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Grippe (Influenza), Erkältung und Parainfluenza – akute virale Infektionen der Atemwege "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Grippe (Influenza), Erkältung und Parainfluenza – akute virale Infektionen der Atemwege

Die Begriffe Grippe, Erkältung und Parainfluenza werden im Alltag häufig miteinander verwechselt. Es handelt sich jedoch um unterschiedliche Erkrankungen, die durch verschiedene Viren verursacht werden und sich hinsichtlich Verlauf, Schweregrad und möglicher Komplikationen unterscheiden.

Die echte Grippe (Influenza) wird durch Influenzaviren verursacht und beginnt häufig plötzlich mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl, Fieber sowie Muskel- und Gliederschmerzen.

Eine Erkältung – auch grippaler Infekt genannt – wird dagegen durch zahlreiche unterschiedliche Atemwegsviren verursacht und verläuft meistens milder.

Parainfluenza wird durch humane Parainfluenzaviren verursacht und betrifft insbesondere die Atemwege. Bei kleinen Kindern können diese Viren unter anderem einen Pseudokrupp auslösen.

Influenza – die echte Grippe

Influenza wird hauptsächlich durch Influenza-A- und Influenza-B-Viren verursacht.

Die Erkrankung kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind unter anderem ältere Menschen, Schwangere, kleine Kinder sowie Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Immunabwehr.

Typische Symptome einer Influenza

Charakteristisch ist häufig ein relativ plötzlicher Krankheitsbeginn.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Fieber

  • Schüttelfrost

  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl

  • starke Müdigkeit und Erschöpfung

  • Kopf- und Gliederschmerzen

  • Muskelschmerzen

  • trockener Husten

  • Halsschmerzen

  • Appetitlosigkeit

Nicht jeder Influenza-Patient entwickelt hohes Fieber. Insbesondere bei älteren oder immungeschwächten Menschen kann das klinische Bild weniger typisch sein.

Erkältung – grippaler Infekt

Eine gewöhnliche Erkältung kann durch zahlreiche unterschiedliche Viren ausgelöst werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Rhinoviren

  • saisonale Coronaviren

  • Adenoviren

  • Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV)

  • humane Metapneumoviren

  • Parainfluenzaviren

  • weitere Atemwegsviren

Typische Beschwerden sind:

  • Schnupfen

  • verstopfte Nase

  • Niesen

  • Halsschmerzen

  • Heiserkeit

  • Husten

  • leichtes Krankheitsgefühl

  • gelegentlich erhöhte Temperatur oder Fieber

Eine Erkältung beginnt häufig schleichender und verläuft im Allgemeinen milder als eine Influenza.

Influenza oder Erkältung?

Die Beschwerden können sich überschneiden. Typischerweise sprechen ein plötzlicher Beginn, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber sowie starke Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen eher für Influenza.

Schnupfen, Niesen und ein langsamerer Beginn sind dagegen häufiger bei einer gewöhnlichen Erkältung.

Eine sichere Unterscheidung allein anhand der Symptome ist jedoch nicht immer möglich.

Parainfluenza

Die humanen Parainfluenzaviren (HPIV) sind eine Gruppe von Atemwegsviren, die Infektionen der oberen und unteren Atemwege verursachen können.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Schnupfen

  • Halsschmerzen

  • Husten

  • Heiserkeit

  • Fieber

  • allgemeines Krankheitsgefühl

Bei Erwachsenen und älteren Kindern verlaufen Infektionen häufig wie eine gewöhnliche Atemwegsinfektion.

Bei Säuglingen und Kleinkindern können Parainfluenzaviren jedoch Erkrankungen wie:

  • Pseudokrupp

  • Bronchitis

  • Bronchiolitis

  • Pneumonie

verursachen.

Parainfluenza und Pseudokrupp

Parainfluenzaviren gehören zu den wichtigsten Auslösern des Pseudokrupps (virale Laryngotracheitis) bei kleinen Kindern.

Typisch sind:

  • plötzlich auftretender bellender Husten

  • Heiserkeit

  • pfeifendes beziehungsweise ziehendes Geräusch beim Einatmen (inspiratorischer Stridor)

  • häufig nächtliche Verschlechterung

  • Unruhe

Ein Stridor in Ruhe, deutliche Atemnot, Einziehungen des Brustkorbs oder eine bläuliche Verfärbung von Lippen beziehungsweise Haut sind Warnzeichen und benötigen eine rasche medizinische Beurteilung.

