Salmonelleninfektion (Salmonellose) – bakterielle Magen-Darm-Infektion durch Salmonellen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Salmonelleninfektion (Salmonellose) – bakterielle Magen-Darm-Infektion durch Salmonellen
Eine Salmonelleninfektion, medizinisch Salmonellose, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Salmonella verursacht wird. Die häufigste Form ist eine akute Magen-Darm-Entzündung (Salmonellen-Gastroenteritis) mit Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit und häufig Fieber.
Die Ansteckung erfolgt überwiegend durch kontaminierte Lebensmittel. Bestimmte Salmonellen können jedoch auch schwere systemische Erkrankungen verursachen.
Salmonellen und verschiedene Krankheitsformen
Salmonellen können unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen.
Grundsätzlich unterscheidet man:
-
nicht typhöse Salmonellose – typische lebensmittelbedingte Magen-Darm-Infektion
-
Typhus und Paratyphus – systemische Infektionskrankheiten durch bestimmte Salmonella-Typen
Die gewöhnliche Salmonellen-Gastroenteritis ist somit nicht mit Typhus gleichzusetzen.
Häufige Infektionsquellen
Salmonellen können insbesondere über tierische Lebensmittel übertragen werden.
Mögliche Infektionsquellen sind:
-
rohe oder nicht ausreichend erhitzte Eier
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Speisen mit rohen Eiern
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nicht ausreichend gegartes Geflügel
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rohes oder unzureichend gegartes Fleisch
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Rohmilch und bestimmte Rohmilchprodukte
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kontaminierte pflanzliche Lebensmittel
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Kreuzkontamination in der Küche
Auch Reptilien, Amphibien und einige andere Tiere können Salmonellen tragen und über direkten oder indirekten Kontakt übertragen.
Inkubationszeit
Die Beschwerden einer nicht typhösen Salmonellen-Gastroenteritis beginnen häufig innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen nach Aufnahme der Bakterien.
Der genaue Zeitraum hängt unter anderem von der aufgenommenen Erregermenge und individuellen Faktoren ab.
Typische Symptome
Eine Salmonellose kann plötzlich beginnen.
Typische Beschwerden sind:
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wässriger Durchfall
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Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
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Übelkeit
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Erbrechen
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Fieber
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Kopfschmerzen
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allgemeines Krankheitsgefühl
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Schwäche und Erschöpfung
Bei vielen ansonsten gesunden Menschen klingt eine unkomplizierte Infektion innerhalb einiger Tage von selbst ab.
Flüssigkeits- und Elektrolytverlust
Die wichtigste unmittelbare Gefahr bei ausgeprägtem Durchfall und Erbrechen ist der Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten.
Zeichen einer Austrocknung können sein:
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starker Durst
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trockener Mund
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verminderte Urinmenge
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dunkler Urin
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Schwindel
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Kreislaufschwäche
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ausgeprägte Müdigkeit
Besonders gefährdet sind Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit schweren Begleiterkrankungen.
Schwere Salmonelleninfektion
Bei bestimmten Menschen können Salmonellen die Darmbarriere überwinden und in die Blutbahn gelangen.
Eine Salmonellen-Bakteriämie beziehungsweise Sepsis kann insbesondere auftreten bei:
-
Säuglingen
-
älteren Menschen
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eingeschränkter Immunabwehr
-
bestimmten chronischen Erkrankungen
Die Bakterien können sich in seltenen Fällen auf andere Organe ausbreiten und beispielsweise Knochen, Gelenke, Gefäße oder andere Gewebe infizieren.
Diagnose
Der Erregernachweis kann insbesondere bei schweren, länger anhaltenden oder epidemiologisch relevanten Erkrankungen durch eine Stuhluntersuchung erfolgen.
Mögliche Untersuchungen sind:
-
Stuhlkultur
-
molekularbiologischer Erregernachweis
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gegebenenfalls Resistenztestung
-
bei Verdacht auf systemische Infektion Blutkulturen
Behandlung
Bei einer unkomplizierten Salmonellen-Gastroenteritis steht die Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr im Vordergrund.
