Hirnabszess (Gehirnabszess, intrazerebraler Abszess) – umschriebene Eiteransammlung im Gehirngewebe "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Dr. Banerji-Protokolle
Hirnabszess (Gehirnabszess, intrazerebraler Abszess) – umschriebene Eiteransammlung im Gehirngewebe
Ein Hirnabszess, auch Gehirnabszess oder intrazerebraler Abszess genannt, ist eine seltene, aber schwere und potenziell lebensbedrohliche Infektion des Gehirns. Dabei entsteht innerhalb des Gehirngewebes eine umschriebene Entzündung mit Ansammlung von Eiter und Ausbildung einer Abszesskapsel.
Durch den Abszess selbst sowie die begleitende Schwellung des Gehirngewebes (Hirnödem) kann der Hirndruck ansteigen. Gleichzeitig können abhängig von Lage und Größe des Abszesses bestimmte neurologische Funktionen beeinträchtigt werden.
Ein Verdacht auf Hirnabszess erfordert eine sofortige stationäre neurologische beziehungsweise neurochirurgische Behandlung.
Wie entsteht ein Hirnabszess?
Erreger können auf verschiedenen Wegen in das Gehirngewebe gelangen.
Häufige Ausgangspunkte sind Infektionen in benachbarten Regionen, beispielsweise:
-
Nasennebenhöhlenentzündung
-
Mittelohrentzündung
-
Mastoiditis
-
schwere Zahn- oder Kieferinfektionen
Die Infektion kann sich von diesen Bereichen direkt auf benachbarte Strukturen ausbreiten.
Ausbreitung über die Blutbahn
Erreger können auch über das Blut in das Gehirn gelangen.
Mögliche Ausgangspunkte sind beispielsweise:
-
schwere Lungeninfektionen
-
Lungenabszesse
-
Endokarditis
-
andere bakterielle Infektionen mit Streuung über die Blutbahn
Mehrere gleichzeitig auftretende Hirnabszesse können insbesondere auf eine hämatogene, also über die Blutbahn erfolgte Ausbreitung hinweisen.
Weitere mögliche Ursachen
Ein Hirnabszess kann außerdem entstehen nach:
-
offenen Schädel-Hirn-Verletzungen
-
neurochirurgischen Eingriffen
-
Eindringen von Fremdkörpern
-
bestimmten schweren systemischen Infektionen
Bei Menschen mit erheblich geschwächter Immunabwehr können neben typischen Bakterien auch ungewöhnliche Erreger, Pilze oder Parasiten eine Rolle spielen.
Mögliche Erreger
Hirnabszesse können durch unterschiedliche Mikroorganismen verursacht werden.
Dazu gehören insbesondere:
-
Streptokokken
-
Staphylokokken
-
anaerobe Bakterien
-
gramnegative Bakterien
Bei immungeschwächten Patienten kommen zusätzlich opportunistische Erreger infrage.
Nicht selten handelt es sich um eine Mischinfektion mit mehreren Bakterienarten.
Typische Symptome
Die Beschwerden können sich innerhalb weniger Tage entwickeln, manchmal aber auch schleichender beginnen.
Mögliche Symptome sind:
-
zunehmende oder ungewöhnlich starke Kopfschmerzen
-
Fieber
-
Übelkeit und Erbrechen
-
ausgeprägte Müdigkeit
-
Verwirrtheit
-
Konzentrationsstörungen
-
Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen
-
Benommenheit
-
Krampfanfälle
-
Bewusstseinsstörungen
Fieber muss nicht bei jedem Patienten vorhanden sein. Das Fehlen von Fieber schließt einen Hirnabszess daher nicht aus.
Neurologische Ausfälle
Je nachdem, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist, können fokale neurologische Symptome auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:
-
Schwäche oder Lähmung einer Körperseite
-
Sprachstörungen
-
Sehstörungen
-
Koordinationsstörungen
-
Gangunsicherheit
-
Sensibilitätsstörungen
-
Gesichtslähmung
-
Bewusstseinsveränderungen
Neu auftretende neurologische Ausfälle müssen grundsätzlich rasch medizinisch abgeklärt werden.
Krampfanfälle
Ein Hirnabszess kann epileptische Anfälle auslösen.
Bei manchen Patienten ist ein erstmaliger Krampfanfall eines der ersten auffälligen Zeichen der Erkrankung.
Auch nach erfolgreicher Behandlung kann aufgrund zurückbleibender Veränderungen des Gehirngewebes bei manchen Betroffenen ein erhöhtes Risiko weiterer epileptischer Anfälle bestehen.
Hirnödem und erhöhter Hirndruck
Die Entzündung um den Abszess herum kann zu einem ausgeprägten Hirnödem führen.
Dadurch steigt der Druck innerhalb des Schädels.
Mögliche Zeichen eines erhöhten Hirndrucks sind:
-
zunehmende Kopfschmerzen
-
Erbrechen
-
Benommenheit
-
zunehmende Bewusstseinsstörung
-
neurologische Ausfälle
-
Pupillenveränderungen
Ein stark erhöhter Hirndruck kann zur Einklemmung von Hirngewebe (Herniation) führen und ist unmittelbar lebensbedrohlich.
Durchbruch in die Hirnkammern
Eine besonders schwere Komplikation ist der Durchbruch eines Hirnabszesses in das Ventrikelsystem, also in die mit Liquor gefüllten Hirnkammern.
Dadurch kann sich die Infektion rasch ausbreiten und zu einer erheblichen Verschlechterung führen.
Diagnose
Bei Verdacht auf einen Hirnabszess ist eine schnelle bildgebende Diagnostik entscheidend.
