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Schlaflosigkeit (Insomnie) – Ein-, Durchschlafstörungen und frühzeitiges Erwachen mit unterschiedlichen Ursachen und Symptom-Signaturen "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji

Dr. Banerji-Protokolle

Schlaflosigkeit (Insomnie) – Ein-, Durchschlafstörungen und frühzeitiges Erwachen mit unterschiedlichen Ursachen und Symptom-Signaturen

Schlaflosigkeit beziehungsweise Insomnie bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder eine unzureichende Schlafqualität, obwohl grundsätzlich ausreichend Gelegenheit zum Schlafen besteht. Typischerweise entstehen dadurch Beschwerden oder Einschränkungen während des Tages.

Schlafprobleme können vorübergehend auftreten, beispielsweise durch Stress oder außergewöhnliche Belastungen. Sie können jedoch auch chronisch werden oder als Begleitsymptom körperlicher, neurologischer oder psychischer Erkrankungen auftreten.

Vor der Wahl einer Behandlung beziehungsweise im Banerji-Konzept vor der Wahl der Mittel muss die individuelle Symptom-Signatur genau beachtet werden. Einschlafstörung, häufiges Erwachen, sehr frühes Erwachen oder Schlaflosigkeit durch Angst, Gedankenaktivität, Schmerzen oder körperliche Beschwerden sind nicht dasselbe Beschwerdebild.

Unterschiedliche Formen der Schlaflosigkeit

Einschlafstörung

Betroffene sind müde, können aber nach dem Zubettgehen längere Zeit nicht einschlafen.

Mögliche Begleiterscheinungen sind:

  • Gedankenkarussell

  • Grübeln

  • innere Unruhe

  • Nervosität

  • körperliche Anspannung

  • Angst vor dem Nichtschlafen

  • Herzklopfen

  • ständiges Beobachten der Uhr

Gerade die zunehmende Sorge, erneut nicht schlafen zu können, kann einen zusätzlichen Kreislauf aus Anspannung und Schlaflosigkeit erzeugen.

Durchschlafstörung

Betroffene schlafen zunächst ein, wachen jedoch während der Nacht wiederholt auf.

Möglich sind:

  • häufiges kurzes Erwachen

  • längere Wachphasen

  • Schwierigkeiten, erneut einzuschlafen

  • unruhiger, oberflächlicher Schlaf

  • Gefühl, die ganze Nacht kaum geschlafen zu haben

Die Ursachen können psychisch, körperlich oder schlafmedizinisch bedingt sein.

Frühmorgendliches Erwachen

Manche Menschen wachen deutlich früher als beabsichtigt auf und können anschließend nicht wieder einschlafen.

Frühmorgendliches Erwachen kann unter anderem bei depressiven Erkrankungen auftreten, ist jedoch nicht ausschließlich dafür typisch.

Schlaflosigkeit durch Grübeln und Gedankenaktivität

Eine häufige Symptom-Signatur ist körperliche Müdigkeit bei gleichzeitig stark aktivem Denken.

Typisch können sein:

  • ständiges Nachdenken

  • Wiederholen vergangener Gespräche

  • berufliche Gedanken

  • Sorgen über den nächsten Tag

  • Zukunftsängste

  • Planen und Problemlösen im Bett

  • Gefühl, den Kopf nicht „abschalten“ zu können

Diese Form unterscheidet sich von einer Schlaflosigkeit, die beispielsweise hauptsächlich durch Schmerzen oder Atemprobleme verursacht wird.

Schlaflosigkeit durch Angst und innere Unruhe

Angststörungen und innere Anspannung können den Schlaf erheblich beeinträchtigen.

Möglich sind:

  • Einschlafangst

  • Panikgefühle

  • Herzklopfen

  • Beklemmungsgefühl

  • Muskelanspannung

  • nächtliches Aufschrecken

  • Angst vor bestimmten Gedanken oder Situationen

Hier muss die zugrunde liegende Angstproblematik mitberücksichtigt werden.

Schlaflosigkeit bei Depression

Depressive Erkrankungen können unterschiedliche Schlafmuster verursachen.

Möglich sind:

  • Einschlafstörungen

  • Durchschlafstörungen

  • frühmorgendliches Erwachen

  • nicht erholsamer Schlaf

Bei anderen depressiven Patienten besteht dagegen ein übermäßig gesteigertes Schlafbedürfnis.

