Alopezie / Haarausfall – verstärkter oder krankhafter Verlust der Haare "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Alopezie / Haarausfall – verstärkter oder krankhafter Verlust der Haare
Alopezie ist der medizinische Begriff für einen verstärkten oder sichtbaren Haarausfall. Haarausfall kann die gesamte Kopfhaut gleichmäßig betreffen, sich auf einzelne Bereiche beschränken oder in Form klar abgegrenzter kahler Stellen auftreten.
Ein gewisser Haarverlust ist normal, da jedes Haar einen natürlichen Wachstumszyklus durchläuft. Von krankhaftem Haarausfall spricht man insbesondere dann, wenn über längere Zeit deutlich mehr Haare ausfallen oder eine sichtbare Ausdünnung beziehungsweise kahle Stellen entstehen.
Welche Formen von Haarausfall gibt es?
Zu den häufigsten Formen gehören:
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androgenetische Alopezie – erblich-hormonell bedingter Haarausfall
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Alopecia areata – kreisrunder Haarausfall
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diffuser Haarausfall
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telogenes Effluvium
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anagenes Effluvium
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mechanisch bedingter Haarausfall
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vernarbende Alopezien
Die Unterscheidung ist wichtig, da Ursachen, Verlauf und Behandlung sehr unterschiedlich sein können.
Androgenetische Alopezie
Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls. Dabei reagieren genetisch empfindliche Haarfollikel auf Androgene, insbesondere Dihydrotestosteron (DHT).
Bei Männern beginnt die Ausdünnung häufig an:
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Stirn und Geheimratsecken
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Schläfen
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Scheitel beziehungsweise Hinterkopf
Bei Frauen zeigt sich häufiger eine zunehmende Ausdünnung im Bereich des Scheitels, während der vordere Haaransatz oft weitgehend erhalten bleibt.
Alopecia areata – kreisrunder Haarausfall
Die Alopecia areata ist eine immunologisch vermittelte Erkrankung, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift.
Typisch sind:
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plötzlich auftretende, scharf begrenzte kahle Stellen
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meist glatte, nicht vernarbte Kopfhaut
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teilweise Veränderungen der Nägel
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gelegentlich Verlust von Augenbrauen oder Wimpern
Bei ausgeprägteren Formen kann es zum Verlust der gesamten Kopfbehaarung (Alopecia totalis) oder der gesamten Körperbehaarung (Alopecia universalis) kommen.
Diffuser Haarausfall
Beim diffusen Haarausfall werden die Haare über die gesamte Kopfhaut dünner.
Mögliche Ursachen sind:
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Eisenmangel
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Schilddrüsenerkrankungen
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akute oder chronische Erkrankungen
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starke Infektionen
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Operationen
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ausgeprägter körperlicher oder psychischer Stress
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starke Gewichtsabnahme
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Mangelernährung
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hormonelle Veränderungen
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Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt
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bestimmte Medikamente
Häufig beginnt der sichtbare Haarausfall erst mehrere Wochen bis Monate nach dem auslösenden Ereignis.
Nährstoffmangel und Haarausfall
Bei diffusem Haarausfall können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:
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Eisenmangel
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Eiweißmangel
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Zinkmangel
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Vitamin-B12- oder Folsäuremangel bei entsprechender Unterversorgung
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andere ernährungsbedingte Mangelzustände
Eine Einnahme von Vitaminen oder Mineralstoffen ohne nachgewiesenen beziehungsweise wahrscheinlichen Mangel führt jedoch nicht automatisch zu verbessertem Haarwachstum.
Hormonelle Ursachen
Haarausfall kann mit hormonellen Veränderungen oder Erkrankungen zusammenhängen.
Mögliche Zusammenhänge bestehen beispielsweise mit:
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Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion
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Androgenüberschuss
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polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS)
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Wechseljahren
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hormonellen Veränderungen nach Schwangerschaft
Bei Frauen können Haarausfall zusammen mit verstärkter Körperbehaarung, Akne oder Zyklusstörungen Hinweise auf eine hormonelle Ursache geben.
Vernarbende Alopezie
Bei vernarbenden Formen werden die Haarfollikel dauerhaft geschädigt und durch Narbengewebe ersetzt.
Mögliche Zeichen sind:
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kahle Stellen
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Rötung
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Schuppung
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Brennen oder Schmerzen
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Juckreiz
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Verlust der sichtbaren Haarfollikelöffnungen
Da zerstörte Haarfollikel nicht wieder nachwachsen können, ist bei Verdacht auf eine vernarbende Alopezie eine frühzeitige dermatologische Abklärung besonders wichtig.
Diagnose
Zur Abklärung können je nach Erscheinungsbild gehören:
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Untersuchung von Kopfhaut und Haaren
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Beurteilung des Verteilungsmusters
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Zugtest der Haare
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Dermatoskopie beziehungsweise Trichoskopie
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Blutbild
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Eisenstatus beziehungsweise Ferritin
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Schilddrüsenwerte
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bei entsprechendem Verdacht weitere Vitamin-, Mineralstoff- oder Hormonuntersuchungen
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selten eine Kopfhautbiopsie
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
Je nach Form können beispielsweise eingesetzt werden:
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Minoxidil bei bestimmten Formen des Haarausfalls
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antiandrogene beziehungsweise hormonell wirksame Behandlungen bei geeigneten Patienten
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bei Alopecia areata entzündungshemmende oder immunmodulierende Therapien
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Behandlung eines nachgewiesenen Eisen- oder Nährstoffmangels
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Behandlung einer zugrunde liegenden Schilddrüsen- oder Hormonerkrankung
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gezielte Behandlung entzündlicher oder vernarbender Kopfhauterkrankungen
Bei manchen Formen kann sich das Haarwachstum nach Beseitigung der Ursache wieder normalisieren. Bei anderen Formen ist eine längerfristige Behandlung erforderlich.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden für unterschiedliche Formen von Haarausfall und begleitende Beschwerden festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Wiederherstellung des Haarwachstums beziehungsweise spezifische therapeutische Wirksamkeit homöopathischer Mittel bei androgenetischer Alopezie, Alopecia areata oder vernarbenden Alopezien ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Eine notwendige dermatologische beziehungsweise internistische Abklärung sollte daher nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Plötzlich auftretender starker Haarausfall, kahle Stellen, entzündliche oder schmerzhafte Veränderungen der Kopfhaut sowie Hinweise auf eine vernarbende Alopezie sollten dermatologisch abgeklärt werden.
Auch bei länger bestehendem diffusem Haarausfall sollte nach möglichen Ursachen wie Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Medikamenteneinflüssen oder anderen Grunderkrankungen gesucht werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Hep. sulphur, Ustilago, Phosphorus
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
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