Zum Einsatz kommen insbesondere:
-
MRT des Gehirns mit Kontrastmittel
-
CT des Kopfes mit Kontrastmittel
Zusätzlich können durchgeführt werden:
-
Blutuntersuchungen
-
Entzündungsparameter
-
Blutkulturen
-
mikrobiologische Untersuchung von gewonnenem Abszessmaterial
-
Suche nach dem ursprünglichen Infektionsherd
Die Identifizierung des Erregers ermöglicht eine möglichst gezielte antimikrobielle Behandlung.
Lumbalpunktion nicht routinemäßig
Bei einem vermuteten Hirnabszess ist eine Lumbalpunktion nicht die routinemäßige Erstuntersuchung.
Bei einer raumfordernden Veränderung und erhöhtem Hirndruck kann eine Liquorentnahme gefährlich sein. Deshalb steht zunächst die Bildgebung des Gehirns im Vordergrund.
Behandlung mit Antibiotika
Ein bakterieller Hirnabszess benötigt in der Regel eine hoch dosierte intravenöse Antibiotikatherapie über einen längeren Zeitraum.
Zu Beginn wird häufig eine Kombination gewählt, die die wahrscheinlichsten Erreger abdeckt.
Sobald mikrobiologische Ergebnisse vorliegen, kann die Therapie gezielt angepasst werden.
Neurochirurgische Behandlung
Abhängig von Größe, Lage, Anzahl und Verlauf des Abszesses kann zusätzlich eine neurochirurgische Behandlung erforderlich sein.
Mögliche Verfahren sind:
-
stereotaktische Punktion und Aspiration
-
Drainage des Abszesses
-
operative Entfernung in ausgewählten Situationen
Das entnommene Material kann gleichzeitig mikrobiologisch untersucht werden.
Kleinere, günstig gelegene beziehungsweise ausgewählte Abszesse können unter bestimmten Voraussetzungen ausschließlich medikamentös behandelt werden. Dies erfordert jedoch eine engmaschige klinische und bildgebende Kontrolle.
Behandlung des Hirnödems
Bei erheblichem Hirnödem beziehungsweise gefährlichem Masseneffekt können zusätzliche Maßnahmen zur Kontrolle des Hirndrucks erforderlich sein.
Kortikosteroide werden bei Hirnabszessen nicht automatisch eingesetzt, können jedoch bei ausgeprägtem Ödem und drohender Einklemmung in bestimmten Situationen notwendig sein.
Behandlung der ursprünglichen Infektion
Neben dem Gehirnabszess muss auch der Ausgangspunkt der Infektion behandelt werden.
Dies kann beispielsweise eine:
-
Nasennebenhöhleninfektion
-
Mittelohr- oder Mastoidinfektion
-
Zahninfektion
-
Endokarditis
-
Lungeninfektion
sein.
Ohne ausreichende Behandlung des ursprünglichen Infektionsherdes kann das Risiko einer erneuten Infektion bestehen.
Mögliche Komplikationen
Ein Hirnabszess kann trotz Behandlung schwerwiegende Folgen haben.
Mögliche Komplikationen sind:
-
Hirnödem
-
erhöhter Hirndruck
-
Hirngewebseinklemmung
-
Krampfanfälle
-
bleibende neurologische Ausfälle
-
Lähmungen
-
Sprach- oder Gedächtnisstörungen
-
Ausbreitung der Infektion
-
Ventrikeldurchbruch
-
Sepsis
-
Tod
Die Prognose hängt unter anderem davon ab, wie früh die Erkrankung erkannt und behandelt wird, welcher Erreger vorliegt und welche Gehirnregion betroffen ist.
Nachsorge
Nach der Akutbehandlung sind häufig wiederholte MRT- oder CT-Kontrollen notwendig, um die Rückbildung des Abszesses und des Hirnödems zu beurteilen.
Bei verbleibenden neurologischen Einschränkungen können erforderlich sein:
-
Physiotherapie
-
Ergotherapie
-
Logopädie
-
neurologische Rehabilitation
-
Behandlung beziehungsweise Überwachung epileptischer Anfälle
Homöopathie nach Dr. Banerji
In der Homöopathie nach Dr. Banerji werden bei unterschiedlichen neurologischen Beschwerden und begleitenden Symptomen festgelegte homöopathische Arzneimittel und Potenzen nach den Banerji-Protokollen eingesetzt.
Eine zuverlässige Behandlung oder Beseitigung eines Hirnabszesses, Bekämpfung der verursachenden Bakterien oder anderen Erreger beziehungsweise Verhinderung eines Hirnödems oder anderer lebensbedrohlicher Komplikationen durch homöopathische Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt.
Ein Hirnabszess darf keinesfalls ausschließlich homöopathisch behandelt werden. Eine notwendige intravenöse Antibiotikatherapie, neurochirurgische Drainage und intensivmedizinische Behandlung dürfen nicht ersetzt oder verzögert werden.
Wichtiger Hinweis
Bei starken oder zunehmenden Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber, Erbrechen, Verwirrtheit, einem erstmaligen Krampfanfall, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen oder anderen neu auftretenden neurologischen Ausfällen ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Ein Hirnabszess ist ein medizinischer Notfall, der unbehandelt zu schweren neurologischen Schäden oder zum Tod führen kann.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Inhaltsstoffe: Ruta grav., Hepar sulph., Belladonna, Calc. phosph., Calcium sulphurica
Lieferzeit: ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
Hirnabszess (Gehirnabszess, intrazerebraler Abszess) – umschriebene Eiteransammlung im Gehirngewebe "Unterstützung" Homöopathie nach Dr. Banerji
Kundenrezensionen
Aqveo
Produkte
Badener Schmerzöl
Produkte
- Ähnliche Produkte
- Kürzlich angesehen