Bipolare Störung – depressive und manische bzw. euphorische Phasen mit deutlich unterschiedlichen Symptom-Signaturen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Bipolare Störung – depressive und manische bzw. euphorische Phasen mit deutlich unterschiedlichen Symptom-Signaturen
Die bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, bei der sich depressive Phasen und Phasen mit deutlich gehobener, gereizter oder übermäßig aktivierter Stimmung (Manie beziehungsweise Hypomanie) abwechseln können.
Depressive und euphorisch-manische Phase niemals gemeinsam behandeln
Die frühere Bezeichnung manisch-depressive Erkrankung beschreibt diesen Wechsel zwischen unterschiedlichen Stimmungspolen.
Wichtig ist die medizinische Abgrenzung: Die bipolare Störung ist keine Persönlichkeitsstörung, sondern gehört zu den affektiven Störungen.
Die einzelnen Krankheitsphasen können sich hinsichtlich Stimmung, Energie, Schlaf, Aktivität, Denken und Verhalten erheblich unterscheiden.
Depressive Phase
Während einer depressiven Episode können unter anderem auftreten:
-
anhaltende Niedergeschlagenheit
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Interessen- und Freudverlust
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Antriebsmangel
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starke Erschöpfung
-
sozialer Rückzug
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Konzentrationsprobleme
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verlangsamtes Denken
-
Schlafstörungen
-
frühes morgendliches Erwachen oder vermehrtes Schlafen
-
Appetit- und Gewichtsveränderungen
-
Schuldgefühle
-
Gefühl der Wertlosigkeit
-
Hoffnungslosigkeit
-
Zukunftsängste
Bei schweren depressiven Episoden können Suizidgedanken oder Suizidabsichten auftreten.
Manische beziehungsweise euphorische Phase
Eine Manie ist wesentlich mehr als lediglich gute Stimmung oder gesteigerte Lebensfreude.
Typische Merkmale können sein:
-
ungewöhnlich gehobene oder euphorische Stimmung
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starke Reizbarkeit
-
deutlich gesteigerter Antrieb
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außergewöhnlich hohe Aktivität
-
vermindertes Schlafbedürfnis
-
stark gesteigertes Selbstbewusstsein
-
Größenideen
-
starkes Redebedürfnis
-
beschleunigtes Denken
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Gedankenrasen
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leichte Ablenkbarkeit
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impulsive Entscheidungen
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übermäßiges Geldausgeben
-
riskante geschäftliche oder finanzielle Entscheidungen
-
gesteigerte sexuelle Aktivität
-
riskantes Verhalten
Betroffene empfinden die manische Phase teilweise selbst als besonders produktiv oder angenehm und erkennen den Krankheitswert nicht.
Bei einer schweren Manie können Realitätsverlust, Wahnvorstellungen oder andere psychotische Symptome auftreten.
Hypomanie
Eine Hypomanie ähnelt einer Manie, ist jedoch weniger stark ausgeprägt.
Möglich sind:
-
gesteigerte Energie
-
vermindertes Schlafbedürfnis
-
erhöhte Gesprächigkeit
-
gesteigerte Geselligkeit
-
ungewöhnlich gute Stimmung
-
erhöhte Produktivität
-
stärkere Impulsivität
Da sich Betroffene teilweise leistungsfähiger fühlen, wird eine Hypomanie nicht immer als problematisch wahrgenommen.
Bipolar-I- und Bipolar-II-Störung
Bei der Bipolar-I-Störung tritt mindestens eine ausgeprägte manische Episode auf. Depressive Episoden sind häufig, für die Diagnose einer Bipolar-I-Störung jedoch nicht zwingend erforderlich.
Bei der Bipolar-II-Störung treten depressive Episoden und hypomanische Episoden auf, jedoch keine voll ausgeprägte Manie.
Gemischte Merkmale – wichtige Besonderheit
Depressive und manische Symptome sind nicht immer vollständig voneinander getrennt.
Es können Episoden mit gemischten Merkmalen auftreten. Beispielsweise können gleichzeitig depressive Stimmung und starke innere Aktivierung, Unruhe, Gedankenrasen oder vermindertes Schlafbedürfnis bestehen.
Solche Zustände können besonders belastend sein und mit einem erhöhten Risiko für impulsives beziehungsweise selbstgefährdendes Verhalten verbunden sein.
Die aktuelle Phase genau bestimmen
Bei einer bipolaren Störung ist es besonders wichtig zu beurteilen, welcher Stimmungspol aktuell im Vordergrund steht.
