Hautgeschwüre an den Beinen durch Krampfadern – venöses Ulcus cruris (offenes Bein) "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Hautgeschwüre an den Beinen durch Krampfadern – venöses Ulcus cruris (offenes Bein)
Ein venöses Ulcus cruris, umgangssprachlich häufig als offenes Bein bezeichnet, ist ein chronisches Hautgeschwür am Unterschenkel, das meist infolge einer chronisch-venösen Insuffizienz und ausgeprägter Krampfadern (Varizen) entsteht.
Wenn die Venenklappen in den Beinen nicht mehr ausreichend schließen, kann das Blut nicht mehr effektiv zum Herzen zurücktransportiert werden. Es kommt zu einem erhöhten Druck im Venensystem. Dieser dauerhaft erhöhte venöse Druck kann Haut und Unterhautgewebe zunehmend schädigen und schließlich zur Entstehung eines chronischen Geschwürs führen.
Wie entstehen Hautgeschwüre durch Krampfadern?
Bei gesunden Beinvenen sorgen Venenklappen dafür, dass das Blut in Richtung Herz transportiert wird.
Bei Krampfadern beziehungsweise einer chronisch-venösen Insuffizienz schließen diese Klappen teilweise nicht mehr ausreichend. Das Blut staut sich in den Beinen zurück.
Dadurch können entstehen:
-
chronische Schwellungen der Beine
-
erhöhter Druck in den Venen
-
Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe
-
chronische Entzündungsreaktionen
-
Veränderungen der Haut
-
Verschlechterung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes
Im fortgeschrittenen Stadium kann bereits eine kleine Verletzung ausreichen, damit eine Wunde entsteht, die nur schwer wieder abheilt.
Typische Lokalisation
Venöse Hautgeschwüre treten besonders häufig am Unterschenkel im Bereich des Innenknöchels auf.
Sie können sich jedoch mit zunehmender Erkrankung über größere Bereiche des Unterschenkels ausdehnen.
Typische Beschwerden und Hautveränderungen
Bereits vor Entstehung eines offenen Geschwürs können Zeichen einer chronisch-venösen Insuffizienz vorhanden sein.
Dazu gehören:
-
sichtbare Krampfadern
-
schwere oder müde Beine
-
Schwellungen, insbesondere im Bereich der Knöchel
-
Spannungsgefühl
-
Juckreiz
-
bräunliche Hautverfärbungen
-
trockene oder entzündete Haut
-
Verhärtung von Haut und Unterhautgewebe
-
schlecht heilende kleine Verletzungen
Bei einem bestehenden Ulcus können zusätzlich auftreten:
-
offene, teilweise großflächige Wunden
-
nässende Wundflächen
-
Wundsekret
-
Schmerzen
-
empfindliche Wundränder
-
Hautentzündungen in der Umgebung
-
bei zusätzlicher Infektion Eiter oder unangenehmer Geruch
Chronisch-venöse Insuffizienz
Das venöse Ulcus ist häufig das fortgeschrittene Stadium einer chronisch-venösen Insuffizienz (CVI).
Neben Krampfadern können auch vorausgegangene tiefe Venenthrombosen und daraus entstandene Schäden der Venenklappen eine chronische venöse Abflussstörung verursachen.
Diagnose
Vor der Behandlung eines Beingeschwürs muss geklärt werden, ob tatsächlich eine venöse Ursache vorliegt.
Zur Diagnostik können gehören:
-
Untersuchung der Beine und der Wunde
-
Beurteilung der Krampfadern und Ödeme
-
Duplex- beziehungsweise Dopplersonografie der Venen
-
Untersuchung der arteriellen Durchblutung
-
Knöchel-Arm-Index (ABI) bei entsprechender Fragestellung
-
gegebenenfalls mikrobiologische Untersuchung bei Infektionsverdacht
-
bei ungewöhnlichen oder nicht heilenden Wunden gegebenenfalls Gewebeprobe
Die Untersuchung der arteriellen Durchblutung ist besonders wichtig, weil neben rein venösen auch arterielle oder gemischt arteriell-venöse Geschwüre vorkommen können.
Behandlung
Die Behandlung verfolgt zwei wesentliche Ziele: Das bestehende Hautgeschwür soll abheilen und gleichzeitig muss die zugrunde liegende venöse Stauung behandelt werden.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören je nach Befund:
-
professionelle Wundversorgung
-
geeignete moderne Wundauflagen
-
regelmäßige Reinigung der Wunde
-
gegebenenfalls Entfernung abgestorbenen Gewebes
-
Behandlung einer klinisch relevanten Infektion
-
Bewegung und Aktivierung der Wadenmuskelpumpe
-
Hochlagerung der Beine
-
Behandlung der chronisch-venösen Insuffizienz
Kompressionstherapie
Bei einem überwiegend venös verursachten Ulcus gehört die Kompressionstherapie zu den wichtigsten Behandlungsmaßnahmen.
Durch Kompressionsverbände beziehungsweise geeignete medizinische Kompressionssysteme wird der venöse Rückstrom unterstützt und der Druck im Venensystem reduziert.
Vor einer stärkeren Kompression muss insbesondere bei Verdacht auf eine zusätzliche arterielle Durchblutungsstörung die arterielle Versorgung überprüft werden.
Behandlung der Krampfadern
Je nach Befund kann zusätzlich eine gezielte Behandlung der erkrankten Venen sinnvoll sein.
Mögliche Verfahren sind beispielsweise:
-
endovenöse thermische Verfahren
-
Verödung (Sklerotherapie)
-
operative Behandlung von Krampfadern
-
andere gefäßmedizinische Verfahren
Die Behandlung der zugrunde liegenden venösen Erkrankung kann auch dazu beitragen, das Risiko für erneute Hautgeschwüre zu reduzieren.
Vorbeugung nach Abheilung
Auch nach vollständiger Abheilung besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Ulcus erneut auftritt.
Wichtige Maßnahmen können daher sein:
-
konsequente Kompression entsprechend ärztlicher Empfehlung
-
regelmäßige Bewegung
-
Aktivierung der Wadenmuskulatur
-
Vermeidung langer Phasen des unbewegten Sitzens oder Stehens
-
sorgfältige Hautpflege
-
frühzeitige Versorgung kleiner Verletzungen
-
Kontrolle und Behandlung vorhandener Krampfadern
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen Haut-, Wund- und Gefäßbeschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Heilung eines venösen Ulcus cruris oder einer chronisch-venösen Insuffizienz durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eine notwendige professionelle Wundversorgung, Kompressionstherapie und gefäßmedizinische Behandlung darf daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Ein chronisches oder neu entstandenes offenes Beingeschwür sollte ärztlich beziehungsweise gefäßmedizinisch abgeklärt werden, da venöse, arterielle, diabetische und andere Ursachen unterschieden werden müssen.
Bei rasch zunehmender Rötung, Überwärmung, Schwellung, Eiter, unangenehmem Geruch, starken Schmerzen, schwarzem beziehungsweise abgestorbenem Gewebe, Fieber oder Schüttelfrost ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hamamelis, Arnica
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
Hautgeschwüre an den Beinen durch Krampfadern – venöses Ulcus cruris (offenes Bein) "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Kundenrezensionen
Aqveo
Produkte
Badener Schmerzöl
Produkte
- Ähnliche Produkte
- Kürzlich angesehen