten Blutungen
-
auffälliger Farb- oder Formveränderung
-
nicht heilenden Hautveränderungen
-
ungewöhnlich zahlreichen Warzen
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ausgeprägter Immunschwäche
-
Warzen im Gesicht oder Genitalbereich
-
Veränderungen, die trotz Behandlung weiter wachsen
Insbesondere bei älteren Menschen sollten neu auftretende, ungewöhnliche Hautveränderungen nicht automatisch als harmlose Warzen eingestuft werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Warzen und unterschiedlichen HPV-bedingten Hautveränderungen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Beseitigung von HPV, dauerhafte Entfernung von Warzen oder Verhinderung ihrer Weiterverbreitung durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Bei unklaren, wachsenden, blutenden oder ungewöhnlichen Hautveränderungen sollte eine medizinische beziehungsweise dermatologische Diagnose nicht durch eine homöopathische Behandlung ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Warzen sind überwiegend gutartig. Eine vermeintliche Warze sollte jedoch ärztlich untersucht werden, wenn sie ungewöhnlich aussieht, schnell wächst, spontan oder wiederholt blutet, sich deutlich verändert, nicht abheilt oder die Diagnose nicht eindeutig ist.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Antimonium crudum, Hypericum perf., Mezereum, Thuya occ., Cistus canad.., Anti crud., Calcarea fluorica
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