Deshalb muss vor der Behandlung die individuelle Symptom-Signatur berücksichtigt werden.

Schlaflosigkeit bei bipolarer Erkrankung – besondere Vorsicht

Bei einer bipolaren Erkrankung kann ein deutlich vermindertes Schlafbedürfnis ein wichtiges Frühzeichen einer hypomanischen oder manischen Phase sein.

Besonders auffällig ist:

Die Person schläft nur wenige Stunden, fühlt sich jedoch nicht müde und gleichzeitig ungewöhnlich energiegeladen, aktiv, euphorisch oder gereizt.

Das unterscheidet sich von einer klassischen Insomnie, bei der der Betroffene schlafen möchte, aber nicht schlafen kann und am folgenden Tag unter Müdigkeit leidet.

Ein plötzlich stark vermindertes Schlafbedürfnis bei bekannter bipolarer Erkrankung sollte deshalb psychiatrisch beurteilt werden.

Schlaflosigkeit bei Schizophrenie und Psychosen

Ausgeprägte Schlafstörungen können einer psychotischen Verschlechterung vorausgehen oder sie begleiten.

Treten gleichzeitig auf:

  • zunehmendes Misstrauen

  • ungewöhnliche Gedanken

  • Halluzinationen

  • Wahnvorstellungen

  • starke Erregung

  • auffällige Verhaltensänderungen

sollte die Schlaflosigkeit nicht isoliert behandelt werden. Die psychiatrische Gesamtsituation muss beurteilt werden.

Körperliche Ursachen

Schlaflosigkeit kann auch durch körperliche Beschwerden verursacht oder verstärkt werden.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • Schmerzen

  • nächtlicher Husten

  • Atemnot

  • Reflux

  • Juckreiz

  • häufiges nächtliches Wasserlassen

  • Restless-Legs-Syndrom

  • hormonelle Veränderungen

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • neurologische Erkrankungen

Die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung kann für die Verbesserung des Schlafes entscheidend sein.

Schlafapnoe nicht mit Insomnie verwechseln

Bei obstruktiver Schlafapnoe kommt es während des Schlafes wiederholt zu Atemwegsverengungen beziehungsweise Atemaussetzern.

Hinweise können sein:

  • starkes Schnarchen

  • beobachtete Atemaussetzer

  • nächtliches Luftschnappen

  • morgendliche Kopfschmerzen

  • ausgeprägte Tagesmüdigkeit

  • Konzentrationsprobleme

Schlafapnoe und Insomnie können auch gleichzeitig auftreten.

Restless-Legs-Syndrom

Beim Restless-Legs-Syndrom besteht häufig abends oder nachts ein unangenehmer Bewegungsdrang der Beine.

Typisch ist eine Besserung durch Bewegung.

Dadurch kann das Einschlafen erheblich erschwert werden.

Medikamente und Substanzen

Auch Medikamente und stimulierende Substanzen können Schlafprobleme verursachen.

Dazu können – abhängig von Dosis und Einnahmezeitpunkt – gehören:

  • Koffein

  • Nikotin

  • Alkohol

  • stimulierende Medikamente

  • bestimmte Antidepressiva

  • Kortikosteroide

  • abschwellende Medikamente

  • Schilddrüsenhormone bei zu hoher Dosierung

  • bestimmte Asthmamedikamente

Auch das Absetzen bestimmter Schlaf- und Beruhigungsmittel kann vorübergehend eine ausgeprägte Rebound-Insomnie verursachen.

Alkohol und Schlaf

Alkohol kann das Einschlafen zunächst erleichtern, verschlechtert jedoch häufig die Schlafqualität und kann zu:

  • häufigem Erwachen

  • oberflächlichem Schlaf

  • frühzeitigem Erwachen

  • verstärktem Schnarchen

  • Verschlechterung einer Schlafapnoe

führen.

Alkohol ist deshalb keine geeignete Behandlung einer Schlaflosigkeit.

Folgen chronischer Schlaflosigkeit

Anhaltender Schlafmangel kann zu verschiedenen Beschwerden führen:

  • Tagesmüdigkeit

  • Konzentrationsstörungen

  • Gedächtnisproblemen

  • Reizbarkeit

  • verminderter Leistungsfähigkeit

  • Kopfschmerzen

  • emotionaler Instabilität

  • erhöhtem Unfallrisiko

  • Verstärkung psychischer Beschwerden

Individuelle Symptom-Signatur beachten

Vor der Wahl der Mittel muss genau festgestellt werden, welche Form der Schlaflosigkeit vorliegt.

