Erysipel (Wundrose) – akute bakterielle Hautinfektion "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Erysipel (Wundrose) – akute bakterielle Hautinfektion
Das Erysipel, auch Wundrose genannt, ist eine akute bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und der Lymphbahnen. Typischerweise zeigt sich eine plötzlich auftretende, schmerzhafte, überwärmte und deutlich gerötete Hautfläche, häufig begleitet von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.
Das Erysipel ist von anderen eitrigen beziehungsweise bakteriellen Hautinfektionen zu unterscheiden und sollte ärztlich behandelt werden, da sich die Infektion ausbreiten und zu ernsthaften Komplikationen führen kann.
Welche Erreger verursachen ein Erysipel?
Häufigste Auslöser sind Streptokokken, insbesondere β-hämolysierende Streptokokken.
Die Bakterien gelangen über kleine Verletzungen oder andere Eintrittspforten in die Haut.
Mögliche Eintrittspforten sind:
-
kleine Hautrisse
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Fußpilz und Risse zwischen den Zehen
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Ekzeme
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chronische Wunden
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Hautgeschwüre
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aufgekratzte Hautstellen
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Verletzungen
-
Operationswunden
Typische Symptome
Ein Erysipel beginnt häufig plötzlich.
Typisch sind:
-
scharf begrenzte, flächige Hautrötung
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Überwärmung
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Schwellung
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Schmerzen oder Druckempfindlichkeit
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gespannte Haut
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Fieber
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Schüttelfrost
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Müdigkeit und ausgeprägtes Krankheitsgefühl
-
gelegentlich geschwollene Lymphknoten
Bei schweren Formen können zusätzlich Blasen, Einblutungen oder tiefere Hautschäden auftreten.
Wo tritt ein Erysipel häufig auf?
Besonders häufig betroffen sind:
-
Unterschenkel
-
Füße
-
Gesicht
-
Arme
An den Beinen können chronische Ödeme oder Lymphabflussstörungen das Risiko erhöhen.
Risikofaktoren
Ein erhöhtes Risiko besteht unter anderem bei:
-
Diabetes mellitus
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chronischen Wunden
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venöser Insuffizienz
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Lymphödem
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Übergewicht
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Fußpilz
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Hauterkrankungen mit gestörter Hautbarriere
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eingeschränkter Immunabwehr
-
vorausgegangenem Erysipel
Nach einem Erysipel kann das Lymphsystem geschädigt werden. Dadurch kann wiederum ein Lymphödem entstehen oder sich verstärken, was wiederkehrende Erysipele begünstigen kann.
Eitrige Hautinfektionen
Nicht jede bakterielle Hautinfektion ist ein Erysipel. Zu den weiteren bakteriellen beziehungsweise eitrigen Hautinfektionen gehören beispielsweise:
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Abszess
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Furunkel
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Karbunkel
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Phlegmone beziehungsweise Cellulitis
-
infizierte Wunden
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bakterielle Infektionen von Haarfollikeln
Insbesondere ein Abszess kann eine chirurgische Eröffnung und Drainage benötigen. Eine alleinige medikamentöse Behandlung ist bei einem größeren abgekapselten Abszess häufig nicht ausreichend.
Diagnose
Ein typisches Erysipel kann häufig anhand des klinischen Erscheinungsbildes diagnostiziert werden.
Je nach Schweregrad können zusätzlich sinnvoll sein:
-
Blutbild
-
Entzündungswerte
-
Blutkulturen bei schwerem Verlauf
-
Untersuchung möglicher Eintrittspforten
-
Ultraschall bei Verdacht auf Abszess
-
weitere Untersuchungen zur Abgrenzung von Thrombose oder anderen Erkrankungen
Behandlung
Ein Erysipel wird mit Antibiotika behandelt. Welche Behandlung notwendig ist, richtet sich nach Schweregrad, Lokalisation, Begleiterkrankungen und individuellem Risiko.
Zusätzlich können je nach Situation sinnvoll sein:
-
körperliche Schonung
-
Hochlagerung der betroffenen Extremität
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Behandlung von Schmerzen und Fieber
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Versorgung vorhandener Wunden
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konsequente Behandlung von Fußpilz oder anderen Eintrittspforten
-
Behandlung eines bestehenden Lymphödems nach Abklingen der akuten Entzündung
Bei schwerem Verlauf kann eine stationäre Behandlung mit intravenösen Antibiotika erforderlich sein.
Mögliche Komplikationen
Unbehandelt oder bei schwerem Verlauf kann sich eine bakterielle Hautinfektion weiter ausbreiten.
Mögliche Komplikationen sind:
-
Abszessbildung
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Ausbreitung in tiefere Gewebeschichten
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Verschlechterung eines Lymphödems
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wiederkehrende Erysipele
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Blutstrominfektion beziehungsweise Sepsis
-
selten schwere nekrotisierende Weichteilinfektionen
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Hautbeschwerden und entzündliche Hautveränderungen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung einer bakteriellen Hautinfektion oder eines Erysipels durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Insbesondere eine notwendige antibiotische oder chirurgische Behandlung darf nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Ein Erysipel sollte zeitnah ärztlich behandelt werden.
Bei hohem Fieber, Schüttelfrost, rascher Ausbreitung der Rötung, starken oder ungewöhnlich zunehmenden Schmerzen, Blasenbildung, dunkler beziehungsweise schwarzer Hautverfärbung, Verwirrtheit oder Kreislaufproblemen ist eine dringende medizinische Abklärung erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Antimonium crudum, Hypericum perf., Arsenicum album, Apis
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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