Die Symptom-Signatur einer depressiven Episode unterscheidet sich grundlegend von der einer manischen oder hypomanischen Episode.
Zu berücksichtigen sind insbesondere:
-
Stimmung
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Antrieb
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Aktivität
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Schlafbedürfnis
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Geschwindigkeit des Denkens
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Gesprächigkeit
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Impulsivität
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Risikoverhalten
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Angst und innere Unruhe
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psychotische Symptome
-
Suizidgedanken
-
bisheriger Krankheitsverlauf
Behandlung der bipolaren Störung
Die Behandlung richtet sich nach der aktuellen Krankheitsphase, dem bisherigen Verlauf und der Rückfallgefahr.
Zur langfristigen Behandlung können je nach Situation unter anderem eingesetzt werden:
-
Lithium
-
bestimmte Antikonvulsiva beziehungsweise Stimmungsstabilisierer
-
bestimmte atypische Antipsychotika
-
Psychotherapie
-
Psychoedukation
-
strukturierter Schlaf-Wach-Rhythmus
-
Rückfallprophylaxe
Die Auswahl unterscheidet sich je nachdem, ob eine akute Manie, bipolare Depression, gemischte Symptomatik oder eine stabile Phase vorliegt.
Antidepressiva bei bipolarer Erkrankung
Eine bipolare Depression unterscheidet sich therapeutisch von einer gewöhnlichen unipolaren Depression.
Antidepressiva sollten bei bipolarer Erkrankung nicht unkritisch beziehungsweise eigenständig eingesetzt werden, da sie bei bestimmten Patienten eine manische beziehungsweise hypomanische Aktivierung oder eine Destabilisierung des Krankheitsverlaufs begünstigen können.
Die medikamentöse Behandlung gehört deshalb in ärztliche beziehungsweise psychiatrische Betreuung.
Schlaf als wichtiges Warnsignal
Veränderungen des Schlafes können ein frühes Warnzeichen einer neuen Episode sein.
Insbesondere ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis ohne entsprechende Müdigkeit kann auf eine beginnende manische oder hypomanische Phase hinweisen.
Umgekehrt können Schlaflosigkeit, frühes Erwachen oder übermäßiges Schlafbedürfnis Bestandteil einer depressiven Episode sein.
Ein möglichst stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus ist deshalb bei bipolarer Erkrankung besonders wichtig.
Individuelle Symptom-Signatur
Die bipolare Störung kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich verlaufen.
Wichtige individuelle Merkmale sind beispielsweise:
-
Dauer und Häufigkeit der Episoden
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Stärke der Depression
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Euphorie oder überwiegende Reizbarkeit während einer Manie
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Schlafveränderungen
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Angst
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Unruhe
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Aggressivität
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Impulsivität
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Größenideen
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psychotische Symptome
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saisonale Schwankungen
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Auslöser
-
Reaktion auf bisherige Behandlungen
Diese persönliche Symptom-Signatur sollte bei jeder Behandlung berücksichtigt werden.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen psychischen und begleitenden Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Bei einer bipolaren Symptomatik muss besonders darauf geachtet werden, welche Phase beziehungsweise Symptom-Signatur aktuell vorliegt.
Depressive und manisch-euphorische Beschwerden stellen unterschiedliche Symptomkonstellationen dar und dürfen nicht schematisch als ein und dasselbe Beschwerdebild behandelt werden. Bei gemischten Zuständen ist eine besonders sorgfältige psychiatrische Beurteilung erforderlich.
Eine zuverlässige Behandlung oder Stabilisierung einer bipolaren Störung durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Homöopathische Mittel dürfen eine notwendige psychiatrische Behandlung, Stimmungsstabilisierung oder Rückfallprophylaxe nicht ersetzen oder verzögern.
Verordnete Medikamente wie Lithium, Antipsychotika, Stimmungsstabilisierer oder Antidepressiva sollten nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei einer ausgeprägten manischen Phase mit starkem Kontrollverlust, riskantem Verhalten, psychotischen Symptomen, fehlendem Schlaf über längere Zeit oder erheblicher Selbst- beziehungsweise Fremdgefährdung ist eine rasche psychiatrische Abklärung erforderlich.
Bei einer depressiven Phase mit Suizidgedanken, Suizidabsichten oder akuter Selbstgefährdung ist sofort professionelle beziehungsweise notfallmedizinische Hilfe erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Aurum metallicum, Hyoscyamus, Stramonium
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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