Übertragung

Influenza-, Erkältungs- und Parainfluenzaviren werden vor allem über infektiöse Atemwegssekrete übertragen.

Eine Übertragung kann erfolgen durch:

  • Tröpfchen und Aerosole

  • engen persönlichen Kontakt

  • Hände und anschließend Kontakt mit Nase, Mund oder Augen

  • kontaminierte Oberflächen, abhängig vom jeweiligen Erreger

Mögliche Komplikationen der Influenza

Influenza ist nicht immer eine harmlose Erkrankung.

Mögliche Komplikationen sind:

  • virale Lungenentzündung

  • zusätzliche bakterielle Lungenentzündung

  • Verschlechterung von Asthma oder COPD

  • Mittelohrentzündung

  • Herzmuskelentzündung

  • neurologische Komplikationen

  • Kreislaufprobleme

Eine erneute Verschlechterung nach anfänglicher Besserung, insbesondere mit erneutem Fieber und zunehmendem Husten, kann auf eine Komplikation beziehungsweise bakterielle Sekundärinfektion hinweisen.

Diagnose

Bei milden Erkältungen ist häufig keine spezifische Erregerdiagnostik erforderlich.

Bei Verdacht auf Influenza oder bei schweren beziehungsweise komplizierten Verläufen können je nach Situation Labortests eingesetzt werden.

Molekularbiologische Tests können Influenza und teilweise gleichzeitig andere Atemwegsviren wie SARS-CoV-2 oder RSV nachweisen.

Behandlung einer Erkältung

Eine unkomplizierte virale Erkältung heilt meist von selbst aus.

Die Behandlung dient hauptsächlich der Linderung der Beschwerden, beispielsweise durch:

  • ausreichende Ruhe und Erholung

  • angemessene Flüssigkeitszufuhr

  • symptomatische Behandlung von Schmerzen und Fieber

  • Kochsalzlösungen für die Nase

  • je nach Beschwerden geeignete Husten- oder Halspräparate

Antibiotika wirken nicht gegen Erkältungs- oder Influenzaviren. Sie sind nur bei bestimmten zusätzlichen bakteriellen Infektionen angezeigt.

Antivirale Behandlung bei Influenza

Für Influenza stehen spezifische antivirale Arzneimittel zur Verfügung.

Sie können insbesondere bei:

  • schweren Verläufen

  • stationär behandelten Patienten

  • Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko

von Bedeutung sein.

Die Behandlung ist im Allgemeinen besonders wirksam, wenn sie früh begonnen wird. Bei schweren Verläufen kann eine antivirale Therapie jedoch auch bei späterem Behandlungsbeginn sinnvoll sein.

Influenza-Impfung

Die jährliche Influenza-Impfung ist eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Influenza und insbesondere ihrer schweren Komplikationen.

Da sich Influenzaviren verändern und die Zusammensetzung der Impfstoffe regelmäßig angepasst wird, wird die Impfung saisonal wiederholt.

Die Influenza-Impfung schützt nicht gegen gewöhnliche Erkältungsviren oder Parainfluenzaviren.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und anderen Beschwerden akuter Atemwegsinfektionen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Eine zuverlässige Beseitigung von Influenza- oder Parainfluenzaviren, Verkürzung der Virusinfektion oder Verhinderung schwerer Komplikationen durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.

Bei schwerer Influenza, Lungenentzündung, Pseudokrupp mit Atemnot oder anderen komplizierten Atemwegsinfektionen darf eine notwendige medizinische beziehungsweise antivirale Behandlung nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.

Wichtiger Hinweis

Eine rasche medizinische Abklärung ist insbesondere erforderlich bei Atemnot, Brustschmerzen, bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut, Bewusstseinsstörungen, ausgeprägter Kreislaufschwäche, schwerem Krankheitsgefühl oder einer deutlichen Verschlechterung nach anfänglicher Besserung.

Bei Säuglingen und kleinen Kindern sind Atemnot, Stridor in Ruhe, deutliche Einziehungen des Brustkorbs, Trinkverweigerung, ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit oder eine bläuliche Verfärbung wichtige Warnzeichen.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Rhus tox., Bryonia alba, Belladonna, Arsenicum album, Eupatorium perfol., Baptisia tinct., Lycopodium clav., 

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