Wichtige Unterschiede sind beispielsweise:

  • Einschlafen nicht möglich

  • häufiges nächtliches Erwachen

  • frühmorgendliches Erwachen

  • Schlaflosigkeit durch Grübeln

  • Schlaflosigkeit durch Angst

  • Schlaflosigkeit durch innere Unruhe

  • Schlaflosigkeit trotz starker körperlicher Müdigkeit

  • Schlaflosigkeit durch Schmerzen

  • Schlaflosigkeit mit Herzklopfen

  • Schlaflosigkeit mit Restless Legs

  • Schlaflosigkeit im Zusammenhang mit Depression

  • vermindertes Schlafbedürfnis bei Manie oder Hypomanie

  • Schlafstörung im Zusammenhang mit psychotischen Symptomen

  • Schlafstörung durch Medikamente oder stimulierende Substanzen

Diese unterschiedlichen Symptom-Signaturen dürfen nicht automatisch als dasselbe Beschwerdebild behandelt werden.

Behandlung

Bei chronischer Insomnie gehört die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) zu den wichtigsten Behandlungsverfahren.

Weitere Maßnahmen können – abhängig von der Ursache – umfassen:

  • regelmäßige Schlaf- und Aufstehzeiten

  • Behandlung körperlicher oder psychischer Grunderkrankungen

  • Anpassung ungünstiger Medikamenteneinnahmezeiten nach ärztlicher Rücksprache

  • Reduktion von Koffein und anderen Stimulanzien

  • angemessene körperliche Aktivität

  • Behandlung von Schlafapnoe oder Restless Legs

  • gegebenenfalls zeitlich begrenzte oder gezielte medikamentöse Therapie

Schlafmittel sind nicht für jede Form der Schlaflosigkeit geeignet. Insbesondere bei längerfristiger Einnahme bestimmter Benzodiazepine oder verwandter Schlafmittel müssen Gewöhnung, Abhängigkeit und Absetzprobleme berücksichtigt werden.

Homöopathie nach Dr. Banerji

In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei Schlaflosigkeit und begleitenden Beschwerden unterschiedliche festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.

Vor der Wahl der Mittel unbedingt die Symptom-Signatur beachten

Bei Schlaflosigkeit darf die Auswahl der Mittel nicht allein aufgrund der Diagnose „Insomnie“ erfolgen. Vor der Wahl muss genau festgestellt werden, welche Form der Schlafstörung und welche begleitende Symptom-Signatur aktuell vorliegen.

Insbesondere muss unterschieden werden zwischen:

  • Einschlafstörung,

  • Durchschlafstörung,

  • frühmorgendlichem Erwachen,

  • Schlaflosigkeit durch Grübeln,

  • Schlaflosigkeit durch Angst oder Unruhe,

  • Schlaflosigkeit im Rahmen einer Depression,

  • vermindertem Schlafbedürfnis bei Manie beziehungsweise Hypomanie und

  • Schlafstörungen im Zusammenhang mit einer psychotischen Erkrankung.

Je nach vorherrschender Symptom-Signatur können im Banerji-Konzept unterschiedliche Schemata beziehungsweise Mittel vorgesehen sein. Unterschiedliche oder gegensätzliche Symptom-Signaturen sollten nicht ohne vorherige Prüfung automatisch miteinander kombiniert werden.

Eine zuverlässige Behandlung einer chronischen Insomnie durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Eine notwendige schlafmedizinische, neurologische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung darf dadurch nicht ersetzt oder verzögert werden.

Verordnete Schlafmittel, Benzodiazepine, Antidepressiva, Antipsychotika oder andere Psychopharmaka sollten nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

Wichtiger Hinweis

Eine länger anhaltende oder schwere Schlaflosigkeit sollte ärztlich abgeklärt werden. Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich, wenn gleichzeitig stark vermindertes Schlafbedürfnis mit Euphorie oder extremer Aktivität, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, schwere Depression oder Suizidgedanken auftreten.

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Inhaltsstoffe: Coffea cruda, Kalium phosphoricum, Aurum metallicum, Ignatia amara

GRÖßE:30ml
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