Geeignete orale Rehydratationslösungen können insbesondere bei stärkerem Flüssigkeitsverlust sinnvoll sein.
Bei schwerer Austrocknung kann eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr erforderlich werden.
Antibiotika
Eine unkomplizierte nicht typhöse Salmonellen-Gastroenteritis bei ansonsten gesunden Menschen wird häufig nicht routinemäßig mit Antibiotika behandelt.
Antibiotika können jedoch bei schweren oder invasiven Verläufen sowie bei bestimmten Risikopatienten erforderlich sein.
Die Entscheidung richtet sich nach:
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Schweregrad
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Alter
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Begleiterkrankungen
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Immunstatus
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möglicher Ausbreitung außerhalb des Darms
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Resistenzsituation
Typhus und Paratyphus
Typhus abdominalis und Paratyphus sind besondere systemische Salmonelleninfektionen und unterscheiden sich deutlich von der üblichen Lebensmittel-Salmonellose.
Mögliche Beschwerden sind:
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anhaltendes hohes Fieber
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ausgeprägtes Krankheitsgefühl
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Kopfschmerzen
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Bauchbeschwerden
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Durchfall oder Verstopfung
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mögliche Organbeteiligung
Typhus und Paratyphus benötigen eine gezielte medizinische beziehungsweise antibiotische Behandlung.
Mögliche Folgeerscheinung – reaktive Arthritis
Nach bestimmten Magen-Darm-Infektionen einschließlich Salmonellose kann selten eine reaktive Arthritis auftreten.
Dabei entwickelt sich nach Abklingen der eigentlichen Darminfektion eine immunologisch vermittelte Gelenkentzündung.
Mögliche Beschwerden sind:
-
Gelenkschmerzen
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Gelenkschwellungen
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Schmerzen an Sehnenansätzen
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gelegentlich Augen- oder Harnwegsbeschwerden
Die Bakterien befinden sich dabei normalerweise nicht direkt im entzündeten Gelenk.
Vorbeugung
Das Infektionsrisiko lässt sich durch konsequente Lebensmittel- und Küchenhygiene reduzieren.
Wichtige Maßnahmen sind:
-
Geflügel und Fleisch ausreichend durchgaren
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rohe Eier beziehungsweise Speisen mit rohen Eiern sorgfältig handhaben
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Kühlkette einhalten
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Hände gründlich waschen
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rohe und verzehrfertige Lebensmittel getrennt verarbeiten
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Schneidebretter und Küchenutensilien nach Kontakt mit rohem Fleisch sorgfältig reinigen
-
Kreuzkontamination vermeiden
Besondere Hygiene ist nach Kontakt mit Reptilien oder deren Umgebung erforderlich.
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Durchfall, Bauchkrämpfen und anderen Beschwerden von Magen-Darm-Infektionen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Beseitigung einer Salmonelleninfektion, Behandlung einer invasiven Salmonellose oder Verhinderung schwerer Komplikationen durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Eine notwendige Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie sowie bei entsprechender Indikation eine antibiotische oder stationäre Behandlung dürfen nicht durch homöopathische Mittel ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Eine rasche medizinische Abklärung ist insbesondere erforderlich bei starkem oder anhaltendem Durchfall, hohem Fieber, Blut im Stuhl, ausgeprägten Bauchschmerzen, wiederholtem Erbrechen, deutlicher Austrocknung, Kreislaufproblemen oder einer erheblichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes.
Besondere Vorsicht ist bei Säuglingen, kleinen Kindern, älteren Menschen und Personen mit eingeschränkter Immunabwehr erforderlich.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Baptisia tinctoria, Lycopodium clav., Arnica montana, Cuprum met., Gelsemium semperv., Bryonia alba, Rhus tox,
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